Sa., 22.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 08. Juli 2019, 09:14 Uhr
    Offene Höfe und Gärten luden zum fröhlichen Entdecken ein

    Lebhafte Stadt beim Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmarkt 

    Bürgermeister Gottfried Störmer und Spargelkönigin Alina-Sophie I. begannen ihren Rundgang bei der Nummer 1 der Teilnehmerliste, nachdem die Spargelhoheit den 6. Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmarkt hier offiziell eröffnet hatte. Foto: Hannelore  Nowacki


    LAMPERTHEIM – Was man häufig beim Vorbeigehen nicht ahnt – hinter vielen Hoftoren bereitet ein kleines oder auch größeres Paradies den Besitzern Freude, mal ist es ein Garten am Haus, mal ist der Hof schön gestaltet oder beides bildet zusammen den ganz privaten, erholsamen Kreativbereich am Haus. Am Sonntag, zum 6. Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmarkt, durften Besucher in 46 Höfe und Gärten schauen, um dort auf Entdeckungstour zu gehen, zu kaufen und sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Insgesamt 60 Aussteller boten dort an, was man braucht oder auch nicht, was man gesucht hat und worüber man zufällig stolpert und dann sehr glücklich ist. Eine Gelegenheit, die mindestens viele hundert Besucher wahrnahmen oder auch Tausende, wie Bürgermeister Gottfried Störmer bei der offiziellen Eröffnung am Morgen in der Nummer 1 der Teilnehmerliste vorausschauend, nach aller Erfahrung der vergangenen Jahre, meinte. Die Flohmärkte allerorten erwiesen sich als Blick in Schatzkammern oder versetzten in Staunen, was früher einmal als schick, wertvoll und modern galt. Kunst und Kunsthandwerk waren vielfach mit eindrucksvollen Arbeiten vertreten. Störmer nannte den Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmarkt „eine großartige Veranstaltung“ und dankte den Organisatoren und Stadtmarketing für dieses Ereignis, das ursprünglich als Initiative aus der Bürgerschaft entstanden war, wie er betonte. Mit einer kurzen Ansprache eröffnete Spargelkönigin Alina-Sophie I. den Kunst- und Hof-Flohmarkt.  Bei Benjamin Alberstadt-Kristmann und Winona Kristmann in der Römerstraße 87 dufteten vegane Seifen, die Bianca Eichenauer von Hand schöpft, Stühle und Kleinmöbel möbelt die Hausherrin kreativ auf. Unter Dach gab es zu Essen, was sich später beim Durchzug des vorhergesagten Regenbandes als Vorzug erwies. Schräg gegenüber in der Römerstraße 128 setzte Bürgermeister Störmer mit Ehefrau Sabine und Spargelkönigin Alina-Sophie I. die Besichtigungstour fort. Hausherrin Daniela Eiselt nahm zum ersten Mal an der Veranstaltung teil. Ein bunter Flohmarkt mit Kindersachen, Cocktailbar und Künstlerausstellung waren geboten. „Alles gedrechselt“ erklärte Holzkünstler Roland Kruschenski aus Bürstadt, der seine kleine Hobby-Drechselbank im Keller hat und aus Brennholz und Fundstücken aus dem Wald Schönes zaubert. „Wenn man Spaß hat, klappt es“, sagt er. Bei Ulrike und Helmut Hummel verlockten mehrere Sitzecken zum Verweilen, besonders geschätzt waren beim ersten Regenschauer die beschirmten Plätze und die unter dem schützenden Walnussbaum. Leckerer Spießbraten vom Holzkohlengrill mit Schmandsößchen und Schmorzwiebeln im Brötchen stärkte für die weiteren Wege.

    Beim Lampertheimer Kunst- und Hof-Flohmark gab es viel zu entdecken – für alle Generationen. Foto: Hannelore Nowacki


    Ebenso gerne angenommen wurde der Kaffee- und Kuchenverkauf zugunsten des Kinderhospizes Sterntaler. Ulrike Hummel hatte einen verlockenden, exquisiten Flohmarkt zusammengestellt. Sie sammelt auch gebrauchte Kaffeekapseln, aus denen Inge Janovsky kunstvoll Schmuck und dekorative Objekte herstellt – wertvoll und edel in der Optik, umweltfreundlich und günstig im Preis - und in nichts an den ursprünglichen Werkstoff erinnernd. Mit Schutzengeln hatte sie einst begonnen. Tochter Celina trägt selbst eine schöne Kette und ist immer gerne dabei, wenn die Mama ausstellt. Am anderen Ende des Grundstücks angekommen, kam schon die nächste Adresse in der Ersten Neugasse in den Blick. Brigitte Volk macht jedes Jahr mit. Ihren selbstgebackenen Kuchen und den Kaffee gibt es kostenlos, wer sich geniert, darf den freundlichen Spendenbär füttern. Auch hier anregender Trubel beim Flohmarkt und großes Interesse am Stand von Sieghard Zietlow, der für seine Tauschbörse zahlreiche insektenfreundliche Pflanzen wie die Karthäusernelke auf dem langen Tisch aufgereiht hatte. Pflanzenfreundin Petra Wagner ist begeistert und will nächstes Jahr selbst beim Kunst- und Hof-Flohmarkt mitmachen. Lampertheim lebt und war sehr lebendig an diesem Sonntag. Ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs, das Wetter zeigte sich meistens bewegungsfreundlich, ein wenig frischer Wind und bedeckter Himmel waren meistens dabei. In der Friedrichstraße bei Elke Obermeyer begrüßte eine lustige bunte Kunstausstellung von Tochter Lisa Obermeyer die Besucher. Dazu passten die zarten die Gitarrenklänge der Künstlerin. Im Garten hatte Schreinermeister Klaus Korduan seine begehrten Vogelhäuschen und Nistkästen zum Verkauf ausgestellt. „Schöne Sachen“ war von Besuchern zu hören. In der Zweiten Neugasse reihte sich ein Flohmarkt an den anderen. Das habe hier eine lange Tradition, erklärte Inge Stollhof, die mit ihren Nachbarn aus der Zweiten Neugasse bereits vor 17 Jahren Hofflohmärkte organisiert hatte. Bei Stollhofs ist die ganze Familie kreativ oder hat zumindest ein Händchen für die Organisation und Dekoration. Ehemann Werner Stollhof macht besitzbare Holzarbeiten und anderes, Tochter Jennifer liebt Beton, aus dem sie Dekoratives herstellt. Tochter Hanna hat die Ausstellung dekoriert. Tischwäsche vom Feinsten aus vergangenen Zeiten hatte Inge Stollhof zusammengetragen.

    Kunst gab es nicht nur für die Augen, sondern auch für die Ohren zu erleben, etwa durch zarte Gitarrenklänge. Foto: Hannelore  Nowacki


    Ein paar Häuser weiter tat sich bei Sabine Nieter im Hof und im Garten hinter dem Rosenbogen ein Flohmarktparadies auf. Viele Helfer habe sie, berichtete sie im Gespräch mit dem TIP und ergänzte: „Wir ziehen große Kreise“. Sonnig mediterran präsentierte sich das Anwesen von Carmen Perez Martinez in der Zweiten Neugasse. Auf dem Flohmarkt drängten sich die interessierten Besucher, die am Eingang bei Tochter Virginia Hurtado Perez und Enkelkind Alicia spanische Teigblumen in Öl ausgebacken kaufen konnten. Das Teambike mit Sonnenschirm, gesponsert vom Wirtschafts- und Verkehrsverein Lampertheim, hatte mittlerweile die Einmündung zur Wormser Straße erreicht, die Besatzung strahlte zufrieden. Hannelore  Nowacki

     

     

     

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2