Saisoneröffnung des Walderlebniscamps im Lampertheimer Stadtwald
Lern- und Erlebnisquelle für Groß und Klein
Am Samstag wurde die neue Saison des Walderlebniscamp eröffnet – hierzu überreichte der Lions Club eine Spende in Höhe von 3.500 Euro. Foto: Franziska Hartmann
LAMPERTHEIM – Bei herrlichem Frühlingswetter starteten am vergangenen Samstag die Freunde des Lampertheimer Walderlebniscamps in die neue Saison. Bürgermeister Gottfried Störmer begrüßte zu Beginn alle Anwesenden und freute sich sehr darüber, dass so viele Bürger gekommen waren, um sich einen Eindruck von dem Camp zu verschaffen. „Es ist sehr wichtig, dass wir dieses Camp haben“, so das Stadtoberhaupt. Ungemein wichtig sei es, den Kindern der Stadt auch Attraktionen außerhalb von vier Wänden bieten zu können – mit dem Walderlebniscamp habe man etwas aufgebaut, wo sogar unter Anleitung noch etwas mit Spaß und Spannung gelernt werden könne.
„Es hilft dem Wald, es hilft den Menschen und ist für unsere Stadt einfach eine tolle Einrichtung“, erklärte Bürgermeister Störmer und übergab das Wort an Mirko Klein, den Betreiber des Walderlebniscamps. Auch dieser freute sich sehr, den Lampertheimern das Camp und seine Arbeit bei strahlendem Sonnenschein näher bringen zu können. „Das gute Wetter spricht für die gute Stimmung die wir hier haben und die wollen wir auch weitertragen“, betonte der Natur- und Wildnispädagoge und meinte damit nicht nur die vielen begeisterten Kinderaugen, die bereits alle Attraktionen des Camps neugierig begutachteten, sondern auch die Stimmung unter den Akteuren und Förderern des Camps. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Lampertheim sei unkompliziert und ermögliche hier eine wunderbare Lern- und Erlebnisquelle für Groß und Klein. Auch die Zusammenarbeit mit Hessenforst und dem Stadtwald-Team unter Revierförster Volker Harres würde dieses Camp erst ermöglichen. „Ich freue mich sehr über die Bereitschaft, die immer da ist, mich zu unterstützen“, erklärte Mirko Klein freudig.
Eine große Unterstützung ist auch die großzügige Spende des Lions Clubs. Erster Vorsitzender Johannes Haeferle übergab freudig den Scheck über 3.500 Euro an Mirko Klein. Die Summe stammt aus den Erlösen der verschiedenen Aktionen des Clubs, unter anderem dem Oster- und dem Adventsmarkt. „Es ist wichtig, das wir Menschen in Bewegung bringen und der Wald ist eine tolle Gelegenheit, Bewegung und Balance zu lernen“, so Johannes Haeferle. Nach der Spendenübergabe und der offiziellen Eröffnung des Camps durch Spargelkönigin Christin I. stürmten die Besucher auch schon los, um sich die vielen verschiedenen Möglichkeiten, im Wald in Bewegung und in Einklang mit der Natur zu kommen, anzuschauen. Viele Helfer hatten sich an der Saisoneröffnung beteiligt und so hatten die Gäste eine interessante Route mit vielen Attraktionen abzulaufen.
Mirko Klein und sein Team waren bereits seit 8 Uhr am Morgen vor Ort, um allesaufzubauen – darunter ein riesiges Tipi-Zelt, gefüllt mit vielen Informationen zu Wald und Natur, ein Niedrigseilgarten, an dem die Besucher ihr Balance-Geschick erproben konnten sowie ein Korkenschleuder-Schießstand. Hier konnte Kleinwild aus Holz mit Hilfe von Holzschleuder und Korken erlegt werden. Und auch für das leibliche Wohl hatte Mirko Klein etwas vorbeireitet. An einer Feuerstelle mitten im Wald brutzelten im Dutch Oven Kartoffeln für die hungrigen Gäste.
Auch der Waldkindergarten beteiligte sich an der Saisoneröffnung und öffnete an diesem Frühlingssamstag seine Tore für die Besucher. Ganz nach indianischem Motto konnten hier Traumfänger, Rasseln und Kopfschmuck gebastelt werden und Häuptling Johannes verkündete im Vorlesezelt indianische Weisheiten. Auch die Kinder des Kindergartens waren mit ihren Familien vorbeigekommen, tollten in Indianer-Kleidung über den Platz und gingen am Pfeil- und Bogenstand auf Büffeljagd. Gegen eine kleine Spende gab es außerdem einen selbstgekochten indianischen Gemüseeintopf namens Succotash und Brezeln.
Auf dem Weg zwischen Waldkindergarten und Walderlebniscamp konnten die Besucher noch weitere Attraktionen bestaunen. Neben Kettensägenkünstler Jens Ruhm, der einige seiner Kunstwerke vorstellte, führte Rangerin Bärbel Lehmer am Stand des Geonaturpark Bergstraße die Gäste durch einen Tierspur-Parcours. Hier galt es verschiedene Tierbehausungen, unter anderem Wespen- und Hornissennester, Knochen, Igelhaut oder Schafswolle zu erkennen. Und beim Geräusche-Memory musste man ganz genau hinhören um die verschiedenen Geräusche des Waldes richtig zuordnen zu können.
Auch Imkermeister Roland Eberle aus Bobstadt war dabei und hatte sogar extra ein paar Bienenwaben mit ein paar fleißigen Bienchen mitgebracht, die in einem sicheren Schaukasten bestaunt werden konnten.
Wer sich gerne weiter über das Walderlebniscamp und die dort möglichen Veranstaltungen informieren möchte, kann dies über die Internetseite von Mirko Klein www.walderlebniscamp.de einsehen. Möglich sind neben den sporadisch stattfindenden Wildnis-Dienstagen auch Team-Trainigs, Geburtstagsfeiern und Achtsamkeitstrainings. Franziska Hartmann