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  • Di., 12. Juli 2022, 12:25 Uhr
    BÜRGERSTIFTUNG BÜRSTADT: Neuer Vorstand mit geballter Kompetenz für Bürstadt / Vielfältige Unterstützung gesucht

    Leselust statt Lesefrust dank Lesepaten

    Gemeinsam für Bürstadt: Der neue Vorstand der Bürgerstiftung mit Peter Jakob, dem 2. Vorsitzenden Lothar Litters, Claus Diehlmann, Silke Vetter-Kissel und dem neuen 1. Vorsitzenden Rüdiger Engert sowie dem neuen Stiftungsratsvorsitzenden Hans-Jürgen Brems (v.r.). Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – Die Bürgerstiftung Bürstadt hat sich mit einem neuen Vorstand für die Zukunft aufgestellt – ein Schwerpunkt der Arbeit soll dabei weiterhin das Projekt der Lesepaten sein. Aber auch in anderen Bereichen, wie etwa „Kultur für die Jugend”, möchte die Bürgerstiftung Zeichen setzen. Grundsätzliche Ziele sind dabei, Menschen zu begeistern, zu verbinden, zu integrieren, zu stärken und Beteiligung zu ermöglichen. Hierzu sind alle Menschen in der Stadt eingeladen, sich mit Geld, Zeit und Ideen für Bürstadt einzusetzen und um Brücken zwischen Menschen zu bauen, die der Alltag trennt. Auch der Zusammenhalt und die gegenseitige Achtung sollen hierbei gefördert werden, in einer Stadt, in der Vielfalt selbstverständlich gelebt werden soll. Für Kinder und Jugendliche sollen darüber hinaus neue Erfahrungsräume in den Bereichen Bildung, Kultur, Bewegung, Engagement und Umwelt geöffnet werden. Und auch die Realisierung und die Entwicklung von Ideen aus kleinen und großen Initiativen aus den Quartieren heraus sollen als verlässlich Förderer und beratender Partner umgesetzt werden. Und natürlich soll auch freiwilliges Engagement für die Stiftungsarbeit selbst gefördert werden – denn: Gemeinsam wird’s mehr!

    Unter diesem Slogan steht auch das Projekt der Lesepaten. Marion Vonderheid stellt hierbei als Projektbeauftragte die Bindung zur Schillerschule dar. „Wir haben großen Bedarf. Durch Corona haben die derzeitigen Zweitklässler in ihrem ersten Schuljahr viel verpasst, gerade durch das Home Schooling”, erläuterte die engagierte Lesepatin. Für das kommende Schuljahr steht das Projekt der Bürgerstiftung vor großen Herausforderungen: Denn während ein Teil der aktuellen Zweitklässler weiterhin Betreuung benötigt, stehen mit den aktuellen Erstklässlern die nächsten Kinder in den Startlöchern, die dringend Lesepaten brauchen. „Ein Drittel der jetzigen Schülerinnen und Schüler der 1. Klassen benötigt hier Hilfe”, betont Marion Vonderheid. Das Projekt, welches etwa eine Stunde pro Woche Zeit in Anspruch nimmt, ist auch für jüngere Menschen geeignet – sei es während der Schulzeit, des Studiums oder der Ausbildung. Die Bürgerstiftung stellt gerne auch ein Zeugnis für den Lebenslauf aus. Und natürlich sind auch weiterhin gerne Seniorinnen und Senioren gesehen, die als Lesepaten in die Rolle einer Oma oder eines Opa schlüpfen können. Wichtig sind Zeit, Geduld und Verlässlichkeit, gerne können auch mehrere Kinder betreut werden.

    Bisher fand das gemeinsame Lesen mit den Kindern in den Räumen der Schillerschule statt, durch Corona war dies nicht mer möglich und auch die aktuellen Umbauarbeiten an der Schule erschweren die Situation. Die katholischen Kirchengemeinden St. Michael und St. Peter stellen jedoch Gemeinderäume zur Verfügung, ideal ist hier die Verbindung zur katholischen Bücherei in St. Michael. Gemeinsam gelesen werden kann aber auch bei den Familien zuhause oder bei Vereinen, die Räume zur Verfügung stellen.

    Lesepaten gesucht! Die Bürgerstiftung Bürstadt möchte auch weiterhin Kinder in der Grundschule beim Lesen lernen aktiv unterstützen. Foto: www.pixabay.com


    Eines ist klar: Wer sich als Lesepate engagiert, bekommt auch viel zurück, denn die Kinder sind immer äußerst dankbar für die Unterstützung. Gleichzeitig tut man nicht nur etwas für sich, sondern die gesamte Gesellschaft. 

    Kompetenz für Bürstadt

    2011 verwandelten 23 Privatpersonen und Unternehmen eine Idee zu einer Initiative: Zur Bürgerstiftung Bürstadt. Diese hat nun einen neuen Vorstand gewählt – der seitherige 1. Vorsitzende Peter Tschirch wechselt dabei genau wie sein langjähriger Stellvertreter Hans-Jürgen Brems als Vorsitzende in den Stiftungsrat – in neuer Funktion wollen beide die Arbeit der Bürgerstiftung weiter begleiten. „Es ist wichtig, das soziales Engagement in Bürstadt weiter lebt und gelebt wird”, betonte Hans-Jürgen Brems hierzu bei einem Pressegespräch am Dienstag. Damit stellt sich der Vorstand der Bürgerstiftung nahezu komplett neu auf – mit „geballter Kompetenz für Bürstadt in Vorstand und Stiftungsrat”, wie der neue 1. Vorsitzende Rüdiger Engert betonte. Er möchte künftig verstärkt Zusammenhalt fördern und mit guten Ideen dafür sorgen, dass die Gesellschaft nicht weiter auseinander driftet. Zu seinem Stellvertreter wurde Lothar Litters gewählt. Der Hofheimer, der Wurzeln in und zu Bürstadt hat, möchte als Teamplayer, Lesepate und einer der Gründerstifter die sportliche Arbeit mit der Jugend als Schwerpunkt setzen, da diese während Coronazeiten zu kurz kam. Ergänzt wird der Vorstand durch Claus Diehlmann, der als „Dino im Vorstand” und ebenfalls als Lesepate dafür sorgen möchte, dass „Menschen, die am Rande stehen, unterstützt werden, sowie durch Peter Jakob. Dieser hat die Bürgerstiftung auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters Alfons Haag von Seiten der Stadtverwaltung Bürstadt aus begleitet und sich von der Idee der Stiftung begeistern lassen. Neu im Vorstand ist zudem Silke Vetter-Kissel – als leider bisher einzige Frau würde sie wie der gesamte Vorstand noch mehr weibliche Ideen und Zustifterinnen begrüßen. Und sie selbst bringt auch gleich eine neue Idee mit ein: Sie möchte im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit allen, denen dies sonst nicht möglich ist, Kultur näher bringen und daher drei- bis viermal im Jahr den Besuch von Museen, Theatern oder Zoos ermöglichen. „Ich möchte gerade mehr Frauen dazu bewegen, sich einzubringen. Mitstreiterinnen und Mitstreiter für dieses Projekt sind gerne gesehen, wer Interesse hat kann sich gerne telefonisch unter 0172-6510507 an mich wenden.”

    Die Bürgerstiftung wirbt zudem um neue Zustifter, diese sind immer willkommen. Eine Zustiftung ist ab einem Betrag von 1.000 Euro möglich. Langfristiges Ziel sei es zudem, die Arbeit auf Spenden aufzubauen, seien es zweckgebundene Spenden oder solche zur freien Verfügung. Damit sollen Projekte wie die Lesepaten, aber auch die Individuelle Schülerbetreuung, das Schilderprojekt „Historische Orte” oder die Defibrillator-Aktion weitergeführt werden. Und auch Mirja soll weiter unterstützt werden, Spenden für eine zweite Delfintherapie sind gern gesehen. 

    Wer die Bürgerstiftung Bürstadt unterstützen möchte, kann dies gerne aktiv sowie durch Spenden tun. Ansprechpartner sind Rüdiger Engert unter ruediger-engert@buergerstiftung-buerstadt.de sowie Lothar Litters unter lothar-litters@buergerstiftung-buerstadt.de – auch alle, die Interesse haben Lesepaten zu werden, können sich gerne hier melden. Benjamin Kloos

     

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