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  • Fr., 26. Juli 2019, 12:21 Uhr
    Inhaberin der Partner-Filiale der Post im E Center Jochum kann Vorwürfe nicht nachvollziehen

    Leserbrief schlägt hohe Wellen

    Die Partnerfiliale der Post im E Center Jochum hat ihr Dienstleistungsangebot für die Lampertheimer erweitert. Einzelne Briefmarken sind dort allerdings seit 1. Juli nicht mehr zu haben. Dietmar Zundel ( Mitte) und Katalin Vida (rechts) bitten um Verständnis. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM - Der Leserbrief „Post in Lampertheim“, der in unserer Mittwochausgabe vom 17. Juli erschienen ist, hat eine wahre Flut an Leserbriefen ausgelöst. Zudem postete eine Leserin den abfotografierten Brief auf der Facebook Seite „Lampertheim tritt ein“, was zusätzlich für viele Kommentare gesorgt hat. Offensichtlich fehlt den Lampertheimer seit der Schließung der Postfiliale in der ‪Ernst-Ludwig-Straße 36 zum 29. April 2019 eine Anlaufstelle. In einem vorangegangen Bericht in unserer Ausgabe vom ‪16. März informierte Bürgermeister Gottfried Störmer über eine Umstellung für alle Postkunden. Hiernach habe die Deutsche Post der Stadtverwaltung Lampertheim im Januar 2019 mitgeteilt, dass das Finanzcenter Lampertheim in der Ernst-Ludwig-Straße den Betrieb einstelle und es somit hier künftig auch keinen Service im Bereich der Pakete und Briefe mehr gebe. Der Paket- und Briefservice für Bürgerinnen und Bürger werde durch die Partner-Filiale im E-Center Jochum in der ‪Gaußstraße 12-16 sichergestellt, hieß es. Doch genau hierauf beziehen sich die Leserbriefe, die unter anderem von Willkür beim Verkauf einzelner Briefmarken sprechen. Diesem Vorwurf widerspricht die Inhaberin Katalin Vida entschieden. Da dieses Thema den Lampertheimern offensichtlich unter den Nägeln brennt, hat der TIP bei der Inhaberin nachgefragt. „Wir können jede einzelne Buchung, die bei uns vorgenommen wird, belegen“, betont die gelernte Bankbetriebswirtin, zückt einen dicken Ordner und widerspricht damit dem Vorwurf der Willkür. Seit dem 1. Juli, mit der Umstellung und Erhöhung des Portos, verkauft die Partnerfiliale im E Center Jochum keine Einzelmarken mehr. „Das können wir mit unseren zwei Schaltern und der Erweiterung der Dienstleistungen nicht mehr leisten“, so Vida. Zuvor habe sie lediglich nur noch deshalb Einzelmarken verkauft, um den Kunden zu ersparen, Marken mit den veralteten Werten zu Hause liegen zu haben. Nun bittet sie die Kunden, für die Entscheidung, nur noch Briefmarken-Sets anzubieten, um Verständnis. „Wir haben am Tag im Schnitt 200 Einzelmarken verkauft, die Schlange stand fast bis zur Tür“, berichtete Vida. Seit die Filiale nur noch 5er oder 10er Sets verkauft, haben sich längere Wartezeiten erledigt. Da jedoch nicht alles rund gelaufen sei, hat sie für die Unzufriedenheit der Kunden dennoch Verständnis, kam neben der Portoumstellung auch noch der Verbund von  dhl und Post hinzu, der für einiges bei der Paketzustellung geführt hat und nicht nur für die Filiale im E Center eine große Zusatzarbeit bedeutete. „Durch den Verbund hatten wir mehr Bezirke als zuvor die Hauptpost und durch die neuen Zusteller gab es sehr viele Rückläufer“, berichtet Dietmar Zundel, der 83jährige Onkel von Vida, der in der Postfiliale mit anpackt. So standen plötzlich täglich 200 Pakete für Kunden zu Abholung bereit, oft mit langen Wartezeiten verbunden. „Viele haben uns beschimpft,  wie schlecht wir organisiert wären, doch wir konnten gar nicht dafür.“ Betroffen war sie aufgrund der vielen negativen Äußerungen. „Es tut mir leid, dass es so gelaufen ist und es ist schade, dass die Leute so verärgert waren“, bleibt nur zu hoffen, dass sich nun die Wogen wieder glätten. Denn hätte Vida die erweiterten Dienstleistungen in ihrer Partnerfiliale nicht übernommen, bliebe  den Lampertheimern nichts anderes übrig, als nach Mannheim oder Worms zu fahren, um manche Postgeschäfte zu erledigen. Einzelmarken sind in Lampertheim übrigens dennoch zu haben, nämlich in den Partnerfilialen in der Innenstadt. Eva Wiegand


     

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