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  • Fr., 05. August 2016, 09:26 Uhr
    21. Gymnastica – Erfolgsbilanz mit zufriedenen Teilnehmern und vielen Zuschauern

    Leuchtendes Signal der gemeinsamen Freude



    Die Gymnastica Bürstadt ist bei Bodenturnern, Trampolinspringern, Sportakrobaten und Gruppen aus dem Bereich Folklore beliebt – eine Mischung mit Erfolgsgarantie wie die 21. Gymnastika letzte Woche zeigte. Archivfoto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Das Leitungsteam der Gymnastica stellte der Presse am Mittwochabend, vier Tage nach der 21. Gymnastica, ihre Einschätzung vor. Alfred Koch machte deutlich: „Es gibt keinen Verein, der eine solche Veranstaltung stemmen kann“. Nicht in Deutschland, nicht in Europa und auch nicht weltweit. Was macht die Bürstädter Gymnastica so einzigartig, was motiviert die Sportler aus vielen Nationen hier mitzumachen? Eine Rolle spiele aus seiner Sicht, dass die Sportler nicht über Gebühr finanziell strapaziert werden, meinte Koch. Die über 200 ehrenamtlichen  Helfer hätten diese kostengünstige Veranstaltung ermöglicht, die Vereinsmitglieder, Freunde und Familienangehörige sowie Helfer aus anderen Vereinen, die alle ohne Entgelt an vier Tagen für die über 800 Gäste aus elf  Ländern im Einsatz waren. Im Betrag von 25 Euro pro Teilnehmer am Tag seien Übernachtung, Essen und Technik inklusive, Security und Brandschutzwache stelle die TSG. Der Eintritt für die Zuschauer war frei. Anstatt starrer Regeln werde versucht die Wünsche der Teilnehmer zu erfüllen, sogar kurzfristig. Die Möglichkeit, vor so einer großen Menschenmenge aufzutreten, man sehe es den Turnern auch an, sei etwas ganz Besonderes. Von Bedeutung sei auch: „Alles funktioniert“. Kurze Fußwege machten einen Busfahrplan überflüssig, die Teilnehmer konnten in Einzelgruppen unterwegs sein. Eine besondere Leistung nannte Sabine Faecke: Die Sportler kommen in eine große Familie hinein, jeder ist freundlich zu jedem – das gehöre zum Gesamtpaket. Erwin Reiss, der im Jahr 2019 für die World Gymnaestrada im österreichischen Dornbirn verantwortlich zeichnet, sei bei seinem Besuch des viertägigen Bürstädter Gymnastik-Festivals begeistert gewesen. Als Erfolgsfaktoren habe Reiss die kurzen Wege zwischen TSG-Halle und den beiden Schulen ausgemacht, dass sich viele Teilnehmer seit Jahren kennen und dass die TSG als Veranstalter als „non-professional“ nichts verdienen wolle. Die Völkerverständigung ergebe sich hier von selbst, stellte Günther Hilgartner fest, da brauche man kein Konzept. Nur positive Rückmeldungen waren bei Sabine Faecke angekommen.  „Alles richtig gemacht“ sei ihr signalisiert worden. Besondere Vorkommnisse habe es nicht gegeben. Klaus Arnold, zuständig für die Finanzen, konnte bereits mitteilen: Draufgelegt habe der Verein nicht. Allerdings müsse der Ertrag aus dem Verkauf von Getränken ganz normal versteuert werden. Günther Hilgartner, seit 1973 dabei, kündigte seinen Rückzug an, werde jedoch dem Leitungsteam weiterhin mit Rat im Hintergrund zur Verfügung stehen, versicherte er. Seine Analyse der Leistungen hat ergeben, dass die Leistungen einiger Gruppen sich über die Jahre laufend verbessert haben. Auf Nachfrage wegen des eigenartigen Bühnenauftritts der türkischen Delegation teilte das Leitungsteam mit, man sei selbst davon überrascht worden, so sei es nicht geplant gewesen. Die Teilnehmer hätten erst ganz kurzfristig ausreisen können. Doch wolle man das jetzt auf sich beruhen lassen. Die Nummer Eins in der Bewertung sei die Behindertengruppe aus Portugal gewesen, die hinsichtlich Freundlichkeit, Aufnahme und Integrationsfähigkeit bei den Teilnehmern bestens angekommen war. Schon liegen die neuen Faltblätter für die nächste Gymnastica Bürstadt vom 17. bis 20. Juli 2019 vor, die wenige Tage nach der World Gymnaestrada in Dornbirn stattfindet. „Wir fangen heute an“, teilte das Leitungsteam hochmotiviert mit. Einig sind sich die tatkräftigen Organisatoren auch in dieser Hinsicht: „Ohne unsere Partner geht es nicht – sie halten uns den Rücken frei und helfen mit“. Hannelore Nowacki

     
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