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  • Di., 09. Juni 2015, 09:32 Uhr
    Heimatmuseum – zum Stadtfest gut besuchter Tag der offenen Tür

    Livemusik auf Hammond-Orgel M 100 und historische Fotoapparate

    [caption id="attachment_42519" align="alignnone" width="300"]Bildergalerie BUZ1: Organistin Anja Stumpf und Ehemann Martin Stumpf boten im Musikzimmer musikalische Leckerbissen, ein ganz und gar lebendiges Ereignis in geschichtsträchtiger Umgebung. BUZ2: Bei schönem Wetter wie am Stadtfestsonntag lässt sich das ländliche Gartenparadies des Heimatmuseums genießen – mit Blick auf zahlreiche historische Schätze.
    Organistin Anja Stumpf und Ehemann Martin Stumpf boten im Musikzimmer musikalische Leckerbissen, ein ganz und gar lebendiges Ereignis in geschichtsträchtiger Umgebung. 

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    BÜRSTADT – Eine ganz andere Welt offenbart sich hinter dem grünen Tor des Heimatmuseums – die Zeitreise in vergangene Lebenswelten berührt auf ganz besondere Weise. Einige Gegenstände wie die Kaffeemühlen waren vor wenigen Jahrzehnten noch in jedem guten Haushalt in Gebrauch, doch schon die Handwerkszeuge für Schmied und Schuster wie auch die landwirtschaftlichen Geräte weisen auf eine fernere Vergangenheit hin. In jedem Raum gibt es unendlich viel zu entdecken und draußen darf das Auge sich an der schönen Gartenanlage erfreuen, die Besucher sitzen im Grünen mit Blick auf die Geschichte Bürstadts. Die neue wetterfeste Beschilderung wurde von der Bürgerstiftung gespendet. Das von Edgar Gräf privat geführte Bürstädter Heimatmuseum in der Peterstraße nahe der Pfarrkirche St. Michael war am Stadtfestsonntag Ziel vieler historisch interessierter Besucher, die bei freiem Eintritt ohne Gedränge die Exponate und die Atmosphäre genießen konnten. Edgar Gräf, Heimatforscher Hans Held und Helfer Matthias Molitor nahmen sich den Besucherfragen an. Da steht zum Beispiel ein gelbes Postfahrrad. Noch vor etwa vier Jahren war es treuer Begleiter der Postboten in Bürstadt, nun sind sie mit Lieferwagen unterwegs. Matthias Molitor denkt daran, wie Gegenstände häufig aus unserem Alltag verschwinden, ohne dass man sich dessen bewusst werde. Bruno Gündling sammelte über viele Jahre historische Fotoapparate, die er am Sonntag in einer Sonderschau vorstellte, darunter Agfa-Boxen Click und Clack aus den 1930er Jahren. Im Musikzimmer des Heimatmuseums erwachte die Hammond-Orgel M 100 (Baujahr 1964) zu frischem Leben, wachgeküsst von Organistin Anja Stumpf. „Es ist der Wahnsinn“, meinte sie. Ehemann Martin Stumpf begleitete sie am Saxofon. Wie aus ferner Zeit erklang das Stück „Du schwarzer Zigeuner“ vom Beginn der 1950er Jahre, dann heizte „Hot Stuff“ die Stimmung an. Das einzigartige Instrument beeindruckt mit tollem Klang und ist der Stolz von Edgar Gräf. Die fahrtüchtigen historischen Traktoren und Motorräder aus seiner Sammlung, die vor dem Heimatmuseum zu bewundern waren, brauchen regelmäßig Bewegung, erzählte Gräf und meinte, das sei gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Um die gepflegte Bepflanzung im Garten des Heimatmuseums mit der sommerlichen Blütenpracht kümmert sich Ehefrau Waltraud gerne. Bei den Grobarbeiten mit Rückschnitt der Büsche und Bäume hat das Ehepaar die Unterstützung der Stadt Bürstadt. Das Heimatmuseum öffnet für Besucher nach Terminvereinbarung unter Telefon 06206/8417 oder unter 06206/8831 bei Hans Held. Hannelore Nowacki

     Bei schönem Wetter wie am Stadtfestsonntag lässt sich das ländliche Gartenparadies des Heimatmuseums genießen – mit Blick auf zahlreiche historische Schätze. Fotos: Hannelore Nowacki


     

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