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  • Fr., 08. November 2024, 09:40 Uhr
    ENGAGEMENT: Humorvolle Stunden beim Seniorennachmittag der Gemeinden St. Andreas und Maria Verkündigung

    „Lômbadda Babbler“ sorgten für beste Unterhaltung

    Die Lômbadda Babbler waren zu Gast beim Seniorennachmittag der GemeindenSt. Andreas und Maria Verkündigung.
    Foto: oh

    LAMPERTHEIM – Die „Lômbadda Babbler“ waren zu Gast beim Seniorennachmittag der Gemeinden St. Andreas und Maria Verkündigung und sorgten für beste Unterhaltung mit Geschichten und Anekdoten aus Lômbadde. Frank Korb teilte sein Wissen über den Lampertheimer Dialekt und den Gebrauch der Begriffe zwaa, zwee und zwou: „zwaa“ steht für ein gemischtes Paar, während „zwee Menna“ (zwei Männer) und „zwou Fraue“ (zwei Frauen) bedeutet. Er informierte zudem über die Fortschritte bei der Sammlung von Wörtern und die Ergänzung des Lampertheimer Wörterbuchs.

    Ein unterhaltsamer Auszug aus Manfred Rupps Wörterbuch gab Einblick in die örtliche Sprachwelt: In Zuugeraasde will e Hemm kaafe. Ää freegd: „Haben Sie Hemden?“ – „Hemma hemma.“ E aonna-mool will-a in Haomma (Hammer). Un wija kriggda zu heean: „Hemma hemma.“ Wie-a daonn vawunnad maoaod: „Ihr habt schon eine ulkige Sprache!“ seschd in Aoihaoimische: „Die hemma.“

    „Owwerbabbler“ Kalle Horstfeld überreichte stellvertretend für die Gemeinden St. Andreas und Maria Verkündigung deren Mitgliederinnen Andrea Krüger und Rosi Schleßinger die „Lômbadda Buchstabiertabelle“.
    Foto: oh



    Karin Kraus brachte das Publikum zum Schmunzeln, als sie humorvoll über das Älterwerden sprach. „Wie war noch gleich der Name?“, fragte sie und beschrieb die Verwirrung, die entsteht, wenn man etwas im Kühlschrank sucht, sich aber gleich wieder fragt, warum man die Tür überhaupt geöffnet hat. Oder die Sorge beim Verlassen des Hauses, ob man auch wirklich abgeschlossen hat – eine liebevolle Erinnerung an die kleinen Tücken des Alltags, wenn das Alter sich bemerkbar macht.

    Armin Herweck erzählte von seinem „Froschkönig“ im Garten. An warmen Frühlingstagen taucht der Frosch aus seinem Winterquartier auf und beansprucht den Teich. Nicht selten lädt er Freunde ein, die bis tief in die Nacht quaken. Doch im Herbst, bei kühlem Wetter, verschwindet er so leise, wie er gekommen ist.
    Käthe Lahr-Bachert widmete sich ebenfalls dem Thema Älterwerden und betonte, wie wichtig Bewegung und eine gesunde Ernährung sind, um fit zu bleiben. „Mid Schboadd bleibd ma fidd“ („Mit Sport bleibt man fit“), sagte sie und fasste ihren Lebensstil zusammen: Bewegung und gesunde Kost mit Obst, Gemüse und Salat seien das A und O.

    Helmut Hummel erzählte die humorvolle Geschichte „Dem Parre Schäfer soi Hase“. Der Hase des Pfarrers Schäfer verschwand eines Tages, nur um später als Mundraub bei den Nachbarn auf dem Tisch zu landen. Im leeren Stall fand Schäfer einen Zettel: „Gott ist nicht überall, auch nicht in Parre Schäfers Hasenstall.“
    Margit Kühn brachte mit ihrer Geschichte von der „Babbelschnutche“ alle zum Lachen. Schon als kleines Kind war sie für ihr „Babbeln“ bekannt und stellte ständig Fragen. Ihre Familie nannte sie liebevoll „Babblgosch“ (Plaudertasche) und bat sie oft, „die Schnut zu halten“ – doch ohne Erfolg!

    Hans Kling erinnerte sich an seine Kindheit in der Römerstraße. Er erzählte vom gemeinsamen Sonntagsessen in der Sommerküche und von Hansi, dem Wellensittich, der nur sonntags fliegen durfte, bis er eines Tages in der Suppe landete. Weitere Anekdoten betrafen den Gemeindewein im Keller und eine ausgelöste Alarmanlage, die die Kinder mit einem Luftdruckgewehr aktiviert hatten.

    Zum Abschluss überreichte „Owwerbabbler“ Kalle Horstfeld stellvertretend für die Gemeinden  St. Andreas und Maria Verkündigung deren Mitgliederinnen Andrea Krüger und Rosi Schleßinger als Erinnerung an diesen Nachmittag die „Lômbadda Buchstabiertabelle“. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Es gab leckeren Kuchen und eine köstliche Kartoffelsuppe. Herzlichen Dank an Margot Ludwig und Sylvia Strubel und das gesamte Organisationsteam für diesen schönen und unvergesslichen Nachmittag. Die Lômbadda Babbler kommen im nächsten Jahr gerne einmal wieder. zg

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