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  • Di., 30. Dezember 2025, 09:50 Uhr
    MUNDART: Ein besinnlicher und lebendiger Abend der „Lômbadda Babbler“ im Luthersaal zum Jahresende / Bekenntnis zur Gemeinschaft und zur Kraft der Sprache

    „Magie der Sprache – Gemeinsam den Winter erhellen“

    Viele Gäste nahmen an diesem Abend genau das mit nach Hause, was zu Beginn gewünscht wurde: ein Stück Lampertheim im Herzen – und die Gewissheit, dass Sprache Menschen verbinden kann, gerade in der stillen Zeit des Jahres.
    Foto: oh

    LAMPERTHEIM – Wenige Tage vor Weihnachten, öffnete sich der Luthersaal der Martin-Luther-Gemeinde für einen ganz besonderen Abend. Unter dem Motto „Magie der Sprache – Gemeinsam den Winter erhellen“ luden die Lômbadda Babbler zu ihrem letzten Treffen des Jahres ein und schufen einen Abend voller Wärme, Humor, Nachdenklichkeit und tiefer Verbundenheit mit Sprache, Heimat und Gemeinschaft. Schon die Begrüßung machte deutlich, was diesen Abend tragen sollte: offene Herzen, offene Ohren und die Freude an der gemeinsamen Mundart. In einer Zeit, in der die Tage kürzer und die Welt draußen kälter wird, setzten die Babbler ein bewusstes Zeichen des Innehaltens, des Zuhörens und des Miteinanders. Sprache, so wurde es gleich zu Beginn formuliert, kann ein Licht sein – ein Licht, das wärmt, verbindet und Hoffnung schenkt. Musikalisch wurde der Abend einfühlsam von Matthias Karb begleitet, dessen Liedauswahl immer wieder für Ruhe, Besinnung und emotionale Übergänge sorgte.

    Ralf Giesler und Kalle Horstfeld nahmen auf der neuen „Babblerbank“ Platz.
    Foto: oh

    Ein besonderer Moment des Abends war die Enthüllung der Babbler-Bank. In goldene Folie gehüllt, sorgte sie zunächst für neugieriges Rätseln, bevor Hans Kling gemeinsam mit Kalle Horsfeld das Geheimnis lüftete. Die aus Douglasienholz gefertigte Bank mit gusseisernen Füßen, von den Babblern signiert, steht symbolisch für Zusammenhalt, Gemeinschaft und die Liebe zur Mundart. Die Idee dazu stammt von Margit Kühn – die Bank wird künftig ihren Platz in der Martin-Luther-Gemeinde finden, ihre Bedeutung ist schon jetzt spürbar. Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Franz Korb mit seinem Beitrag zum „Kribbespeel“ und informierte zugleich über den aktuellen Stand des Lômbadda Wäddabuchs, ein wichtiges Werk zur Bewahrung der Mundart. Erika Krämer-Tomczak brachte gleich zwei weihnachtliche Geschichten mit, darunter eine, die verriet, worüber das Christkind lächeln musste, warmherzig und mit feinem Humor erzählt.

    Ein Weihnachtsmärchen folgte mit Armin Herweck, der die Zuhörenden mit ruhigen Worten in eine andere Zeit entführte. Besonders viele Lacher erntete Karin Kraus mit dem etwas anderen Wunschzettel von Klein Emil an das Christkind – liebevoll, überraschend und sehr lebensnah. Peter Schneider nahm das Publikum mit auf eine weihnachtliche Reise, verknüpfte seine Geschichte mit der inzwischen legendären Babbler-Bank und sorgte für heitere Stimmung. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der gemeinsame Auftritt von Irene Drayss und Annelie Neher von den Heppremer Babbler, die mit ihrer Geschichte über die Weihnachtsgans das Publikum begeisterten und mit langanhaltendem Applaus belohnt wurden. Mit viel sprachlichem Können trug Käthe Lahr-Bachert das Gedicht „Kneschd Rubreschd“ in feinster Mundart vor, während Helmut Hummel mit „De Essel un de Ochs“ die Weihnachtsgeschichte aus einer ganz besonderen Perspektive erzählte – warm, humorvoll und tief menschlich.

    Kurt Seilheimer berührte mit seinem Beitrag „Der gefallene Engel“ und schlug leisere, nachdenklichere Töne an. Mit einem Augenzwinkern erklärte Margit Kühn, wie man die Weihnachtsgeschichte in Howwe erzählt, und verriet zugleich das wohl wichtigste Geheimnis eines gelungenen Plätzchenrezepts: viel Liebe. Für erneute Lachsalven sorgte Hans Kling mit seinem Beitrag „Ehr liewe Laid“, in dem er Beobachtungen aus dem familiären Alltag pointiert und herzlich auf die Bühne brachte. Zum Abschluss widmete sich Fritz Medert dem „Gedächtnis von Lampertheim“ und erzählte aus der Geschichte des Lampertheimer Waldes. Mit seinem Schlusslied „Seht diesen Stern“ setzte er einen emotionalen Schlusspunkt, der viele Herzen berührte und mit stehendem Applaus gewürdigt wurde. zg

     

     

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