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  • Mo., 10. September 2018, 14:31 Uhr
    Lampertheimer Kerweradition lebte am Montag bei Sonne, Tradition und Genuss

    Margit Selb begeisterte mit knackiger Mundartrede

    Margit Selb hatte mit ihrer mundartlichen Kerwerede die Lacher auf ihrer Seite. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Kerwe in Lampertheim hat Tradition, gar nicht denkbar ohne Kerwereden und Kranzaufhängen. Am Kerwemontag ging es im Hof des Bauernladen Steinmetz hoch her, denn Margit Selb brachte ihre Botschaft unter das Volk.

    Die langjährige Vorsitzende des 1. Carneval-Clubs Rot-Weiß ist stets aktiv, wenn es um wertvolles Brauchtum, Humor und Witz geht – daher hat sie sich am Kerwemontag bereit erklärt, eine Kerweredd zu halten, nachdem die traditionelle Kerweredd am Gasthaus „Zur Krone” bereits am Sonntag gehalten wurde. „Der Kerwemontag ist der höchste Feiertag in Lampertheim, an diesem muss einfach eine Kerweredd gehalten werden. Es ist wichtig, dass die Tradition bewahrt und erhalten wird”, waren sich Margit Selb und Familie Steinmetz einig. Und so begeisterte Margit Selb mit einer kurzen, aber dafür um so knackigeren Rede, bei der die Zuhörer mehr als einmal spontan Applaus spendeten und mit ihren Lachern Unterstützung signalisierten. Auch Bürgermeister Gottfried Störmer, Spargelkönigin Christin I., Kulturfachbereichsleiter Rolf  Hecher und viele weitere Zuschauer spitzen aufmerksam die Ohren. Mehrere Kerweborscht an Margit Selbs Seite komplettierten das gut gelaunte Kerweteam.

    In ihrer Rede ging sie auf wichtige Ereignisse und Situationen der Spargelstadt ein, unter anderem auch auf das Schillercafé, für dessen Gebäude sie eine Wiederbelebung forderte. „Im Zentrum der Stadt, des lässt uns nit kalt, des wär in Treffpunkt für jung und fer alt, und haucht der Innenstadt, des wär doch fein, wieder Menschen, Trubel und Leben ein. Er Stadtplaner macht eich Gedanke, net nur Lambade tut eich des danke!”

    Das von der Stadt kreierte Verwaltungslogo war erwartungsgemäß ebenfalls Thema der Rede und bekam sein Fett weg: „Ich heb gemont es wär vun de Vitos-Klinik die nei Fahne. Aber unsere Stadtfarben nemmen uns in die Pflicht, und ich will eich zurufe: Vergesst des nit! Rot-Weiß des kann mer kilometerweit sehn, und des sin Farben, die uns stehen. Jetzt trinke mer oner in diesem Kreis uff die Lambada Farben Rot und Weiß!”

    Bevor Margit Selb den Kerwekranz taufte, rief sie der Menschenmenge zu: „Un jetzt wolle mer all die Gläser erheben, un der Kerwe-Montag soll leben!” Zum Abschluss erklang das Lampertheimer Lied aus dem Akkordeon und es wurde ein besondrer Geburtstagsgruß ausgerufen, bevor die versammelten Lampertheimer in geselliger Atmosphäre weiter Kerwe feierten. Benjamin Kloos

     

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