Di., 08. November 2016, 12:43 Uhr
Gemeinsamer Ausbildungsabend der Hilfsorganisationen des Kreis Bergstrasse
Marschverbandsfahrt als Höhepunkt

Die Hilfsorganisationen des Kreis Bergstrasse probten den reibungslosen Ablauf. Foto: oh
KREIS BERGSTRASSE – So manch ein Bürger im Kreis Bergstraße war gestern erstaunt, als ihm ein Verband von 22 Fahrzeugen mit blauem Blinklicht entgegen kam. Dies war kein Großeinsatz, sondern ein gemeinsamer Übungsabend der Heppenheimer Hilfsorganisationen mit ihren Katastrophenschutzeinheiten und befreundeten Nachbarverbänden. Beim sogenannten „motorisierten Marsch“ (MOT-Marsch) trainierten die Katastrophenschutzeinheiten das Fahren in der Kolonne. Auch die DLRG Biblis beteiligte sich bei der Übung.
Hierbei gab es einige Regeln zu beachten. Die Helfer wurden zuvor über einzuhaltende Sicherheitsabstände und das Verhalten an einer roten Ampel aufgeklärt. Wichtig bei einem MOT Marsch ist es, dass die Kraftfahrzeuge für Fremde einheitlich gekennzeichnet sind, deshalb haben die Helfer vorher beim gemeinsamen Treffpunkt auf dem Europaplatz die Autos nach den aktuellsten Richtlinien beflaggt. Während der Fahrt waren alle Autos ebenfalls durch ihr blaues Blinklicht gekennzeichnet. Mit dabei waren die Fahrzeuge der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aus den Ortsverbänden Heppenheim, Bensheim, Biblis und Lampertheim, des Malteser Hilfsdienstes (MHD) mit Autos der Ortsvereinigung Heppenheim sowie dem 1. Sanitätszug Bergstraße, des Technischen Hilfswerkes (THW) Ortsvereinigung Heppenheim, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ortsvereinigung Heppenheim und Rimbach sowie des 2. Betreuungszuges Bergstraße. Auf die mehr als 60 ehrenamtlichen Helfer wartete eine spannende Tour durch das Kreisgebiet. Nach einer langen Fahrt durch das Ried und einem Fahrerwechsel gab es einen technischen Halt auf dem Festplatz am Berliner Ring in Bensheim. Bestandteil des technischen Halts war die Ausleuchtung des gesamten Platzes, bei dem das Material der Einheiten zum Gebrauch kam. Nachdem der Platz in hellem Licht erstrahlte, nutzten die Ehrenamtlichen die Gelegenheit für ein großes, gemeinsames Gruppenbild.
„Wichtig für uns Führungskräfte der Hilfsorganisationen ist nicht nur der reibungslose Ablauf der Kolonnenfahrt, welcher im Falle eines Großeinsatzes von großer Bedeutung sein kann, sondern auch die gute Zusammenarbeit der Helfer unter den verschiedenen Organisationen“, so Daniel Böhm, der Ortsbeauftragte des MHD in Heppenheim. Deshalb wurde die Reihenfolge der Fahrzeuge während der Verbandsfahrt bunt gemischt. Zwischen den Mannschaftswägen der Organisationen fuhren auch die LKWs und Gerätewägen der Katastrophenschutzeinheiten mit. Nicht nur für die Fahrzeugführer war der Ausbildungsabend lehrreich, denn während der Fahrt konnten sich die anderen Mitfahrer mit dem Umgang mit Funkgeräten und den Regeln beim Funken vertraut machen. Vom Führungsfahrzeug aus stelle Thomas Rech allen Mitfahrern per Funk Fragen zur Technik und Ausstattung auf den jeweiligen Einsatzfahrzeugen. Der Ausbildungsabend war ein voller Erfolg und in Zukunft einmal im Jahr wiederholt werden. zg