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  • Di., 17. November 2015, 10:15 Uhr
    Informative Vortragsreihe „Jetzt wissen es alle – Medien und Mobben“ in der Mediathek der Erich Kästner-Schule

    Medien und Mobbing

    BÜRSTADT – Mobbing in den Medien ist ein Phänomen, das nicht vor den Toren der Schule endet.  Insbesondere das Cybermobbing, also das absichtliche Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen oder Belästigen anderer gewinnt mehr und mehr an Brisanz. Schulen sind nicht nur der Ort, an dem sich Täter und Opfer begegnen, sondern auch der Ort, an dem präventiv gearbeitet werden kann.

    Dieses Motto wurde am 12. November im Rahmen der zweistündigen Vortragsreihe „Jetzt wissen es alle – Medien und Mobben“ in der Mediathek der Erich Kästner-Schule thematisiert.

    Der Medienpädagoge Jan Rathje vom Institut für Medienpädagogik und Kommunikation (MuK) informierte die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassenstufe des Realschulzweiges in einem beeindruckenden zweistündigen Vortrag zuerst über die Wirklichkeit und die in den Medien inszenierte Wirklichkeit. Er belegte seine Thesen mit anschaulichen Beispielen aus Fernsehen und Internet.  So seien nach Rathjes Ansicht gerade solche Formate betroffen, die vorgeben, spontan und damit besonders real zu sein. So werde beispielsweise „Berlin Tag und Nacht“ vor allem im rheinischen Köln gedreht. Ein anderes Beispiel seien die kurzweiligen Ausraster von Dieter Bohlen, die alle im Vorfeld wortwörtlich notiert werden. Sich dessen bewusst zu machen, sei ein Teil von Medienkompetenz, so Rathje weiter.

    Zum Thema gehöre aber auch, sich intensiv mit den Regeln, auch besser bekannt als  Geschäftsbedingungen, von sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen. So trete man beispielsweise durch den Upload eines Fotos auf Facebook automatisch seine Rechte am Bild dem Konzern ab. Und selbst verschlüsselte Programme, die dem Nutzer vorgeben, anonym im Internet zu surfen, könnten innerhalb weniger Minuten entschlüsselt werden.

    Daher riet Rathje den Jugendlichen, Mitteilungen nie mit fremden Personen auszutauschen und auch niemals private Dinge und Geheimnisse im Internet preiszugeben, geschweige denn, seine Mitmenschen zu beleidigen oder zu bedrohen. Stattdessen sollten sie bei drohenden Gefahren oder in Fällen von Cybermobbing den Mut aufbringen, sich an Vertrauenspersonen und ggf. an die Polizei wenden, um sich Hilfe zu suchen.

    Rathjes Schlussworte richteten einen Appell an die Jugendlichen, selbst aktiv und kreativ Medien und Plattformen wie youtube für ihre Zwecke zu nutzen. Dadurch erreiche man nach Meinung des Medienpädagogen wirkliche Medienkompetenz. zg

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