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  • Mi., 09. September 2020, 10:48 Uhr
    SPD LAMPERTHEIM: Wahlprogramm und Kandidatenliste der Sozialdemokraten für die Kommunalwahl steht

    „Mehr als wir getan haben, haben wir zu tun“

    Die SPD geht mit Marius Schmidt an der Spitze der Kandidatenliste in den Kampf um Stimmen bei der Kommunalwahl. Foto: Eva Wiegand


    LAMPERTHEIM – Heute gelte es in die Zukunft zu schauen, machte der SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jens Klinger gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung der Lampertheimer Sozialdemokraten deutlich und bezog sich damit auf die vergangenen Tage, in denen sich offenbarte, dass es für eine weitere Amtszeit Klinglers als Ersten Stadtrat keine sichere Mehrheit geben wird. Somit übergab er das Wort auch gleich an den Fraktionsvorsitzenden Marius Schmidt, der den Genossen das Wahlprogramm vorstellte. Der unbedingte Einsatz für die eigenen Heimatstadt sei es, was die Sozialdemokraten dieser Stadt antreibe. „Das Finden von Lösungen für bestehende Probleme und der unbedingte Wille zum Fortschritt, aber auch das Kümmern um jene, die in einer temporeichen Welt links und rechts des Weges liegengelassen werden, das ist das, was die SPD Lampertheim auszeichnet“, erklärte der Fraktionsvorsitzende und führte zahlreiche Beispiele von sozialem Wohnungsbau, der Schaffung von Kita-Plätzen, dem Ausbau des Rad- und Wegenetzes bis zur Eröffnung einer Mobilitätszentrale und einigem mehr auf, was die SPD in den letzten fünf Jahren geleistet habe. „Doch wer die SPD und auch uns von der Programmkommission kennt, der weiß, dass wir es dabei nicht belassen werden. Mehr als wir getan haben, haben wir zu tun“, betonte Schmidt. Inhaltliche Schwerpunkte des 37-seitigen und online verfügbaren Papiers sind neben der Schaffung einer neuen KiTa und einer neuen Kinderkrippe in der Kernstadt auch die Schaffung von Familienzentren, sowie das Voranbringen von Sport, Freizeit und Kultur. Die Vereinsförderung wolle die SPD in ihrer Struktur beibehalten. Weitere Schwerpunkte sind der beantragte Sportstättenentwicklungsplan, nach wie vor der soziale Wohnungsbau, die Stadtentwicklung, die wieder Fahrt aufnehmen müsse, sowie die Mobilität. Dazu zähle allerdings nicht nur der Bus, der um die Ecke fährt. „Mobilität ist eben auch, wenn wir Bordsteine so abflachen, dass Personen mit Rollator und Kinderwagen darüber kommen“, führte Schmidt weiter aus. Außerdem wolle die SPD eine Rufbussystem einführen, das individuell buchbar sei. Mit dem neuen Förderprogramm „klimafreundliches Lampertheim“ wiederum will die SPD Förderanreize für blühende Gärten, Fassaden und mehr Photovoltaik auf den Dächern sorgen. Herzstück der zukünftigen Klimapolitik der SPD soll ein Klimaschutzkonzept werden, mit dem zukünftige Maßnahmen gesammelt dargestellt und umgesetzt werden sollen. Auch der Erhalt des Altrheins als Lebensader für Artenvielfalt und Freizeitqualität sowie die Ablehnung der Variante C für die Bahnneubaustrecke, erwähnte Schmidt als weitere Punkte des Wahlprogramms. Schließlich machte Schmidt deutlich: „Sozialdemokrat zu sein heißt, eine Gesellschaftsordnung zu wollen, in der für jeden gesorgt ist und in der jeder eine Stimme hat.“ Deshalb sei die SPD für alle da, kämpfe für Demokratie und Toleranz, höre zu und nehme ernst. 

    Die anwesenden 40 Mitglieder stimmten für das vorgelegte 37-seitige Wahlprogramm. Auch für die mit 47 Kandidaten ausgestattete Liste gab es die Zustimmung von 39 Mitgliedern. Eva Wiegand

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