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  • Mi., 11. April 2018, 11:05 Uhr
    DGB Lampertheim-Bürstadt: Verteilungsfrage endlich offensiv angehen

    Mehr Druck für soziale Gerechtigkeit

    LAMPERTHEIM/BÜRSTADT – Der Ortsverband Lampertheim-Bürstadt des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) spricht sich mit Nachdruck dafür aus, die Verteilungsfrage offensiv anzugehen: „Einkommen und Vermögen sind in Deutschland extrem ungerecht verteilt. Die Reichen und Superreichen werden immer reicher, während gleichzeitig der Mittelstand schrumpft und immer mehr Menschen in Armut leben oder von Armut bedroht sind“, betonte Vorstandsmitglied Norbert Fuchs (IG Metall) auf der jüngsten Sitzung des DGB Lampertheim-Bürstadt. „Für die Gewerkschaften ist die Verteilungsfrage die zentrale politische Frage - und diese Frage muss endlich offensiv angegangen werden. Dazu gehört auch die Bekämpfung von Steuerhinterziehung. Die gigantischen Summen, die Jahr für Jahr hinterzogen werden, fehlen für Bildung, Soziales, im Gesundheitswesen sowie für Umwelt- und Klimaschutz“.
    Ein zentrales Thema der Sitzung waren die laufenden Tarifrunden. Der DGB Lampertheim-Bürstadt erklärt sich mit den Tarifforderungen der Gewerkschaften ver.di und IG BAU und den Streikaktionen ausdrücklich solidarisch. Die Vorstandsmitglieder Serdar Canoglu und Philipp Weber (beide ver.di) unterstrichen: „Die gewerkschaftlichen Forderungen sind vollauf berechtigt. Die Beschäftigten haben deutliche Lohnerhöhungen verdient. Das ist gerecht, gut für die Binnennachfrage und stabilisiert die Konjunktur“.
    DGB-Regionssekretär Horst Raupp (Darmstadt) machte deutlich: „Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Geld ist genug da, mehr als jemals zuvor - aber die Verteilung stimmt nicht“. Und genau hier müsse angesetzt werden: „Die vielfältigen sozialen und ökologischen Probleme und Herausforderungen werden nicht dadurch gelöst, dass der Staat auf Einnahmen verzichtet und Konzerne und Superreiche immer reicher werden“. Die Politik müsse endlich für Steuergerechtigkeit sorgen und Konzerngewinne, Spitzeneinkommen, große Vermögen und reiche Erbschaften endlich angemessen zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben heranziehen. Zudem müssten Steuerhinterziehung und die Verlagerung von Gewinnen in Steueroasen entschlossen bekämpft und wirkungsvoll unterbunden werden. „Nur so können Bund, Länder, Städte und Gemeinden in wichtige Zukunftsaufgaben investieren und ihre Aufgaben im Interesse der Bürgerinnen und Bürger erfüllen“, betonte Raupp. „Steuern sind zum Steuern da“.
    Der Vorstand des DGB Lampertheim-Bürstadt hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Mitglieder in die aktive Arbeit einzubinden. Alle Gewerkschaftsmitglieder in Lampertheim und Bürstadt sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen: „Für die Durchsetzung von sozialer Gerechtigkeit sind starke Gewerkschaften und ein starker DGB unverzichtbar. Der notwendige Politikwechsel braucht breiten Druck von unten“. Kontakt und Infos gibt es per E-Mail unter DGB.Lampertheim-Buerstadt@web.de zg
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