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  • Mo., 01. Februar 2016, 10:47 Uhr
    SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel bei GS Wärmesysteme - „Der Besuch wird mir in Erinnerung bleiben“

    Mehr Sonnenenergie, intelligente Nutzung und Speicher

    Beim Besuch des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Hessischen Landtag und Landesvorsitzenden der Sozialdemokraten Thorsten Schäfer-Gümbel (6. von links) bei GS Wärmesysteme ging es um zahlreiche Themen rund um die Sonnenenergie, Speicherung und Energie-Effizienz. Foto: Hannelore Nowacki

    Beim Besuch des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Hessischen Landtag und Landesvorsitzenden der Sozialdemokraten Thorsten Schäfer-Gümbel (6. von links) bei GS Wärmesysteme ging es um zahlreiche Themen rund um die Sonnenenergie, Speicherung und Energie-Effizienz. Foto: Hannelore Nowacki

    BÜRSTADT – Als Sonnenstadt hat sich Bürstadt schon seit Jahren einen Namen gemacht, vor allem das einst größte Solardach der Welt machte Schlagzeilen. Auch das Ehrenamt der Sonnenbotschafterin trägt dieser Einschätzung und Zielsetzung Rechnung. In ihrem Programm zur Kommunalwahl am 6. März fordert die Bürstädter SPD ein Energiekonzept für die „Solarstadt“, die sich zur „Energiestadt“ wandeln soll. Neben der Energieerzeugung geht es um Transport und Speicherung der regenerativen Energie. Nationale Energiefragen sind ein politischer Schwerpunkt von Thorsten Schäfer-Gümbel, der SPD-Fraktionsvorsitzender im Hessischen Landtag und SPD-Landesvorsitzender ist, demnach ein idealer politischer Gesprächspartner und Unterstützer in Sachen erneuerbarer Energien. Bei seinem Besuch im Kreis Bergstraße am Freitag machte Schäfer-Gümbel in Bürstadt bei der Firma GS Wärmesysteme Station, einem Unternehmen, das hier 100 und deutschlandweit 200 Mitarbeiter beschäftigt. Begleitet wurde er vom SPD-Landtagsabgeordneten Norbert Schmitt und dem SPD-Spitzenkandidaten für den Kreistag, dem Viernheimer Bürgermeister Matthias Baaß. Im großen Kreis von Bürstädter SPD-Kandidaten zur Kommunal- und Kreistagswahl befragte der Politiker Schäfer-Gümbel den Fachmann und Unternehmer für Wärmesysteme und Haustechnik,  Geschäftsführer Diplom-Ingenieur Harald Ofenloch, insbesondere zum Thema Energie-Effizienz im Altbau und Speicherung. Auch Bürgermeisterin Barbara Schader, Wirtschaftsförderer Timo Lux von der Stadtverwaltung und Lokalpolitiker aus Lampertheim waren gekommen. Geschäftsführer Ofenloch erklärte dem Besucher aus Wiesbaden zunächst, dass sein mittelständisches Unternehmen von der Energiewende und der Energie-Einsparverordnung (EnEV) profitiere, die Wertigkeit der Haustechnik habe auch durch den Gesetzgeber zugenommen. Außerdem sieht Ofenloch große Chancen für intelligente Energiesysteme. Seine Bitte an die Politik: Intelligente Stromzähler einführen. Eine Überraschung für den SPD-Politiker folgte – Geschäftsführer Ofenloch sagte: „Vielen Dank für alle diese Vorschriften in den letzten Jahren“. Diese Variante habe er noch nie gehört, meinte Schäfer-Gümbel, der nach dieser überraschenden Äußerung dennoch die Kaffeetasse fest in der Hand behielt. „Nach der Reform ist vor der Reform“, meinte Schäfer-Gümbel, der die Energiespeicherung als eine der großen Baustellen bezeichnete. Wohl mit  Blick auf die Wähler und Verbraucher sagte Schäfer-Gümbel: „Man kann nicht mit mehr Bürokratie punkten“. Moderne Wärmepumpen spielen eine Hauptrolle in der energiesparenden Haustechnik, doch bei der Altbausanierung sei einiges ökonomisch nicht sinnvoll, machte Ofenloch deutlich. Beim Altbau empfiehlt Ofenloch den Energieträger beizubehalten und die Heiztechnik zu erneuern. Neubauten hingegen werden komplett „eingepackt“ und mit moderner Heiz- und Lüftungstechnik gebaut. Eine kleine Solaranlage auf dem Dach rentiere sich hingegen für jeden Hausbesitzer, meinte Ofenloch, bis zu 600 Euro an Stromkosten ließen sich jährlich damit einsparen. Hingegen sei die eigene Windkraftanlage auf dem Haus nicht wirtschaftlich. In der Diskussion wurden weitere Themen erörtert wie Organisation von erneuerbaren Energien im industriellen Bereich und die Entwicklung der Elektromobilität. Franz Siegl, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament, meinte abschließend: „Die Energiewende wird sich mit diesen Themen noch viele Jahre zu beschäftigen haben“. Zehn Auszubildende beschäftigt das Unternehmen, um sich die Fachleute selbst heranzuziehen, erklärte Ofenloch. Ein Vorteil auch für Bürstadt, wie Bürgermeisterin Barbara Schader anmerkte. SPD-Politiker Schäfer-Gümbel verabschiedete sich mit den Worten: „Der Besuch wird mir in Erinnerung bleiben – eine sehr klare Botschaft für Regeln“. Hannelore Nowacki

    Thorsten Schäfer-Gümbel, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag und SPD-Landesvorsitzender, erörterte in Bürstadt im Rahmen des Kommunal- und Kreistagswahlkampfes Energie-Themen. Foto: Hannelore Nowacki


     

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