Mo., 17.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 30. November 2020, 21:38 Uhr
    BRANDSCHUTZ: Wärmebildkamera für Freiwillige Feuerwehr

    Menschen aus Rauch retten und Glutnester finden  

    Im Karton befand sich die neue Wärmebildkamera, eine Spende der SV Sparkassen-Versicherung an die Freiwillige Feuerwehr Groß-Rohrheim. Im Bild (von links): Rolf Schmidt, Marcus Braun, Michael Schneider mit Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Markus Steffan und Bürgermeister Rainer Bersch (im Hintergrund). Foto: Hannelore Nowacki


    GROSS-ROHRHEIM – „Die Arbeit der Feuerwehr ist nicht leicht“, sagte Bürgermeister Rainer Bersch bei der Übergabe der neuen Wärmebildkamera durch eine Abordnung der SV Sparkassen-Versicherung am Montagnachmittag vor dem Feuerwehrgerätehaus. An dem Treffen mit dem Leiter der SV-Generalagentur Michael Schneider und Kommunalbetreuer Rolf Schmidt aus Bensheim sowie dem Direktionsbevollmächtigten Marcus Braun aus Weinheim nahmen auch der Gemeindebrandinspektor Rainer Donnerstag und sein Stellvertreter Markus Steffan teil. Die Sachspende im Wert von etwa 1.600 Euro kam bei der Feuerwehrspitze gut an. Und Bürgermeister Rainer Bersch, der oberste Chef der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, ist froh über die neue Wärmebildkamera, weil eine solche Spende den Etat der Gemeinde Biblis schont. Zur gesetzlichen Grundausstattung einer Feuerwehr gehöre eine Wärmebildkamera nicht, erklärte Bersch auf Nachfrage, sei jedoch unentbehrlich. Eine größere Wärmebildkamera sei bereits vorhanden, doch eine zweite sei wichtig, erläuterte der Gemeindebrandinspektor, zum Beispiel wenn der erste Trupp in einem brennenden Haus Hilfe braucht. Das Gerät mit Ladeeinrichtung werde fest in ein Löschfahrzeug installiert. 

    Die Feuerwehren werden seit vielen Jahren mit innovativer Ausrüstung unterstützt, war zu erfahren, insgesamt eine Win-Win-Situation, machte Schneider deutlich. Denn Feuerwehr und Versicherer hätten Schutz und Rettung von Menschenleben wie auch die Gebäuderettung und Verhütung von Schäden im Blick, die Einsatzfähigkeit werde gestärkt und der Haushalt der versicherten Kommune entlastet. Bis 2023 wolle die SV Sparkassen-Versicherung, die einen eigenen Geschäftsbereich Feuerwehr habe, mehr als 800 versicherte Kommunen mit einer kostenlosen Wärmebildkamera ausstatten. Diese Feuerwehrförderung werde etwa 1,30 Millionen Euro kosten. Was die Wärmebildkamera in der Brandbekämpfung leistet, weiß die Feuerwehrspitze in Groß-Rohrheim zu schätzen. Wo mit bloßem Augen in einem verrauchten Raum nichts mehr zu sehen ist, verwandle eine Wärmebildkamera die Infrarotstrahlung, die von einer Wärmequelle ausgeht, in ein sichtbares Bild um. Hilfreich sei das Gerät zur Lagebeurteilung und auch bei Verkehrsunfällen, wenn zum Beispiel festzustellen ist, ob es einen Beifahrer gab, der im Schockzustand das Auto verlassen hat. Dann erkennt die Wärmebildkamera, ob der Beifahrersitz belegt war. Ein weiteres Beispiel aus der Praxis steuerten die beiden Feuerwehrleute bei. Beim Brand von Strohballen wie im vergangenen Sommer könne eine Wärmebildkamera erkennen, ob es im gelöschten Strohballen noch Glutnester gibt. Die drei Herren von der Sparkassen-Versicherung hatten noch weitere Übergabetermine vor sich und verließen Groß-Rohrheim in Richtung Odenwald. Hannelore Nowacki

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Groß-Rohrheim
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2