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  • Sa., 08. Februar 2020, 14:35 Uhr
    Kunst für die Seele von Silke Gerbershagen / Bildergalerie im Haus am Römer

    „Menschen – Begegnungen – Veränderungen“

    Bis zum 22. April sind die Werke von Silke Gerbershagen im Haus am Römer zu sehen. Foto: Nadine Schütz


    LAMPERTHEIM – Seit genau 14 Jahren gibt es nun die Reihe „Bildkultur“, die mit vier bis fünf Ausstellungen pro Jahr eindrucksvoll das Schaffen der lokalen bildenden Künstler dokumentiert. Mit Unterstützung der Volkshochschule Lampertheim präsentiert der Fachbereich 40 „Bildung, Kultur und Ehrenamt“ seit Freitag unter dem Namen „Galerie im Haus am Römer“ in der bereits 65. Ausstellung die Werke der Künstlerin Silke Gerbershagen aus Edenkoben in der Südpfalz mit dem Titel „Menschen – Begegnungen – Veränderungen“.

    Sie sei Ende 2016 in eine tiefe Depression gefallen, berichtete Gerbershagen von sich bei der Vernissage am Freitag. Einer Eingebung folgend, habe sie angefangen zu Malen – ganz intuitiv. Die Bilder, die entstanden, seien Ausdruck ihres Seelenlebens und sie habe schnell gemerkt: „Malerei beginnt dort, wo Worte nicht mehr reichen.“ Ihre Seele war blockiert gewesen. Die Malerei befreie, lenke ab und helfe, das eigene Wertgefühl wiederzufinden. In diesem Zusammenhang zitierte sie Pablo Picasso, der einst gesagt hatte: „Kunst wischt den Staub von der Seele!“

    Ihre Motive findet die Künstlerin in Erlebnissen und Begegnungen – auch in denen mit ihrer besten Freundin, der sie so viel zu verdanken habe. Das erklärt die Vielzahl an Kunstwerken auf denen Menschen dargestellt werden. „Hinter fast jedem Bild steckt eine Emotion und eine Geschichte“, erklärte Gerbershagen, die in abstrakter Weise sowohl mit Acryl als auch mit Öl arbeitet. Ob gespachtelt, getupft, mit den Händen oder dem Pinsel – der Auftakt eines Gemäldes beginnt mit Schwarz. Danach entsteht die Struktur und schließlich bekommt das ganze Farbe. Dabei bevorzuge die Edenkobenerin Türkis, denn das sei die Farbe der Seele und helfe gegen Depressionen.

    Silke Gerbershagen lud im Abschluss ihrer kleinen Ansprache die Gäste ein, die Bilder mit einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. „Traut euch hinein, in eine eigene Bilderwelt!“, motivierte sie ihr Publikum, das eigene Seelenleben in Zusammenhang mit Ihren Werken wirken zu lassen.

    Die Möglichkeit, dies nachzuholen besteht noch bis zum 22. April. Bis dahin sind die Werke zu den bekannten Öffnungszeiten im Haus am Römer zu besichtigen. Nadine Schütz

     

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