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  • Fr., 02. August 2019, 09:23 Uhr
    „Kunst im Rathaus“ – Fotos von Thomas Detzner auf Leinwand

    Menschen und Tiere im Spiel von Licht und Schatten

    Bürgermeister Felix Kusicka (rechts) wird nun über mehrere Wochen Gelegenheit haben, die Fotografien im Rathaus auf sich wirken zu lassen. Eine Aussicht, die ihm Freude macht, wie er bei der Begrüßung des Fotografen Thomas Detzner erkennen ließ. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Auf schwarzer Leinwand scheinen die Fotografien zu leuchten, schöne Frauen und Aufnahmen interessanter Männer sind im Rathausfoyer zu sehen. Ein paar Stufen weiter fällt der Blick auf Naturbilder, die zeigen, dass der Fotograf auch den Tieren in die Seele schaut. Anrührend das Bild mit dem kleinen Eisbären, während die beiden Wölfe die Rollen zu vertauschen scheinen und den Betrachter beobachten. Alle Fotos, Werke der letzten zehn Jahre, sind auf Leinwand im Format 50 x 75 Zentimeter mit einem schmalen weißen Rahmen gedruckt – das Wesentliche kommt in den Blick. In der Reihe „Kunst im Rathaus“ feierte eine große Fangemeinde des Fotokünstlers Thomas Detzner am Mittwochnachmittag die Ausstellungseröffnung mit ihm im Rathausfoyer. Namhafte Fotografen seien angereist, sogar von weit her, teilte Detzner den Zuhörern in seiner Vorstellungsrede mit, eine Information für alle bei der Vernissage, die sich untereinander nicht kannten. Bürgermeister Felix Kusicka begrüßte als Hausherr den Künstler und die Gäste mit einer kleinen Ansprache. „Genießen Sie die Bilder“, sagte Kusicka, es lohne sich die Ausstellung mit insgesamt über 30 Exponaten vom Erdgeschoss bis ins Obergeschoss zu besuchen. Er selbst zeigte sich von der Wirkung des Lichts fasziniert, das der Frankenthaler Fotokünstler bei seinen Motiven kreativ einzusetzen weiß. Der 62-jährige in Speyer geborene Künstler, der seit seiner Kindheit von der Fotografie begeistert ist, betreibt seine Kunst als Hobby und hat ein eigenes nicht gewerbliches Studio. Doch werde er nach 50 Berufsjahren im Jahr 2021 in den Ruhestand wechseln und ein Gewerbe anmelden, ließ er die Zuhörer wissen. „Ein schönes Hobby“ sei das Fotografieren, man könne es bis ins hohe Alter betreiben. Fast zwanzig Jahre hatte er pausiert, die Zeit der Umstellung von der analogen zur digitalen Fotografie verstreichen lassen, bis ihm sein Onkel im Jahr 2010 seine Digitalkamera zum Probieren auslieh. Seitdem fotografiere er alles, was ihm vor die Linse komme. Seiner Frau dankt er, die ihm für diese Art von Spleen und Hobby die Freiheit gebe. Über Cäcilia Georgi habe er Kontakt zu Biblis bekommen. Das eine oder andere Fotomotiv war lebendig unter den Gästen, wie der Mann mit dem schwarzen Bart. „Der ist gar nicht so schlimm wie er aussieht“, meinte Detzner spaßend. Anders als der Eindruck auf der Fotografie nahelegt, scheint dieser Mann in Wirklichkeit über ein sehr freundliches Naturell zu verfügen. Thomas Detzner ist in der Fotografenszene vielfach vernetzt, ist Mitglied in Verbänden und startete zwei Jahre nach Wiederentdeckung seiner fotografischen Leidenschaft mit der Wettbewerbsfotografie. Ehrentitel und Medaillen hat er auf nationaler und internationaler Ebene erhalten, gibt sein Wissen an Jugendliche im Deutschen Verband für Fotografie in Workshops kostenlos weiter und ist seit fünf Jahren als Juror bei in- und ausländischen Wettbewerben gefragt. Im „Un-Ruhestand“ plant Detzner sein Wissen um die Fotografie auch an Fotografen in Workshops, im Studio wie auch im Freien, und bei Workshop-Reisen weiterzugeben. Die Ausstellung im Rathaus ist bis zum 11. September 2019 zu den üblichen Öffnungszeiten zu besichtigen. Hannelore Nowacki

     

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