Partyservice des Traditionsbetriebes bleibt erhalten / Neues monatliches Abholangebot mit beliebten Spezialitäten
Metzgerei Kipfstuhl in Biblis schließt zum 3. April
Sagen zum Abschied der Metzgerei „Danke” an alle Kunden: Darian Middendorf, Petra Kipfstuhl-Middendorf, Herbert Kipfstuhl, Maria Kipfstuhl, Christian Kipfstuhl und Dana Middendorf (v.l.). Foto: Benjamin Kloos
BIBLIS – „Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei”: Nach genau 50 Jahren wird der Garant für gutes Essen, das Traditionsfachgeschäft Kipfstuhl in Biblis, schließen und sagt „Danke!“ für die jahrelange Treue der Kunden. Vom 1. März 1973 bis 1. März 2023 stand – und steht nach wie vor – Familie Kipfstuhl für frische Wurst- und Fleischwaren in höchster Qualität. Zum 3. April, einen Monat nach dem 50. Jubiläum, schließen sich nun die Pforten der Metzgerei. Doch eines steht fest: Niemals geht man so ganz. Und so können sich die Kunden der Traditionsmetzgerei darüber freuen, dass diese auch künftig für Gruppen ab 15 bis 20 Personen mit dem beliebten Partyservice zur Verfügung steht.
Darüber hinaus werden einmal pro Monat – voraussichtlich am 1. Freitag im Monat mit Start am 5. Mai – die beliebtesten Spezialitäten des Familienbetriebes gegen Vorbestellung in größeren Mengen zur Abholung angeboten werden. So können unter anderem die Kaiserhaxen, Blätterteigspezialitäten, Fleischwurst, Mett, Bratwurst oder auch die köstliche mediterrane Salami sowie Dosenwurst bestellt werden. Hierzu wird eigens ein Briefkasten eingerichtet, in den die Vorbestellungen eingeworfen werden können. Familie Kipfstuhl bittet um einen rechtzeitigen Einwurf vor dem nächsten Abholtermin bis 14 Tage vorher. Denn selbstverständlich werden auch diese Bestellungen frisch zubereitet.
Gegründet wurde der Familienbetrieb durch Maria und Herbert Kipfstuhl, seit 20 Jahren führt Christian Kipfstuhl den Betrieb – der von der gesamten Familie getragen wird. Auch der 80-jährige Vater Herbert ist nach wie vor aktiv mit dabei, die nun anstehende Rente hat er sich wahrlich verdient, wie seine gesamte Familie findet.
„Wir können uns den Betrieb der Metzgerei in diesem Umfang nicht mehr leisten”, bedauert Petra Kipfstuhl-Middendorf. Von 5 bis 20 Uhr seien alle an sechs Tagen der Woche im Familienbetrieb, hinzu käme der Partyservice an Sonntagen. „Wir sind ein eingespieltes Team und arbeiten Hand in Hand. Auch mein Sohn Darian Middendorf, der gerade sein Abitur macht, undmeine Tochter Dana, die in einem Reisebüro arbeitet, helfen immer wieder mit.” Dass die Entscheidung zur Schließung schwer fällt, sieht man allen Mitgliedern des Traditionsbetriebes an – gerade nachdem bekannt wurde, dass die Metzgerei schließen wird. „Seit die Entscheidung fest steht, sind wir durch den Kundenansturm überrascht”, so Petra Kipfstuhl-Middendorf. „Wir haben einen großen Kundenstamm, aber das ist auch wichtig. Die Energiekosten und die Rohstoffpreise sind extrem gestiegen, alleine im Januar hatten wir einen Verlust von 6.000 Euro.” Dieser wurde durch Privatvermögen ausgeglichen, aber die Zahlen für Februar und März stehen noch aus. Die Preise waren bewusst nicht erhöht worden – ein Fehler, wie sich nun herausstellte. Dennoch ist Familie Kipfstuhl von ihrem Grundkonzept überzeugt: „Wir haben jeden Tag kleine Mengen produziert, denn Qualität und Frische waren und sind uns immer wichtig.
Wer auch künftig im Rahmen des Partyservice in den Genuss dieser Qualität und Frische kommen möchte, kann sich gerne per E-Mail unter info@metzgerei-kipfstuhl.de oder über die Internetseite www.metzgerei-kipfstuhl.de an das Familienunternehmen wenden oder das neue Angebot des monatlichen Abholservice gegen Vorbestellung nutzen. Benjamin Kloos