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Fr., 29. Juni 2018, 10:32 Uhr
Richtfest gesellig mit König Fußball gefeiert
MEWOLA-Mehrgenerationenhaus im ersten Quartal nächsten Jahres bezugsfertig
Das Richtfest stand im Zeichen der Fußball-WM, die für die deutsche Nationalmannschaft nicht gut endete. Als erfolgreiches Projekt mit 25 verkauften oder vermieteten gilt der Baugemeinschaft das Mehrgenerationenhaus auf dem Martin-Luther-Platz schon jetzt. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Sommer, blauer Himmel und gute Stimmung, das alles passte perfekt zum Richtfest, das die MEWOLA-Vereinsmitglieder und Mitglieder der Baugemeinschaft gemeinsam mit den Bauhandwerkern und zukünftigen Nachbarn am Mittwochnachmittag feierten. Im Innenhof, der den Bewohnern des Mehrgenerationenhauses auf dem Martin-Luther-Platz nach Fertigstellung für gesellige Aktivitäten zur Verfügung stehen wird, konnte das vergnügliche Beisammensein erfolgreich geprobt werden, andere Richtfestbesucher zog es zur WM-Übertragung der deutschen Nationalmannschaft gegen Südkorea in einen Erdgeschossraum, wie der gesamte Gebäudekomplex im Rohbau noch ohne Fenster und Türen. Bürgermeister Gottfried Störmer und der Stadtverordnete Helmut Hummel (FDP) waren zur Feier gekommen sowie junge Leute von der Martin-Luther-Gemeinde und Familien. Die Bürgerstiftung, die 2012 den Anstoß zu diesem Mehrgenerationenprojekt gab, repräsentierte Vorstandsmitglied Elzbieta Liermann. In der Halbzeitpause dann das Richtfest – hoch oben flatterten die bunten Bänder des Richtkranzes heftig im Wind. Johann Kremser sprach in seiner Rede von der ersten Idee im Jahr 2012 für ein Mehrgenerationenhaus in Lampertheim, vom ersten Spatenstich 2017, dankte den Handwerkern für ihre Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass man in Zukunft gute Nachbarn bleiben werde. „Richtig zufrieden sind wir erst, wenn wir die Einweihung feiern“, sagte Kremser der Zuschauerrunde, die dann den Blick nach oben zum Gerüst richtete, wo Polier Peter Ritschar von der Mannheimer Baufirma OBG nach altem Brauch seine heitere Rede zum Mehrgenerationenhaus hielt, von Bauleiter Jörg Krupstedt immer wieder mit frisch gefülltem Glas versorgt. Zum Schluss zerschellte dieses auf dem Betonboden des Innenhofs, nach alter Sitte, wie schon im Mittelalter üblich, vom Polier lustvoll hinabgeworfen. Die Zuschauer spendeten reichlich Applaus, von den Fernsehzuschauern war angesichts der Leistungen auf dem Spielfeld jedoch kein Jubel zu hören. Gefeiert wurde mit heißer Wurst, frischen Salaten und leckerem Streuselkuchen, dazu Kaffee und Bier, so war jedenfalls auf kulinarischem Gebiet die Welt in Ordnung. MEWOLA-Vereinsvorsitzender Frank-Rüdiger Kirschner zeigte sich im Gespräch mit der Presse begeistert von diesem „tollen Projekt“ mit 28 Wohnungen, die zwischen 50 und 130 Quadratmeter Wohnfläche haben. 25 Wohnungen sind verkauft und vermietet. Nach seiner Kenntnis werden zwanzig Wohnungen von den Eigentümern selbst bewohnt werden. Das Alter der Bewohner liege zwischen 23 und 80 Jahren. In die drei restlichen Wohnungen könnten Familien einziehen, die an diesem besonderen gemeinschaftlichen Zusammenleben im Mehrgenerationenhaus interessiert sind. Auf dem Flachdach werden Sonnenkollektoren installiert, das Haus werde energieeffizient betrieben. Nur am Rande schnitt Kirschner die bewegte und oft kontroverse Vorgeschichte des Projekts an. Wie von den beiden ehrenamtlichen Geschäftsbesorgern der Baugemeinschaft, Johann Kremser und Monika Bauer-Herzog, zu erfahren war, suchen sie alternativ einen Investor, der in diesen noch nicht verkauften oder vermieteten Räumlichkeiten eine Senioren-Pflegegemeinschaft betreiben will. Beide freuen sich schon die Fertigstellung, die im ersten Quartal 2019 geplant sei, um dann selbst eine Wohnung zu beziehen. Hannelore Nowacki