Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » MIL und Gäste brachten die Biedensand-Bäder „zum Beben“
Di., 03. September 2019, 08:42 Uhr
„Rock und Pop am See“ mit hochkarätigen Gastmusikern und neuem Konzept am Lampertheimer Badesee / Partystimmung pur beim 8. Open-Air
MIL und Gäste brachten die Biedensand-Bäder „zum Beben“
Gastsängerin Lisbania Perez aus Dominiko-Haiti versetzte das Publikum mit karibischen Rhythmen in Feierlaune. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Ein musikalisches Event der Superlative boten die Musiker der MIL (Musiker Initiative Lampertheim) am vergangenen Samstag dem Publikum am Badesee der Biedensand-Bäder gemeinsam mit hochkarätigen Gastmusikern, die in verschiedenen Bands und Projekten zum Teil deutschlandweit unterwegs sind. „Ganz groß“ sollte es werden; damit versprachen die Projektbeauftragten im Vorfeld nicht zu viel, denn es war in der Tat ein musikalisches Highlight, das die Erfolge der bisherigen Open-Air-Veranstaltungen tatsächlich nochmals übertraf. Den Gästen wurde in einem vierstündigen Programm beste Unterhaltung geboten. Die vielfältige Rock- und Popmusik lockte mehr als 600 Gäste von nah und fern an den Lampertheimer Badesee zum Mitfeiern, Singen und Tanzen. Die Musiker heizten dem Publikum ordentlich ein und brachten die Badesee-Wiese regelrecht zum Beben.
Das neue Konzept in diesem Jahr ging absolut auf: Die MIL-Mitglieder Helmut Wehe und Thomas Wörner zeichneten sich für den ersten Teil des Programms verantwortlich, der durch Popmusik im weitesten Sinne geprägt war, während Barbara Boll gemeinsam mit Matthias Klöpsch den zweiten „rockigen“ Teil des Festivals gestalteten. Das Gesamtprogramm floss ineinander über. Als Besonderheit waren in diesem Jahr gleich zwei Schlagzeuger im Einsatz, ebenso waren drei Bläser unter den Musikern vertreten. Nach der Begrüßung durch Boll mit dem neuen Schlachtruf „ole ole, Rock und Pop am See“ ging es los bevor Gastsängerin Lisbania Perez aus Dominiko-Haiti das Publikum mit karibischen Klängen verzauberte. „Kommt mit mir nach Mexico“ feuerte sie die Gäste an und fegte über die Bühne zu Songs wie „Bidi bidi bom bom“ und bekanntenHits wie „Despacito“ oder „A la la long“. Kai Häfners Saxophoneinsätze zu „Despacito“ waren gewohntermaßen brillant. Auch sein Name ist in der Lampertheimer Musikszene inzwischen ein Begriff. Die zauberhafte Lisbania zog durch ihre sympathische mitreißende Art sowie ihre ausdrucksstarke Bühnenpräsenz die Aufmerksamkeit sofort auf sich. Zu Beginn zeigten sich die Anwesenden noch etwas zurückhaltend, was sich aber spätestens gegen Einbruch der Dunkelheit rasch änderte.
Heiko Persson begeisterte mit „I'm still standing“ oder „Saturday night's alright. In bekannter und beliebter Art und Weise fegte er über die Bühne und brachte die Musikfans zum Mittanzen und Mitsingen. Spätestens zu den Soulhits, die von Clint Grimes dargeboten wurden, stieg die Feierlaune kräftig an. Der Sänger aus Kaiserslautern ist in Lampertheim längst kein Unbekannter mehr, denn er war bereits bei dem MIL-Projekt „Soul Night“ mit von der Partie und riss die Gäste auch diesmal mit seiner Soul-Stimme und den heißen Rhythmen mit. Für Freunde italienischer Musik hatte Wehe den Eros Ramazotti-Song „Dove Che Musica“ im Gepäck. Thomas Wörner gab Westernhagens „Sexy“ zum Besten.Nach vielen weiteren bekannten fetzigen Songs, deren Texte die Gäste teilweise gerne lauthals mitsangen, verabschiedeten sich die Musiker nach „La Bamba“ von Lisbania und „Crocodile Rock“ von Matthias Klöpsch in die Pause.
MIL-Mitglied Heiko Persson verbreitete gemeinsam mit seinen musikalischen Mitstreitern Partylaune am Badesee. Foto: Sigrid Samson
Im zweiten Teil ging es rockiger zu. „Shipping Up To Boston“ von Matthias Klöpsch, „Dirty Diana“ von Barbara Boll folgten. Mit Silvana Lodato hatten die Organisatoren eine weitere hochkarätige Gastsängerin für das Open-Air gefunden. Die Ausnahmesängerin ist in zahlreichen Bands und Projekten im gesamten Umkreis unterwegs. Zu „Killing In the Name Of“ und „Personal Jesus“, die sie mit ihrer rauchigen Stimme performte, war die Partystimmung am Kochen. Thomas Wörner legte sich mit einem Song der ganz anderen Art „Du Hast“ mächtig in's Zeug und erntete ebenfalls großen Applaus.
Last but not Least fand sich auch der deutschlandweit bekannte Sascha Lien unter den prominenten Gastsängern. Lien, der unter anderem als Hauptdarsteller im Musical „We Will Rock You“ mitwirkte und durch Auftritte in Film und Fernsehen bekannt ist, lieferte auch hier eine fantastische musikalische Leistung, die von den Gästen mit riesigem Applaus und Zugaberufen belohnt wurde. Zu „Don't Stop Believing“ tanzten und feierten alle kräftig mit. Sein Auftreten erinnerte gewissermaßen an den legendären Mick Jagger.
Insgesamt fand das bunte Programm mit vielfältigen Soul- und Rocksongs beim Publikum ausgesprochen positive Resonanz.
Für das leibliche Wohl sorgte ein Essensstand des Veranstaltungsservice Boxheimer, während das Thekenteam von Herbert Kunzmann die Gäste mit Getränken versorgte. Zu späterer Stunde fanden sich neben dem bereits anwesenden Kulturamtsleiter Rolf Hecher auch Bürgermeister Gottfried Störmer und Erster Stadtrat Jens Klingler, Leiter der Biedensand-Bäder, auf der Festwiese ein. Boll dankte ihnen für die großartige Unterstützung. DLRG und DRK-Bedienstete waren ebenfalls anwesend, um den Badebetrieb zu überwachen und für Notfälle, die glücklicherweise nicht eintrafen, bereitzustehen. Baden war den gesamten Abend über für alle Anwesenden erlaubt.
Ohne Zugabe ließ das Publikum die Musiker nicht von der Bühne und so wurde bis Mitternacht gefeiert. „Puple Rain“ schloss das Festival musikalisch ab. Auch der Wettergott meinte es gut mit den Musikern, denn das aufziehende Gewitter gegen Ende ließ noch bis eine halbe Stunde nach Veranstaltungsende auf sich warten. Sigrid Samson