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  • Fr., 31. August 2018, 09:08 Uhr
    Neuer Radfahrer-Rastplatz – gespendet mit Skulptur im Grünen 

    Mit Blick auf Kunst und in die Ferne eine Pause machen

    Dank der Spende des Vereins „Pro Hüttenfeld“ können Fahrradfahrer und natürlich auch Fußgänger, wie ausdrücklich betont wurde, an dieser schönen Stelle eine Rast einlegen. Foto: Hannelore Nowacki


    HÜTTENFELD – Am Radweg Richtung Lorsch, schön beschattet von einem großen Baum, gibt es einen Radfahrer-Rastplatz im Grünen mit Blick auf die Bergstraße und den Odenwald. Am Donnerstagvormittag wurde er feierlich mit zahlreichen Zuschauern mit und ohne Fahrrad eingeweiht - und er hat eine Vorgeschichte. Das Besondere an diesem erholsam ruhigen Ort: Eine auffällige Skulptur weist auf den Rastplatz hin, von weitem sieht man ein Fahrrad wie in der Luft schwebend. Das Kunstwerk hat Helmut Hartmann geschaffen, er wohnt in Hüttenfeld und ist selbst begeisterter Fahrradfahrer, der oft auf diesem Radweg unterwegs ist und Radwanderer antraf, die sich zum Picknick auf einer nahe gelegenen Bank niedergelassen hatten. „Wenn ich nicht Fahrrad fahre, mache ich Kunstwerke“, erzählte Hartmann. Die Strecke sei beliebt, weiß er von Radwanderern, man kommt von Darmstadt über Lorsch und fährt über Hüttenfeld weiter nach Weinheim, Ladenburg und Heidelberg ins Neckartal. Hier fehlt ein Rastplatz mit Tisch, war sein Gedanke. In Lampertheim habe es zunächst niemand geglaubt, dass hier an der Lorscher Straße am Friedhof reger Fahrradverkehr stattfindet, erzählte der Künstler. Beim Verein „Pro Hüttenfeld“ und bei Ortsvorsteher Karl Heinz Berg fand er offene Ohren. Der Verein spendierte die beiden Bänke und den Tisch, Mitarbeiter der Technischen Dienste der Stadt Lampertheim sorgten am passenden Platz für die solide Verankerung der Sitzgruppe und des Kunstwerks. Bürgermeister Gottfried Störmer sprach in seiner Einweihungsrede von einer neuen Attraktion für Hüttenfeld und von der zunehmenden Bedeutung des Fahrradfahrens nicht nur als Freizeitvergnügen, sondern als ganz normales Verkehrsmittel für die Fahrt zur Arbeit. „Die Fahrradfahrer sind im Vormarsch“. Im Besonderen hob Störmer das bürgerschaftliche Engagement des Vereins „Pro Hüttenfeld“ hervor, der Tisch und Bänke mit seiner großzügigen Spende ermöglicht habe. Carmen Gaab-Edinger, Vorsitzende von „Pro Hüttenfeld“, dankte der Stadt Lampertheim und den Gärtnern des Waldfriedhofs für ihre Unterstützung. Ganz bewusst sei kein Papierkorb in der unmittelbaren  Nähe aufgestellt worden, erklärte sie, das wäre in der Wärme unangenehm. „Ein sehenswertes Projekt, ein Blickfang“ nannte Ortsvorsteher Berg den Radfahrer-Rastplatz an dieser Stelle, die mit der Leiterin der Technischen Betriebsdienste Sabine Vilgis ausgesucht worden sei. Im Gespräch mit dem TIP erzählte Berg von vielen weiteren Ideen für Hüttenfeld. Er denke an Projekte, die nicht viel kosten, aber sich innerhalb weniger Monate umsetzen lassen wie zum Beispiel Wildblumensamen aussäen. Am 5. September habe er die Bürger zu einem zweiten Treffen eingeladen. Vor zwei Jahren habe Hüttenfeld beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 300 Euro gewonnen, davon stehen noch hundert Euro zur Verfügung. Zur Feier des Tages hatte Skulpturenkünstler Hartmann einen selbst gebauten Fahrradfahrer am Kopfende des Tisches platziert, ein Bierglas haltend und mit einem ganz besonderen gelben Trikot bekleidet. „Das Trikot war schon in allen Lampertheimer Partnerstädten außer Adria“, berichtete er, bei einer Fahrradtour von 1.300 Kilometern in zehn Tagen mit bis zu 75 Radfahrern. Hannelore Nowacki

     

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