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  • Do., 25. August 2016, 22:21 Uhr
    4. Westernturnier beim Reit- und Fahrverein mit 112 Reitern und Pferden

    Mit Cowboy-Hut im ruhigen Schritt, beim Reining auch rasant

    Auf Harmonie zwischen Reiter und Pferd kommt es beim Westernreiten an, denn beide haben ihren Anteil an der schweren Arbeit, die Rinderherde ins Gatter zu bringen. So war es einst im „Wilden Westen“, beim 4. Bibliser Westernturnier waren die Rinder nur imaginär präsent. Foto: Hannelore Nowacki


    BIBLIS – Die Weite der Prärie lässt dem Blick viel Raum, der Horizont liegt entfernter als sonst irgendwo auf der Welt. In der untergehenden Sonne zeichnet sich eine Staubwolke ab – der Cowboy und sein Pferd beeilen sich, die Rinderherde einzuholen. Die Hufe trommeln einen schnellen Takt auf den trockenen Boden. Im Wilden Westen mag es so gewesen sein, beim 4. Westernturnier beim Reit- und Fahrverein in Biblis am vergangenen Wochenende waren die Cowboy-Hüte ein gern genutztes Accessoire der Reiter und Reiterinnen, doch beim Zuschauen fiel eine eher besinnliche Ruhe auf. In fünf Leistungsklassen gingen die insgesamt 112 Reiter mit ihren Pferden an den Start, in Disziplinen, die dem Alltag von Pferd und Reiter in jener fernen Zeit des Wilden Westens ähneln. Beim „Trail“ hatte das Pferd die Aufgabe, seine Schritte genau zwischen Hölzern im Sand des Springplatzes zu platzieren, ein großes Rechteck war für die Prüfungen abgesteckt, wie man es vom Dressurreiten kennt. Am Schluss der Prüfung schob das Pferd mit dem Kopf voran das nachempfundene Gattertor aus Metall auf, das die Reiterin weiter öffnete und mit dem Pferd elegant-bedächtig hindurchschritt. Ihre Arbeit hatten Ross und Reiter  nun beendet, die Rinder waren wohlbehalten im Gatter angekommen. So könnte man sich die Feierabendszene im Wilden Westen vorstellen. Nur fehlte aus praktischen Gründen auf dem Bibliser Springplatz die Rinderherde. Vereinsvorsitzender Martin Peters erklärte im Gespräch, weshalb das Turnier ohne Rinder auskommen muss. Ein Bauer hätte die Kühe zur Verfügung stellen müssen, sie müssten versorgt werden und beim Turnier wäre zu erwarten, dass die Kühe ihr ungezügeltes Temperament ausleben wollten. Auf rasante, aufregende Szenen mussten Zuschauer jedoch nicht verzichten, beim „Reining“ am Samstagnachmittag in den Leistungsklassen 3 und 4 sollte alles zu erleben sein, was der Cowboy im Wilden Westen einst zu bieten hatte. Saskia Mühlum, als Schriftführerin Mitglied des Vereinsvorstandes, freute sich auf diese Prüfungen, die in der Halle stattfanden. Hier werde der Sand hochfliegen, wenn die Pferde sich aufbäumend auf der Hinterhand durch den Hallensand rutschen und jede Menge Action bieten, wenn sie sich um 180 Grad herumwerfen. Beim „Western Pleasure“ hingegen  gehe es um die Harmonie zwischen Reiter und Pferd. Bewertet werden die Gänge des Westernpferdes, gezeigt werden alle Gangarten. Viele weitere Prüfungen waren zu sehen, die sich an den Alltag eines Arbeitspferdes auf einer Ranch anlehnen, deren Reiter umsichtig ihrer Arbeit nachgingen und dabei auch das Lasso zielsicher schwingen mussten, wie es im Turnier beim „Trail“ als Aufgabe vorkommt. Ausgerichtet wurde das Südwest-Trophy-Turnier zum vierten Mal von der „Ersten Westernreiter Union Rheinland-Pfalz“ (EWU Rheinland-Pfalz), des größten Westernreitverbandes in Deutschland, die beim Reit- und Fahrverein Biblis ideale Bedingungen vorfand. Ein paar Regenwolken trübten zwar den Himmel, aber nicht die Stimmung. Ausgelobt waren Preisgelder in moderater Höhe und Sachpreise. Als Höhepunkt war in der Mittagspause am Sonntag die Vorführung der Voltigier-Abteilung des Reit- und Fahrvereins Biblis im Programm. Hannelore Nowacki

     

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