Fr., 03. Juni 2016, 11:39 Uhr
Stadtverordnetenversammlung stimmte Zuschüssen für Uhr und Turm von St. Michael zu
Mit dem Wahrzeichen ein Zeichen setzen

Der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Michael ist bereits eingerüstet, erstrahlt aber noch in der nächtlichen Beleuchtung. Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Die Pfarrgruppe St. Michael und St. Peter hatte im April einen Antrag auf Übernahme der Kosten in Höhe von 18.483,08 Euro für die Renovierung der Turmuhranlage gestellt. Tatsächlich hat die Stadt Bürstadt in der Vergangenheit immer wieder Kosten für die Turmuhr übernommen, wie der Kämmereiamtsleiter bestätigt hatte. Auch werden die jährlichen Wartungskosten von rund 175 Euro von der Stadt getragen. In der Debatte ging es darum, ob die Stadt Bürstadt sich eine Kostenübernahme erlauben könne. CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Eberle sieht in der Pfarrkirche St. Michael „ein Wahrzeichen unserer Stadt“, das auf verliehenen Ehrentellern der Stadt Bürstadt und Kupferstichen stets präsent sei. „Wir sollten ein Zeichen setzen und zustimmen“, meinte Eberle. FDP-Fraktionsmitglied Chantal Stockmann, Neuling im Stadtparlament wie sie am Rednerpult betonte, hatte sich den Antrag angeschaut und war als Juristin zum Ergebnis gekommen: Bürstadt sei nie Eigentümerin der Turmuhranlage gewesen. Uwe Metzner, Fraktionsvorsitzender der Grünen, schloss sich der Auffassung an, dass die Turmuhr Bestandteil des Kirchturms sei, fand aber den Zuschuss „berechtigt“. „Wann wüsste man sonst, wenn es Zwölf geschlagen hat?“, gab er zu bedenken. Grünen-Fraktionsmitglied Erhard Renz meinte hingegen: „Als hochverschuldete Kommune können wir uns das nicht erlauben“. 10.000 Euro Förderung müsste reichen. Der Antrag wurde bei einer Gegenstimme von Renz angenommen. Ein weiterer Antrag der Pfarrgruppe betraf die Bezuschussung zur Renovierung des Kirchturms. Kämmereiamtsleiter Ralf Kohl hatte im Vorfeld festgestellt, dass es keine vertraglichen Verpflichtungen der Stadt gebe, in Anlehnung an die Vereinsförderrichtlinien könnten jedoch maximal 10.000 Euro als Zuschuss gewährt werden. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte bereits einstimmig seine Zustimmung gegeben. Nun stimmte auch die Stadtverordnetenversammlung zu, den Zuschuss in den Haushaltsplan 2017 einzustellen. Hannelore Nowacki