Mi., 28. September 2016, 09:44 Uhr
Junger Nordheimer Felix Berz wirft Fragen rund um das neue Angebot auf / Große Resonanz auf Video
Mit der „Mitfahrbank“ sicher und pünktlich ans Ziel?

Felix Berz wirft im Bezug auf die „Mitfahrbank“ eine weitere wesentliche Frage auf: Angenommen, man sitzt auf der Bank und wird tatsächlich zum gewünschten Ziel nach Worms, Bürstadt oder Lampertheim gebracht – wie kommt man dann zurück? Denn in allen drei Zielorten gibt es eine solche Bank nicht, bliebe nur noch das Taxi oder gezielt als Anhalter am Straßenrand auf sich aufmerksam zu machen. Zumindest solange, bis entsprechende Bänke auch in den Zielorten aufgestellt werden, eventuell sogar mit der Möglichkeit zum „Umsteigen”. Doch dies ist, wenn überhaupt, nur Zukunftsmusik.
Ein weiterer Aspekt ist die Sicherheit – nicht nur der Autofahrer, die nie genau wissen können, wen sie mitnehmen, sondern besonders auch der potentiellen Passagiere: Gerade ältere Menschen aber auch Kinder könnten hier bewusst von möglichen Verbrechern bzw. auch Pädophilen beobachtet und mitgenommen werden – eine sicherlich nicht zu unterschätzende Gefahr. „Immer wieder wird Kindern zurecht erklärt, dass sie nicht in fremde Autos steigen sollen. Diese Regel wird hier einfach außer Kraft gesetzt“, warnt der engagierte Nordheimer.
Mittlerweile wissen immer mehr Nordheimer über die Bedeutung der Mitfahrbank Bescheid – auch dank Felix Berz. Ob und wie weit diese Bank allerdings angenommen wird, steht noch in den Sternen. Wichtig wäre es aber, zumindest die Möglichkeit des Anhaltens direkt an der Bank zu ermöglichen und sich Gedanken über eine mögliche Rückreisemöglichkeit der Mitfahrer zu machen – denn aktuell macht die Bank nur sehr begrenzt Sinn, um das gewünschte Ziel schnell, pünktlich und vor allem sicher zu erreichen. Benjamin Kloos