Die SPD Bürstadt eröffnete trotz eisiger Temperaturen die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes. Foto: oh
BÜRSTADT – Vergangenen Freitag war es soweit: Gleich fünf der Kandidaten der SPD Bürstadt trotzten auf dem Marktplatz der Kälte. Luciana Catalani-Wilhelm, Stefanie Indefrey, Philipp Ofenloch, Giuseppe Batticane und Udo Bauer standen am „roten Tisch“ interessierten Bürgern Rede und Antwort zu aktuellen Fragen der Kommunalpolitik. Und nicht nur dazu. Der mitgebrachte Smokergrill erregte einiges Aufsehen und die Standbesatzung musste etliche Fragen zur Funktionsweise des schwarzen, rauchenden Ungetüms beantworten. Zudem dieser „Lokomotive“ ein köstlicher Duft nach „Pulled Pork“ entströmte. Die damit bestückten und mit Krautsalat garnierten Brötchen begeisterten dann auch die Esser.
Politisch drehte es sich immer wieder um das große Thema Straßen. Einmal plagt die Bürger der Durchgangsverkehr in Straßen, die dafür nie geplant waren und die langen Schlangen vor den beiden Bahnübergängen. Vor allem aber quält viele Hauseigner die Sorge vor der „grundhaften Erneuerung“ ihrer Straße. Eigentlich sollte man sich ja freuen, wenn aus der Schlaglochpiste vor der Haustüre ein glattes Asphaltband wird, aber, so ein älterer Herr: „Wie soll denn ich, als Rentner mit 1.200 Euro im Monat, 15- oder 20-tausend Euro locker machen, wenn die Straße gemacht wird. Ich hab‘ ja nicht mal ein Auto!“. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Zudem man das in Bürstadt praktizierte Umlageverfahren durch eine reine Satzungsänderung wesentlich gerechter und geldbeutelfreundlicher gestalten könnte. Man müsste nur wollen.
An den nächsten vier Markttagen wird die SPD mit wechselndem Besatz an Kandidaten erneut mit dem roten Tisch und Smokergrill vertreten sein und bei hoffentlich milderen Temperaturen wieder Politik für die Bürger machen: Fragen zum Wahlprogramm beantworten, Erklärung des Wahlverfahrens und Besprechung aktueller Probleme. zg