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Do., 23. April 2015, 12:29 Uhr
16 Schüler und neun Schülerinnen schnupperten am Girls- und Boys Day in Berufsalltag hinein
Mit Freude klassische Männer- und Frauenberufe erforscht
Nils Baumann (r.) wurde von den Kindern der Kinderkrippe Zwergenschloss in Neuschloß begeistert aufgenommen - und hatte sichtlich Spaß am gemeinsamen Spiel mit dem Bausand. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM/NEUSCHLOSS - Am Donnerstag fand der bundesweite Girls- und Boys Day statt, an dem Jungen und Mädchen in Frauen- bzw. Männerberufe hinein schnuppern konnten. Auch die Stadt Lampertheim bot Schülern zum wiederholten Mal die Gelegenheit, sich für bestimmte Berufe zu interessieren - vom Kindergarten über die Biedensandbäder und die Stadtbücherei bis zu den städtischen Gärtnern und Schreinern. Neun Schülerinnen und 16 Schüler nutzten diese Chance und gingen direkt in den Berufsalltag mit hinein. Sonja Niederhöfer, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lampertheim, hatte diesen Tag in der Spargelstadt organisiert und die Kinder von der Begrüßung bis zur Abschlussbesprechung begleitet.
Seit 2005 bietet die Stadt Lampertheim den Girls Day an, seit 2011 auch den Boys Day - mit wachsendem Erfolg, denn in diesem Jahr nahmen so viele Jungen das Angebot wahr wie noch nie. Bei den Mädchen hingegen schwanken die Zahlen, hier gab es 2007 den Rekord mit 29 Teilnehmerinnen. Während die Jungen in der Stadtbücherei sowie in verschiedenen kommunalen Kindergärten und Krippen von Hofheim über Rosengarten und der Kernstadt bis Neuschloß unterwegs waren, sammelten die Mädchen Erfahrungen bei den Schreinern, Malern und Gärtnern sowie im Schwimmbad.
In einen sogenannten typischen Frauenberuf nahm Nils Baumann Einblick. Der zwölfjährige Schüler, der normalerweise die erstmals teilnehmende Biedensandschule besucht, wagte den Ausflug in die Kinderkrippe Zwergenschloss in Neuschloß, um in den Beruf des Erziehers hinein zu schnuppern. Dabei wurde er von den Kindern begeistert aufgenommen, und auch ihm selbst war der Spaß und die Freude an diesem besonderen Vormittag anzusehen.
„Nils war sehr motiviert, er war sogar eine halbe Stunde vor dem eigentlichen Beginn um 8 Uhr hier", freute sich Carmen Effenberger, Leiterin der Krippe. „Neben dem spielerischen Alltag am Vormittag erlebt er auch noch die Mittagessensitutation mit, bevor sein Tag bei uns endet - und er hoffentlich viele positiven Erfahrungen mitnimmt."
„Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich jetzt weiß, das ich später beruflich nicht in diese Richtung gehen möchte," berichtete Nils von seinen ersten Erfahrungen, während der mit den Kindern im besonders gut formbaren Bausand spielte.
Und genau dies ist der Sinn des Girls und Boys Day, mit Spaß und Interesse in Berufe schauen zu können, auch wenn diese dann vielleicht doch nicht passen. Insgesamt waren alle Schüler mit viel Freude und Begeisterung bei der Sache und lernten viel Wissenswertes aus den jeweils typischen Männer- und Frauenberufen. Benjamin Kloos