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So., 31. Mai 2015, 13:25 Uhr
Urkunde, Foto und Schatz gab es für die erfolgreichen Ritterspiele
Mittelalterflair in der städtischen Kita Hofheim
Zu jeder vollen Stunde nahmen die als Rittersleute gewandeten Großeltern Dagmar und Hartmut Ernst den Ritterschlag vor. Foto: Eva Wiegand
HOFHEIM - Ritter, Burgfräulein und Prinzessinnen bestimmten am Samstag das Bild in der städtischen Kindertagesstätte in Hofheim, denn hier wurde ein zünftiges Ritterfest gefeiert. Viele Mädchen und Jungen kamen kostümiert, aber auch einige Eltern sowie alle Erzieherinnen waren in edle Stoffe gewandet. Bereits am Eingang zeigte sich das Motto deutlich, hier machten die Besucher erst einmal in der Wechselstube Halt, denn die Leckereien „Saurippe“, „Brüstchen vom Federvieh“ sowie die „Erdapfelstäbchen“ waren auf dem Ritterfest mit Gulden zu bezahlen. Eins zu eins wurde der Euro eingetauscht, die Gulden kamen im goldenen Säcklein. Auch für das „Bohnengebräu“ und die selbstgebackenen Kuchen der Elternschaft griffen die Gäste gerne in das Säckchen. Los ging es um 12 Uhr, gegen 12.30 Uhr eröffnete dann die Kita-Leiterin Sabine Jakob das Ritterfest. „Ihr stolzen Ritter aus edlem Geschlecht, ihr Herren und eure Weiber. Es ist mir eine Freude euch und eure Kindelein zu erblicken“, begrüßte sie die zahlreichen Besucher und kündigte dann auch gleich die Rittersleute aus dem Geschlecht der Mäuse-Dinos-Raben-Krokos an, die ein Begrüßungslied vorbereitet hatten. Die Kinder der vier Kita-Gruppen eröffneten das Ritterfest mit dem Lied „Auf einem Pferd ein Ritter“ zur Melodie von „Auf einem Baum ein Kuckuck“ und sicherten sich damit die volle Aufmerksamkeit der Eltern und Großeltern. Nach der Ernennung von König Philipp und Königin Maj, ging es auch schon ans Eingemachte: Jedes Kind erhielt einen Ritterspiel-Pass, den es zu füllen galt. Bei vier verschiedenen Spielen - Bogenschießen, Beutelschwingen, Schatzsuche und Knollenlauf - bewiesen die Kinder Geschick und Geduld, dafür gab es einen Stempel. „Wer die vier Spiele abgestempelt bekommen hat, kann sich zum Ritter schlagen lassen“, berichtete Jakob. Zu jeder vollen Stunde versammelten sich deshalb die Rittersleute zum krönenden Abschluss der Ritterspiele. Für den Ritterschlag, den die Rittersleute Hartmut und Dagmar Ernst vornahmen, trat jedes Kind einzeln hervor und bekam unter großem Handgeklapper das Schwert aufgelegt. Auch nach den Ritterspielen gab es für die Kinder noch einiges zu tun. In der Werkstatt standen verschiedene Bastelmaterialien bereit. Dort konnten Schilde und Schwerter bemalt werden, außerdem gab es kleine Schatztruhen, die fantasievoll beklebt werden durften. Auch die Tombola, die mit vielen schönen Gewinnen bestückt war, lockte den Nachwuchs an. Eva Wiegand