Römergarten-Seniorenresidenz „Haus Paulus“ stellt sich vor – am 3. Juni nächster Info-Sonntag
„Mitten im Leben“
Gleich kommt der beherzte Schnitt durch das „Rote Band“: Mit der Schere in der Hand (von links): Bürgermeister Felix Kusicka, Leiterin Nicole Sälzer, Geschäftsführer Stefan Schambach und Andres Kupfer vom Pre Opening Management. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Das neu erbaute „Haus Paulus in Biblis“ fällt mit seiner sonnigen Gute-Laune-Farbgebung auf, alter Baumbestand säumt eine Seite, der Garten ist in seiner Grundstruktur bereits angelegt, bald soll es hier grünen und blühen. Vom Ess- und Aufenthaltsraum gelangt man in den Garten, wo die mobilen Bewohner und Gäste bei schönem Wetter wie am vergangenen Sonntag draußen sitzen können wie in einem Straßencafé. Wo vor anderthalb Jahren noch der unbefestigte Parkplatz vor der Riedhalle war, früher auch als Festplatz genutzt, werden ab Mitte Juni die Bewohner einziehen. Über den roten Teppich betritt man das Gebäude mit großzügigem Foyer. Das „Rote Band“ mit Schleife in der Mitte war am Sonntag gespannt worden, um sogleich gemeinsam in feierlicher Zeremonie zerschnitten zu werden. Damit war das neue „Haus Paulus“ in Biblis offiziell für den Tag der offenen Tür eröffnet. Zur Schere gegriffen hatten Bürgermeister Felix Kusicka, Leiterin Nicole Sälzer, Geschäftsführer der Römergarten Seniorenresidenzen GmbH Stefan Schambach und Andres Kupfer vom Zentralen Pre Opening Management der Römer-Seniorenresidenzen, zuständig für die Eröffnung der neuen Häuser. Bislang sind es vierzehn Häuser. Zahlreiche Besucher schlossen sich Führungen durch das neu erbaute „Haus Paulus in Biblis“ an und nahmen die Einladung zu Kaffee und Kuchen an. Auch ein Spargelsüppchen wurde gereicht. Der nächste Info-Sonntag ist am 3. Juni von 13 bis 17 Uhr. Am besten gleich den Coupon der Anzeige im TIP ausschneiden und mitnehmen. Auch zukünftige Mitarbeiter und Bewohner mit ihren Angehörigen schauten sich auf den Stockwerken um. Für 50 Bewohner aller Pflegegrade stehen freundlich eingerichtete Zimmer zur Verfügung, alle etwa 18 Quadratmeter groß, dazu ein geräumiges barrierefreies Duschbad mit WC. Vier Zimmer haben einen Balkon. Die moderne Möblierung wirkt wohnlich, doch können eigene Möbel mitgebracht werden. Im Stationsbad kann in einer absenkbaren Funktionsbadewanne ein Vollbad genommen werden. Einladend gestaltete Fahrstühle verbinden die Stockwerke. Im zweiten Obergeschoss befindet sich der ansprechende Ess- und Aufenthaltsraum für alle Bewohner, die mehr Hilfe brauchen. In den beiden gut ausgestatteten Küchen mit Geschirrspülmaschine, Mikrowelle, Herd und Backofen können die Bewohner nach Wunsch Plätzchen backen oder vielleicht Obstsalat zubereiten. Für die Servicemitarbeiter ist hier der Arbeitsbereich zur Vor- und Nachbereitung. In der hauseigenen zentralen Küche wird das Essen täglich frisch zubereitet. 40 bis 50 Mitarbeiter werden insgesamt tätig sein. Viele Menschen kennen Leiterin Nicole Sälzer bereits. „Für mich ist es ein Stück weit ein Heimspiel“, sagte Sälzer mit Blick auf ihre frühere Tätigkeit. Bürgermeister Kusicka überbrachte auch die Glückwünsche und Grüße von Rita Schramm, der Vorsitzenden der Gemeindevertretung, die sich ebenfalls ein Bild vom „Haus Paulus“ machte. Kusicka erinnerte daran, dass es vor dem Bau Widerstände gegeben habe, er nun aber froh sei, „dass wir es getan haben“, denn das „Haus Paulus“ sei ein wichtiger Baustein innerhalb „unserer Kommune“. Jeder spreche vom selbstbestimmten Leben bis ins hohe Alter, doch manchmal komme es anders als man denkt. „Früher hat die Altenpflege im Kreis der Familie stattgefunden, heute gebe es andere Lebenswege und Entwicklungen. Einwände habe es gegeben, auch mit der Frage: „Warum gehen die mit dem Bau nicht an den Friedhof oder in eine Randlage mit freien Flächen?“ Gegen eine solche Ausgrenzung stellt sich Kusicka: „Senioren gehören zu uns, sind Teil unserer Gemeinde, auf diesem ehemaligen Festplatz mitten im Leben“. Kurzzeitpflege wird im Rahmen der Belegung angeboten, was zu Beginn noch einfacher sei, meinte Geschäftsführer Schambach. Herbert Schulz, der einst im Bibliser Rathaus als Oberamtsrat tätig war und jetzt in Lampertheim wohnt, war vom neuen Haus begeistert - 14 Tage Kurzzeitpflege im Herbst hat er schon reserviert. Hannelore Nowacki