Mitten im Leben – mitten in Lampertheim: Die Sankt Andreas-Kirche feiert in diesem Jahr ihr 250. Jubiläum. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Vor 250 Jahren wurde sie geweiht – die Sankt Andreas-Kirche. Damals noch für katholische und evangelische Christen gleichermaßen. Auch nach dem 2. Weltkrieg kam diesem heiligen Ort eine wichtige ökumenische Bedeutung zu. Deshalb war es Pfarrer Christian Rauch aus der katholischen Gemeinde wichtig, den Festgottesdienst zum Jubiläum in der Ökumene zu feiern. „Ich freue mich, dass wir diesen Gottesdienst gemeinsam feiern können“, richtete er sein Wort an Pfarrerin Sabine Sauerwein von der Evangelischen Lukasgemeinde.
„Mitten im Leben“ ist das Leitwort des Jubiläums. „Wir haben diesen Titel bewusst gewählt“, so Rauch, „weil er für uns eine zentrale Bedeutung hat.“ Jesus Christus sei bei den Menschen mitten im Leben gewesen – bei den Kranken, den Feiernden, den Verschwörern, den unter Quarantäne stehenden. „Wir möchten mitten im Leben bei Ihnen sein, Sie in Ihren Lebensthemen begleiten. Wir möchten Mut machen, Danken, Gott Raum geben“, betonte der Geistliche.
„Wir feiern an diesem Wochenende auch den 1. Advent. Advent bedeutet Ankunft. Wie kann Christus bei mir ankommen, mitten in meinem Leben?“, regte Rauch seine Zuhörer an, sich im Sinne des Jubiläumsmottos mit dem eigenen Lebensstandpunkt zu beschäftigen.
Pfarrerin Sauerwein betrachtete die Ereignisse in diesem Gotteshaus. Wie viele Menschen bereits, dort gewesen sein mögen, welche Anlässe sie hingebracht habe. Und wie viele Menschen noch kommen mögen? „Viele waren vor uns, andere werden nach uns kommen, du aber, Herr, bleibst von Ewigkeit zu Ewigkeit“, erbat sie Gottes Segen für diesen Gottesdienst, für das Jubiläum und all die Menschen, die daran teilnehmen.
Beim Jubiläumsgottesdienst waren dies etwa ein Drittel Online-Besucher. Schon seit Längerem können Veranstaltungen in und um die Sankt Andreas-Kirche auf dem YouTube-Kanal „Katholische Kirche Lampertheim“ über das Internet verfolgt werden. Auch der TIP hat sich in Anbetracht der aktuellen Pandemie-Lage und dem wieder lauter werdenden Aufruf der Kontaktbeschränkung dafür entschieden, den Jubiläumsgottesdienst online zu besuchen.
Auch online konnte der Festgottesdienst zum 250jährigen Jubiläum der Sankt Andreas-Kirche verfolgt werden. Screenshot: youtube.com
Gebührender Dank galt den Sängerinnen und Sängern der Dekanatskantorei Ried und ihrer Leiterin Heike Ittmann. Sie wurden am Ende des Gottesdienstes mit einem kräftigen Applaus bedacht. Ebenso Küster Berthold Eisenbraun. „Das wäre ohne Sie so nicht möglich gewesen“, lobte Rauch Eisenbrauns Engagement im Zusammenhang mit dem Kirchenjubiläum.
Abschließend bedankte sich Rauch bei den Gottesdienstbesuchern vor Ort und online fürs Mitfeiern des Festgottesdienstes und wünschte „auch im Namen von Frau Sauerwein, meiner lieben Kollegin, dass Christi Licht mitten in Ihrem Leben aufstrahlt.“ Nadine Schütz