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  • So., 01. November 2020, 18:35 Uhr
    DLRG: Weitere Säule von der Björn Steiger Stiftung soll am Gemeindesee platziert werden 

    Moderne Notrufsäule an der Natorampe in Nordheim übergeben

    Christian Lang von der Björn Steiger Stiftung übergab die seit August installierte Notrufsäule an der letzten Natorampe in Nordheim offiziell an die DLRG. Von links: Matthias Denner Kreisvorsitzender der DLRG, Stellvertretender Vorsitzender der Ortsgruppe Biblis Daniel Hofmann, Vorsitzender Christian Schäfer und Michael Platz. Foto: Eva Wiegand


    BIBLIS – An Badeseen wurden bereits 100 Notrufsäulen von der Björn Steiger Stiftung aufgestellt, nun wurde die erste Säule am Rhein an der Natorampe in Nordheim offiziell übergeben. 25 Stück finanziert die Stiftung in jedem Bundesland im Jahr, eine Säule schlägt mit 5.000 Euro zu Buche. Bereits seit August ist die Säule an der Natorampe nun platziert und soll für Sicherheit an dem abgelegenen Ort sorgen. Denn ob es um einen Kreislaufzusammenbruch, einen Badeunfall oder gestürzte Radfahrer geht, schnelle Hilfe ist in vielen Fällen gefragt. Die autarken und solarbetriebenen Notrufsäulen sind mit dem Mobilfunknetz verbunden, mit nur einem Knopfdruck kann schnell Hilfe gerufen werden. Dabei wird der Standort der Säule automatisch per GPS an die Rettungsleitstelle übermittelt, die Kommunikation erfolgt über einen integrierten Lautsprecher und ein Mikrofon. „Viele haben ihr Handy beim Baden nicht dabei und lassen es im Auto“, meint Christian Lang von der Björn Steiger Stiftung. Außerdem sei die Hemmschwelle niedriger, den Rettungsdienst zu alarmieren, da nur schnell auf einen Knopf gedrückt werden müsse. Nicht zu vergessen, dass viele beim Anruf in der Rettungsleitstelle schlicht nicht erklären könnten, wo sie sich gerade befinden. „Ein weiteres Problem ist auch die Funknetzabdeckung“, erklärt Lang weiter, denn an abgelegenen Stellen hat man mit dem Handy oft keinen Empfang, daher mache es also durchaus Sinn, auch im Handyzeitalter, Notrufsäulen aufzustellen. Täglich wird ein Systemtest durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Notrufsäule einwandfrei funktioniert. Nach Absprache mit der DLRG Biblis ist die Wahl auf den jetzigen Standort, der hinter der Gaststätte „Zur Rheinfähre“ im Naturschutzgebiet liegt, gefallen. Dort ist im Sommer immer viel los, das wissen die Lebensretter aus Erfahrung und neben Anglern und Jet Ski-Fahrern sind dort unter anderem auch Kanu-Wanderer unterwegs. Außerdem verleite der Bereich wegen der Sandbank immer wieder viele Besucher zum Baden, berichtete Michael Platz von der DLRG Biblis. 2018 ist die Bibliser DLRG zu acht Einsätzen gerufen worden. In diesem Jahr ereignete sich auch der tragische Badeunfall zweier Mädchen im Alter von neun und 13 Jahren, die beim Baden im Rhein bei Worms-Rheindürkheim ums Leben gekommen sind. Seit dem Aufstellen der Säule gab es glücklicherweise noch keinen Alarm. Gemeinsam mit dem DLRG Biblis wurde allerdings bereits ein weiterer Standort ausfindig gemacht: Auch am Gemeindesee soll eine Notrufsäule platziert werden und zukünftig für mehr Sicherheit sorgen. Eva Wiegand 

     

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