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Mo., 06. September 2021, 15:11 Uhr
SCHULE IN DEN WESCHNITZAUEN: Symbolischer Spatenstich für Ersatzneubau sorgt für Begeisterung bei Schülern, Eltern und Lehrern
Moderner Ort zum Lernen und Leben an einem Standort
Die Schule in den Weschnitzauen wird zu einer modernen Schule mit moderner Pädagogik an einem Standort gebaut – am Montag gab es den symbolischen Spatenstich. Foto: Benjamin Kloos
BIBLIS – Große Freude und Begeisterung herrschte am Montag auf dem Gelände der Schule in den Weschnitzauen in der Freiherr-vom-Stein-Straße: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde der symbolische Spatenstich für den Ersatzneubau des Schulgebäudes vollzogen. Nach der Fertigstellung wird die Schule an nunmehr einem Standort ansässig sein, an dem alle Schülerinnen und Schüler lernen und spielen können. Hierzu wird die Schule dreizügig angelegt werden. In Clustern werden alle Klassen einer Jahrgangsstufe in einem Bereich zusammengefasst, in dem sie gemeinsam lernen können. Zudem wird die Schule digitaler und an das Glasfasernetz angeschlossen, und auch die Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. So wird die Schule ökologischer, durch eine Holzfassade und ein Holzdach aber auch durch die Verwendung von Energie, die aus Geothermie gewonnen wird.
Die Schülerinnen und Schüler begrüßten die Vertreter aus Politik, Schule und Gesellschaft mit dem passenden Lied „Wir freuen uns auf die neue Schule”, bevor Schulleiterin Nicole Skubella gleich zu Beginn betonte: „Was lange währt, wird endlich gut! Was hier in den kommenden Monaten entsteht ist eine neue Schule, die neue Lern- und Lehrmethoden ermöglicht. Es war unser großer Wunsch, Clusterschule zu werden. Zudem bekommen wir Forscher- und Musikräume sowie ein Computerlabor. Dies ist ein Schritt, der für unsere Schülerinnen und Schüler sehr wichtig ist. Unser größter Wunsch aber wurde ebenfalls erfüllt: Wir werden alle an einem Standort sein, endlich sind wir zusammen. Dies war der größte Wunsch der Kinder, der Eltern und der Lehrer”, betonte die engagierte Schulleiterin mit Blick auf die aktuellen zwei Standorte der Schule. Dabei richtete sie einen großen Dank an alle Beteiligten für die gelungene Zusammenarbeit aus und dass sowohl das Budget des Kreises als auch die Wünsche der Schule so gelungen verbunden wurden. „Wir bekommen ein Gebäude, das unseren Wünschen entspricht.”
Einen besonderen Dank sprach auch die Klasse 2b aus. Die „schlauen Füchse”, wie die Klasse genannt wird, hatte statt eines „langweiligen Gedichtes” eine Besonderheit dabei: Eine Zeitkapsel, in der sich die Wünsche aller Klassen befinden und die an der Baustelle vergraben wird – damit künftige Generationen wissen, welche Wünsche im Rahmen des Spatenstiches geäußert wurden. Auch Landrat Christian Engelhardt durfte einen Wunsch auf ein herzförmiges Blatt schreiben und mit in die Zeitkapsel geben.
In seiner Ansprache betonte Landrat Engelhardt anschließend, dass „es heute vor allem um die Kinder der Schule geht. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe, Projekte und Bauten wie diese möglich zu machen. Es ist wichtig, dass die Politik auch in Zeiten knapper Kassen Geld in die Schulen investiert, hier haben wir im Kreistag einen großen Konsens. Wir bauen hier eine pädagogisch moderne Schule, die ganz andere Möglichkeiten für modernen Unterricht und Gruppenarbeit bieten wird. Hinzu kommt ein tolles Außengelände. Denn hier zu lernen soll ein ganz tolles Gefühl für die Kinder sein, aber auch um hier zu leben. Bildung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden hier verbunden. Wir investieren 15 Millionen Euro, und ich bin überzeugt, dass das Geld gut investiert ist. Denn wir können nicht die Zukunft voraussagen, aber wir können eine Grundlage für die Zukunft legen, dies geschieht hier.”
Mit dem Lied „Wir freuen uns auf die neue Schule” begrüßten Schülerinnen und Schüler der Schule in den Weschnitzauen ihren Besuch. Foto: Benjamin Kloos
Nach einer gelungenen Aufführung von Schülerinnen und Schülern mit Hula-Hool-Reifen, Springseilen und Gummitwist überbrachte Bürgermeister Volker Scheib Grüße von den Kindern, Eltern und dem Gemeindevorstand. „Alle freuen sich auf das, was hier entsteht. Dass die Schule auch noch in den Pakt für den Nachmittag eingetreten ist, macht mich sehr hoffnungsvoll, da die Vereine integriert werden. Zudem arbeiten wir gerade an einem Programm ‚Sicherer Schulweg‘, das ist ein Herzensangelegenheit von uns als Gemeinde, denn Kinder sollen sicher und selbstständig zur Schule gehen.” Und mit Blick auf die benachbarte Riedhalle ergänzte er: „Wir werden es schaffen, dass hier auf dem Schulhof keine neue Halle entsteht, sondern nebenan.”
Für die Gemeindevertretung Biblis stellte deren Vorsitzender Konstantin Großmann klar: „Wir haben allen Grund zu feiern. Viele Bibliser haben Erinnerungen an ihre Schulzeit hier, zum Beispiel an den großen Kastanienbaum, dessen Früchte zum Basteln einluden, die Hecken in denen man verstecken spielen konnte und daran, dass man hier Fahrrad fahren lernte oder seinen ersten Kuss bekam.” Jetzt werden die Bibliser Schülerinnen und Schüler eine neue Schule und ein neues Außengelände erhalten – aber sicher genauso schöne Erinnerungen an ihre Schulzeit sammeln können wie die Generationen zuvor. Benjamin Kloos