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  • Mo., 13. April 2015, 11:18 Uhr
    Spannender Einblick für Kinder der Schülerbetreuung der Pestalozzischule in Geschichte der Heimatstadt

    „Mool was aonres" erlebt

    Lernen wie in alten Zeiten: Die Schüler der Schülerbetreuung der Pestalozzischule erlebten in den Ferien besondere Einblicke in die Geschichte ihrer Heimatstadt. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM - „Mool was aonres" - unter diesem Motto unternahmen zahlreiche Kinder der Schülerbetreuung der Pestalozzischule in den Osterferien einen spannenden Ausflug in die Geschichte und vor allem in den Dialekt ihrer Heimatstadt Lampertheim.

    Hintergrund der spannenden Woche war, dass viele Kinder heute leider keinen Dialekt mehr sprechen oder aber auch nur sehr wenig über ihre Heimat wissen. Dies wurde auch im Rahmen der Ferienbetreuung deutlich - „mein Vater war ein Lampertheim" war zu hören, die Kinder selbst sehen sich nicht mehr in der Tradition ihrer Eltern und Großeltern als „waschechte" Lampertheimer.

    Das Programm erwies sich als äußerst abwechslungsreich: Neben dem gemeinsamen Kochen original Lampertheimer Gerichte wie „gschdaombde Geelewiewe", „Kochkees-Schnitzel mit Brot" oder „Abgewellde mit grüner Soße, Senfsoße und Eiern" stand auch immer wieder die Mundart im Mittelpunkt - ob anhand Lampertheimer Gedichte, dem „Laombada Struwwelpejda" oder bei der Zubereitung der Gerichte selbst.

    Den krönenden Abschluss bildete am Freitag nach einem morgendlichen Aufenthalt im Stadtpark der Besuch des Heimatmuseums. Hier bekamen die Kinder einen spannenden Einblick, wie es früher in der Schule zuging - mit getrennten Pausenhöfen für Jungen und Mädchen und Zeiten, in denen Kinder ein Stück Brikett zum Heizen mitbringen mussten. Auch in traditionelles Handwerk wie das des Schusters konnten die Kinder hineinschnuppern. Margit Karb, Vorsitzende des Heimat-, Kultur und Museumsvereins, erläuterte spannend die Details - und überreichte jedem Kind als Überraschung das Mundart-Gedicht „Im Friejohr" aus der Feder von Heinrich Karb.

    Mit viel Freude waren die 27 Kinder über die ganze Woche mit dabei, sowohl den Kindern als auch den Betreuern hat es sichtlich Spaß gemacht. Und so verstanden am Ende alle auch den Witz: „De Leera freegt: Wer kann einen Satz bilden mit 'allmählich'? Antwort: 'Die Gadoffl sinn all mehlisch!'". Benjamin Kloos

     

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