
LAMPERTHEIM – Was passiert eigentlich mit Abfall, der in der Natur liegen bleibt? Dieser Frage widmet sich das neue Umweltbildungsprojekt „Müllfriedhof – Entdecke, was bleibt“, das im Naturschutzzentrum Bergstraße in Kooperation mit dem ZAKB eröffnet wurde. Es lädt Besucher dazu ein, den Zersetzungsprozess verschiedener Abfälle über längere Zeit zu beobachten. Beim Frühlingsfest des NZB am 22. Märzkonnte er erstmal von der Öffentlichkeit besichtigt werden. Im Mittelpunkt stehen fünf sogenannte „Müllgräber“. In ihnen wurden typische Abfallsorten vergraben: Kunststoff, Bioabfall, Restabfall, Altglas und Altpapier. In regelmäßigen Abständen werden sie gemeinsam mit Kindergruppen wieder gehoben. Anhand von Fotos wird dokumentiert, wie stark sich die Materialien verändert haben – oder eben auch nicht.
Besucherinnen und Besucher des Naturschutzzentrums können sich vor Ort über das Projekt informieren. Über einen QR-Code an der Station lassen sich zudem Fotos der ausgegrabenen Abfälle zu verschiedenen Zeitpunkten abrufen: Viele Menschen unterschätzen, wie lange manche Materialien in der Natur verbleiben. Mit dem Projekt möchten der ZAKB und das NZB zeigen, welche Folgen achtlos weggeworfener Müll für unsere Umwelt hat und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen sensibilisieren. zg
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