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  • Mi., 14. November 2018, 12:42 Uhr
    Bürgermeister Störmer wirbt in Bezug auf ICE-Trasse für Projektbeirat / Kulturpreisträger 2019 gesucht 

    „Müssen Schulterschluss in der Region halten”

    Schon bald könnte der ICE direkt an Neuschloß vorbeifahren. Damit dies nicht geschieht, wollen Stadt und BILA die Bürger nun noch mehr sensibilisieren. Foto: pixabay.com


    LAMPERTHEIM – Zwei Themen standen am Mittwoch auf der Tagesordnung des Magistratspressegesprächs in Lampertheim, beides sind für Bürgermeister Gottfried Störmer Herzensangelegenheit. Zum einen ging es um die möglichen Bewerbungen zum Kulturpreisträger 2019, zum anderen um die ICE-Trasse.

    Im Bereich Kultur wird der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Heike Ittmann gesucht. „Wir bitten die Bevölkerung, Vorschläge zu machen, wer im Jahr 2019 mit dem Kulturpreis der Stadt Lampertheim ausgezeichnet werden soll”, betonte das Stadtoberhaupt. „Wir haben eine tolle Kulturlandschaft, mit Künstlern in jeder Ebene, ob Musik, Wort, Bild oder Kunsthandwerk. Und wir sind sehr daran interessiert, diese Menschen zu fördern, was in diesem Zusammenhang auch fordern bedeutet.” Bis 31. Dezember 2018 können Einzelpersonen oder Gruppen vorgeschlagen werden, die seitens der Bürger als würdevolle Preisträger angesehen werden – übrigens gerne auch diejenigen, die bereits für 2018 vorgeschlagen wurden. Die geht einfach über ein Formular, welches auf der Internetseite der Stadt Lampertheim unter www.lampertheim.de/de/freizeit-kultur/kultur/kulturpreis.php heruntergeladen werden kann. Hier finden sich zudem weitere Informationen zum Kulturpreis. Das Formular kann aber auch in ausgedruckter Form beim Rathaus-Service im Haus am Römer abgeholt werden. Die ausgefüllten Formulare können entweder beim Rathaus-Service abgegeben oder per E-Mail an sandra.schmiedel@lampertheim.de gesendet werden. 

    Projektbeirat gefordert

    Im Bereich der ICE-Trasse wurden durch die Veröffentlichung der Knotenpunktstudien für Mannheim und Frankfurt die nächsten Schritte Richtung einer Entscheidung über deren Verlauf gemacht. Dabei werden für die Umsetzung in Frankfurt fünf Milliarden Euro und in Mannheim eine Milliarde Euro geplant. „Für uns in Mannheim und Umgebung ist es nun noch wichtiger, die Entwicklung zu beobachten und politisch zu begleiten”, so Bürgermeister Störmer. „Ich appelliere in diesem Zusammenhang, den Schulterschluss in der Region zu halten. Sowohl die BILA als auch wir von der Stadtverwaltung sind nach wie vor der Überzeugung, dass ein Projektbeirat gegründet werden muss, in dem man tatsächlich über die Fakten diskutieren und die Entwicklung beeinflussen kann. Das Beteiligungsforum, welches eingerichtet wurde, ist nicht konkret genug. Es ist wichtig, dicht dran zu bleiben und die Bevölkerung zu sensibilisieren. Gleichzeitig müssen wir gemeinsam in der Region unsere Interessen in den Vordergrund stellen.” Die BILA hat unter www.bila-ice.de eine eigene Homepage mit den Hintergrundinformationen erstellt, und auch unter www.lampertheim.de findet sich der aktuelle Sachstand. „Wichtig ist es, auch die Menschen in den betroffenen Städten und Gemeinden wie Bürstadt, Biblis und Groß-Rohrheim auf die Situation aufmerksam zu machen, damit sich diese damit auseinandersetzen”, so Bürgermeister Störmer weiter. Ziel müsse es sein, die C-Trasse zu verhindern – und sollte die Bahn sich doch dafür entscheiden, müsse man an diesem Tag bereit sein und mit Tausenden Menschen lautstark den Forderungen Ausdruck verleihen. Damit es soweit aber überhaupt nicht kommt, ist laut Stadt und BILA ein fairer Beteiligungsprozess durch einen Projektbeirat unabdingbar. „Diesbezüglich werde ich auch mit meiner Kollegin und den beiden Kollegen in den Ried-Gemeinden nochmals intensiv in Kontakt treten und für unser Anliegen werben”, betonte Bürgermeister Störmer. Und auch die Abgeordneten in Land und Bund seien in der Pflicht, wie der Erste Stadtrat Jens Klingler ergänzte. „Hier helfen keine warmen Worte, sonder vor allem auch wirkliches Handeln”, richtete er einen Appell an die Politiker und hierbei besonders an die beiden direkt gewählten Landtagsabgeordneten Alexander Bauer und Birgit Heitland (beide CDU). Benjamin Kloos

     

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