„THIRTY MINUTES OF CULTURE”: Die nächsten beiden Videos sind bereits online
Musik und Mundart digital erleben
Die nächsten beiden Videos sind aufgezeichnet und zeigen die große Bandbreite des Formats —unter anderem von der Volksbühne Lampertheim. Foto: oh
LAMPERTHEIM – Das Projekt, „thirty minutes for culture“ startete im November 2020 – mit dem Ziel, mit professioneller technischer Ausstattung und Filmequipment Künstlern eine Plattform für Film-und Tonaufnahmen zu ermöglichen. Durch dieses Projekt soll trotz der vielen Einschränkungen ein – digitaler – Auftritt und ein finanzieller Beistand durch die Stadt Lampertheim für Künstlerinnen und Künstler gewährleistet werden.
Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher zeigt sich positiv überrascht über die große Nachfrage nach dem Projekt: „Insbesondere die Vielfältigkeit der künstlerischen Darbietungen sind ein Erfolg für mich persönlich und das Projekt. Musiker, Kabarettisten, Maler, Autoren, Philosophen, Nachwuchskünstler, Musikschulbands und aktive Bürgerinnen und Bürger mit guten Ideen, alle finden ihren Platz. So kann man auch in diesen bedrückenden Zeiten etwas Neues entstehen lassen. Ein großes Dankeschön an alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler.“
Die nächsten beiden Videos sind nun online: „Loambadda Mundaad fa Indressiade" lautet der Titel des Videos, das durch die Volksbühne Lampertheim unter Leitung von Michael Tschirner entstanden ist: „Wir möchten zum Thema Kultur natürlich auch unseren Beitrag leisten. Mea, des is die Volggsbiehn Loambadde, mea schbeelen Theadaschdigga in de oanzisch waare Schbrooch die’s fa uns gibbd: Unsa loambadda Muddaschbrooch. Die meenschde junge Hubbsa kennen unsa Schrooch ganemmeh und die goanse Roigeridschde (Zugeraasde) waaschoins a nidd. Wir haben uns also gedacht, wir bieten einen kleinen Kurs in Lampertheimer Dialekt. Zu erwähnen wäre noch, dass sich die Lampertheimer Sprache, wie so vieles auf der Welt, im Laufe der Zeit verändert hat. Wir wollen also nicht ergründen, wann ein Wort so der so ausgesprochen wurde, sondern lediglich ein bisschen Spass an unserer Sprache wecken.” Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher ist begeistert: „Das Team der Volksbühne ist seit langen Jahren ein Garant für leistungsstarke Unterhaltung in Lampertheimer Mundart. Ganz Lampertheim vermisst Euch in der Pandemie. Umso wertvoller ist Euer Beitrag im Projekt. Jeder der die Materie kennt, weiß um die vielen, anstrengenden Stunden der Vorbereitung und der intensiven Arbeit, die hinter einem scheinbar leichtem „Vortrag“ stecken. Ich bedanke mich ganz herzlich für Eure Mühe und das Wagnis etwas „Neues“, eingeübt und auf die Bühne zu bringen. Der Regisseur war sehr bestimmt in den telefonischen Proben gewesen, ich weiß, es hat sich aber sehr gelohnt. Nicht ganz ernst gemeint: Mit diesem alten Sprachwissen könnte man sicherlich auch als Loambadda in Haawaard studieren. Danke nochmals an alle Schauspieler*innen für diese lokale Bildungszusammenstellung, verbunden mit der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen mit einem langem 3-Akter ohne Abstandsregel.”
Musikalisch wird es beim zweiten neuen Video, für das sich Manfred Beck unter dem Titel „Männe meets Dylan“ verantwortlich zeichnet: Mit dem Musikprojekt „Männe meets Dylan“ präsentiert Manfred „Männe“ Beck einige der bekannten Songs im Stil des jungen Folkbarden Dylan aus dessen frühen Schaffensperiode, wie zum Beispiel Mr. Tambourine Man, I Shall Be Released oder The Times They Are A-Changin‘. Der gebürtige Lampertheimer arbeitet und lebt in seiner geliebten Heimatstadt. Musikalisch in Erscheinung getreten ist er bisher in der regionalen Kneipen- und Kulturszene durch Auftritte mit der Lampertheimer Band „always chilled“ sowie durch das Soloprojekt „Männe live / Next stop is Woodstock – Love & Peace Folk Music“. Der Mangel an Auftrittsmöglichkeiten während der Corona-Pandemie und schließlich die Liebe zum Folk und Rock der 60er- und 70 Jahre brachten „Männe“ auf die Idee, sich im Rahmen von „Cultur Communal – Thirty Minutes for culture“ mit einem Bob-Dylan-Special zu bewerben.Neben den eingängigen Melodien sind Dylans Songtexte umfangreich, oftmals sozialkritisch und mit Metaphern gespickt. Also keine leichte „No-Brain-Kost“. Nicht umsonst erhielt Dylan als bisher einziger Musiker den Literatur-Nobelpreis. Rolling Stone, das wohl renommierteste Musikmagazin für die Rock- und Popkultur, listet Bob Dylan auf Rang eins der 100 besten Songwriter, auf Rang zwei der 100 größten Musiker (direkt hinter den Beatles) und auf Rang sieben der 100 besten Sänger aller Zeiten. Mit über 600 eigenen Songs und tausenden von Konzerten gilt er als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher spricht Manfred „Männe“ Beck große Anerkennung aus, „einem emsigen lokalen Künstler, der seine Liebe zum Folkbarden Bob Dylan ausdrückt. Das macht er sehr sympathisch, ganz bei sich und in sich ruhend. Man spürt den Eifer und die Begeisterung. Ein Bob-Dylan-Special das uns erinnert an wilde Zeiten und wir lernen, das Musik, insbesondere mit anspruchsvollen Texten immer noch begeisterte Anhänger, auch hier in Lampertheim hat. Danke dafür „Männe“ und gut, dass du mit dabei warst.” red