
BÜRSTADT – Schon die Vielzahl geparkter Autos und Fahrräder zeigte den sich nähernden Besuchern, dass beim 49. Zelt-Sommerfest des MGV Sängerlust einiges los war. Eine traumhaft warme Sommernacht am späteren Samstagabend mit Livemusik von Klaus Thome wie in Las Vegas zur Zeit von Frank Sinatra und Dean Martin brachte die Stimmung auf Touren, nachdem zuvor das Duo Winkler & Winkler das Publikum begeistert hatte. Eine kühle Erfrischung folgte dem Fassanstich, den die neue Erste Stadträtin Julia Kilian-Engert erfolgreich bewerkstelligte. Im Gespräch am Sonntagmittag zeigte sich der Erste Vorsitzende Roland Gündling gegenüber dem TiP nach dem langen Abend sehr zufrieden und auch der Sonntag ließ keine Wünsche offen. Das Repertoire aus dem Dixieland sowie mitreißende Oldies und die unbändige Spielfreude der Original Blütenweg Jazzer garantierten schwungvolle Unterhaltung über nahezu drei Stunden – sehr zur Freude der Zuschauer, die begeistert Beifall spendeten. Eine kleine Tanzeinlage auf dem Weg ins Zelt gehörte auch dazu. Von der Bourbon Street Parade ging der musikalische Ritt auf die Country Roads, weiter schwelgten die Musiker unter Leitung von Bruno Weis in Melodien wie bei „Jambalaya“ und bewiesen Humor mit dem König im Affenstaat.
Foto: Hannelore Nowacki
Heiße Rhythmen und ein heißer Sommertag – das ist für Bandleader Bruno Weis und seine Männer die perfekte Mischung. An beiden Tagen waren zusammen 80 Helfer im Einsatz, die mit der Bewirtung von hunderten von Gästen, Auf- und Abbau voll beschäftigt waren. Das Zeltdorf auf der Festwiese in der Lorscher Straße strahlte bei aller Emsigkeit eine einladende Gemütlichkeit aus – in der Mitte das außergewöhnliche runde Zelt, das seidig und leicht wirkt, ursprünglich ein Lastenfallschirm für militärische Zwecke. Hellen Schatten spendeten auch die Zelte ringsum. Die Speisekarte lockte durch Appetit anregende Vielfalt, in der langen Schlange an der Ausgabe zu warten lohnte sich, wie von geduldig Wartenden zu hören war. „Schnitzel sind der Renner“, weiß Vorsitzende Gündling aus Erfahrung. Alles zu freundlichen Preisen und am Sonntag zusätzlich ein Pilzragout mit Semmelknödel sowie Kaffee und Kuchen im Angebot. Unter dem großen Nussbaum war die Hüpfburg die große Attraktion für die jungen Besucher.
Hannelore Nowacki




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