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So., 20. Dezember 2015, 00:25 Uhr
Sparkassenstiftung „Gut. Für die Region" unterstützt Flüchtlingsinitiativen im Ried mit 16.000 Euro
„Nächstenliebe wird täglich praktiziert – nicht nur zu Weihnachten"
Strahlende Gesichter bei den Bürgermeistern und der Bürgermeisterin sowie den Vertretern der Flüchtlingsinitiativen der Riedgemeinden: Sparkassenvorstand Dr. Marcus Walden (2.v.r.) und -vorstandsmitglied Wolfhard Hensel (3.v.l.) überreicht einen Scheck in Höhe von insgesamt 16.000 Euro. Foto: Benjamin Kloos
NIBELUNGENLAND – Ein schönes Geschenk kurz vor Weihnachten für die vier Riedgemeinden und hier insbesondere die Flüchtlingsinitiativen: Die Sparkassenstiftung „Gut. Für die Region" fördert mit einer Spende in Höhe von insgesamt 16.000 Euro das Ehrenamt bei der Integrationsarbeit für Asylsuchende im Ried und hierbei insbesondere die Sprachförderung. „Die wachsende Zahl von Zuwanderern stellt die Kommunen vor große Herausforderungen. Dringende Fragen der Unterbringung sind zu lösen, ebenso wie die Aufgaben, die eine erfolgreiche Integration in den deutschen Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft möglich machen. Ein wesentlicher Schlüssel hierfür sind ausreichende Sprachkenntnisse", betonte Sparkassenvorstand Dr. Marcus Walden im Rahmen der Spendenübergabe am vergangenen Freitag. „2013, in unserem Jubiläumsjahr, wollten wir etwas schaffen, dass wie die Sparkasse selbst über dieses Jahr hinaus positiv für die Region wirkt – und haben diese Stiftung gegründet."
Von dem Gesamtspendenbetrag gehen 8.600 Euro an die Flüchtlingsinitiative „Viele Nationen – (e)in Lampertheim", 4.100 Euro an das Bürstädter Netzwerk Asyl, 2.300 Euro nach Biblis an den dortigen Ortsverein des DRK zur ehrenamtlichen Betreuung von Flüchtlingen sowie 1.000 Euro nach Groß-Rohrheim an den Asylkreis Groß-Rohrheim.
Dass die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer ausgezeichnete und absolut unverzichtbare Arbeit leisten und die finanzielle Unterstützung seitens der Sparkasse Worms-Alzey-Ried durch ihre Stiftung hier genau an der richtigen Adresse ankommt, darüber waren sich die Bürgermeister und die Bürgermeisterin aus den Riedgemeinden einig. „Wir könnten von kommunaler Seite aus dieses Engagement, dass von Ehrenamtlichen erbracht wird, nicht leisten", stellte Lampertheims Bürgermeister Gottfried Störmer klar. „Ein herzliches Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer und die Flüchtlingsinitiative Lampertheim." Einen Bezug zum nahenden Weihnachtsfest machte Bürstadts Bürgermeisterin Barbara Schader deutlich, denn „2015 ist Weihnachten unter einem ganz anderen Stern, so nah waren wir der biblischen Erzählung noch nie: Menschen sind auf der Flucht, sie suchen eine Zuflucht, aber es gibt auch ganz viele Menschen in unseren Städten und Gemeinde, die anpacken, wo es notwendig ist. Weihnachten ist für mich nicht nur einmal im Jahr, es ist das Fest, Nächstenliebe zu praktizieren und die täglich. Genau dies geschieht hier, die ehrenamtlichen Helfer geben den Menschen, die zu uns kommen, eine neue Heimat."
Lob, aber auch gleichzeitig mahnende Worte fand der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka. „Wir werden diese große Aufgabe der Integration nur leisten können, wenn wir Kommunikation gewährleisten. Ich bin dankbar, dass wir immer noch Ehrenamtliche finden, die sich einbringen. Leider gibt es immer wieder Neiddebatten wenn es um die Flüchtlinge geht. Doch es ist klar: Wir können die Herausforderung nur gemeinsam bewältigen. Nächstenliebe endet nicht am 2. Weihnachtsfeiertag.”
Groß-Rohrheims Bürgermeister Rainer Bersch freute sich über die „Zuwendung, die wir gut gebrauchen können. Vielen Dank dafür, aber ein noch größerer Dank geht an die Ehrenamtlichen.” Diese nahmen die lobenden Worte gerne entgegen, jedoch nicht ohne zu betonen, dass der Dank allen Ehrenamtlichen gebührt. „Es tut gut, wenn unser Engagement Anerkennung erfährt, es stehen ganz viele Leute hinter uns. In Groß-Rohrheim sind es mittlerweile über 20 Personen die mitarbeiten und sich und ihr jeweiliges Talent einbringen. Andererseits nehmen wir auch ganz viel Bereicherndes aus anderen Kulturen mit und wir erleben, wie dankbar die Flüchtlinge sind”, freute sich Ursula Schmitt vom dortigen Asylkreis. Und Kurt Stass, Vorsitzender der Flüchtlingsinitiative Lampertheim, verdeutlichte, dass „es eine große Weihnachtsgabe ist, die uns einen großen Schritt weiterbringt für unser Ziel 2016: Wir wollen alle Gäste, die im nächsten Jahr zu uns kommen, in Sprachkurse bringen, so wie es uns dank vieler Unterstützer auch 2015 gelungen ist.”
Der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe Integration stelle sich die Sparkasse und ihre Stiftung gerne, erläuterte Sparkassenvorstandsmitglied Wolfhard Hensel. „Unsere Stiftung folgt dem Grundprinzip der Sparkasse: Das, was in der Region erwirtschaftet wird, kommt auch wieder in der Region zum Wirken und den Menschen dort zugute. Und das betrifft alle Menschen, die hier ihre Heimat haben oder sie hier neu finden”, betonte Wolhard Hensel.
„Wir haben eine hohe Anerkennung für Ihr Engagement und hoffen, dass unsere Spende ein kleiner Beitrag zu Ihrer täglichen Arbeit ist, in der Hoffnung, dass sie Nachahmer findet – sei es mit Zeit oder materieller Unterstützung", ergänzte Dr. Marcus Walden abschließend. Benjamin Kloos