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  • Fr., 13. Juli 2018, 10:25 Uhr
    Mit Zickzack- und Steppstich in die stoffliche Welt eintauchen

    Näh-Workshop bei „summertime Lampertheim“ – kreativ selbst genäht

    Kursleiterin Nadja Kruhmann hat seit sie 14 Jahre alt war Spaß am kreativen Nähen und auch ihre drei Workshop-Teilnehmerinnen Elena (von links), Jenny und Hannah sind vom Nähen begeistert. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – In der Alten Schule war der Kursraum glücklicherweise vom Wasserschaden verschont geblieben. Der Näh-Workshop fand daher wie angekündigt an zwei Tagen statt. Nadja Kruhmann, die über das Jahr VHS-Kurse im kreativen Nähen gibt, auch spezielle Kinder- und Jugendnähprojekte, hatte drei wie nagelneu wirkende Nähmaschinen aufgestellt – praktische Grundmodelle ohne elektronische Programmierung, wie sie erklärte. Allerlei Stoffe hatte sie zur Anschauung ausgebreitet, auch eine putzige Osterhasenschürze, Taschen und Nadelkissen als Muster hatte sie mitgebracht. Drei Mädchen hatten sich angemeldet, sechs Teilnehmer hätten es durchaus sein dürfen, aber die Kursleiterin sieht die Sache positiv: „Dann kann ich den Mädchen mehr zeigen“. Sie macht klar: Bis man ein selbst genähtes Unikat in Händen hält und stolz nach Hause bringt, sind viel Geduld nötig und noch mehr Kenntnisse, die sie in ausführlicher Anleitung vermittelt. Auf dem Tisch lagen schon die selbst von Kursleiterin Kruhmann zusammengestellten Broschüren mit dem gesamten Basiswissen fürs Nähen, die sie den Teilnehmerinnen am Schluss mitgibt. Wer die Technik nicht kennt, weiß nicht wie man den Faden in die Maschine einfädelt und wie die Spule eingesetzt wird, so viel ist schnell klar. Aber die drei Mädchen haben sich schon eingearbeitet. Die dreizehnjährige Hannah hat sogar schon zweimal den summertime-Workshop mitgemacht und setzt die Schere für ihre Tasche richtig an. Die Kosten für zwei Tage mit nur fünf Euro halten sich im Taschengeldbereich und auch ein Meter Baumwollstoff mit 1,40 Meter Breite, der mitzubringen war, ist verkraftbar. „Selbst nähen ist viel billiger als zu kaufen“, sagt Nadja Kruhmann, wobei es ihr jedoch eher darauf ankommt, dass man immer ein Unikat hat, das es nirgendwo sonst gibt. Die fast zwölfjährige Elena ist von der Nähmaschine begeistert, die Stiche auf dem Stoffmuster sehen super aus. „Viel besser als mit der Hand zu nähen“, freut sie sich, auch findet sie, dass man für die Nähmaschine eine Anleitung braucht. Ihr Nadelkissen wird zweifarbig rosa und blau werden. Jenny, auch dreizehn Jahre alt, macht erst einmal ein Nadelkissen zum Aufhängen, rot die eine Seite, ein lustiges Raben-Kirschen-Motiv auf der anderen. Aber wie schneidet man das zu? Bevor man die Schere ansetzt, gelte es einiges zu beachten, erklärte Kursleiterin Kruhmann, vom Stoffbruch und vom Musterverlauf ist unter anderem die Rede. Weitere Pläne für den zweiten Workshoptag hatten die drei Mädchen schon, wollten sich bei der Vielfalt der Möglichkeiten aber noch nicht festlegen. Hannelore Nowacki

     

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