
LAMPERTHEIM – Die Fastnacht in der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule am Dienstagnachmittag lief schon lange vor dem offiziellen Beginn um 14.11 Uhr auf Hochtouren, denn wo der närrische Frohsinn zuhause ist, gibt es kein Halten, wie die Senioren eindrucksvoll bewiesen. Direkt aus der närrischen Hölle gekommen, echt mit roten Hörnern auf dem Wuschelkopf und mit Schwanz ausgerüstet, trat Angelika Krüger vor ihr Publikum um zu verkünden, was ihr dort unten aufgetragen wurde: „Ich soll euch heute einheizen“. Ihren Wunsch, dass es ein teuflisch schöner Nachmittag werde, erfüllten die Besucher offenkundig gerne. Glitzergirlanden unter der Decke harmonierten mit den Glitzerkostümen eleganter Damen und auf den bunt dekorierten Tischen der Cafeteria räkelten sich Luftschlangen. Piraten und Kapitäne, Glückskäfer und Hawaii-Girls waren unter den Besuchern, eine bunte und fantasievoll gekleidete Gesellschaft hatte sich eingefunden und alle Plätze besetzt. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, die bekannten Blauen Engel der Alten Schule, hatten mit ihrer Dekorationskunst den passenden fastnachtlichen Rahmen geschaffen und versorgten zudem die Besucher nach Bedarf mit Getränken und Kräppeln. Monika Krings hatte sich vom Blauen Engel in ein himmlisches Wesen mit weißen Flügeln und Heiligenschein verwandelt, zuständig auch für die Ausgabe der süßen Gaben an die Besucher des CC Rot-Weiß.
Stadtprinzessin Saskia I. war zur Stippvisite mit Sitzungspräsidentin Jesina Litters im Gefolge gekommen, begleitet von den tanzenden Schlümpfen der Minigarde und dem entzückenden rot-weißen Tanzpaar, deren Vorführungen mit begeistertem Applaus belohnt wurden. Ein paar musikalische Lockerungsübungen hatte Musiker Herrmann allen zusammen verordnet, dann ging es im Programm erst einmal mit Stimmungsmusik weiter. Aus dem nahezu unerschöpflichen Liedgut für närrische Stunden holte Herrmann aus Worms zum Vergnügen seines Publikums alles heraus, wobei auch die Liebe und der Vater Rhein in seinem Bett ihren Platz hatten. Evelyne Hein und Dagmar Schemenauer, herausgeputzt als fleißige Putzfrauen, schaufelten im Zwiegespräch eine witzige Pointe nach der anderen ins Publikum, es wurde kräftig gelacht. Friedl Keller berichtete in der Bütt von verzwickten Familienverhältnissen, deren Verzweigungen die Zuhörer gespannt folgten. Ihren Auftritt als Pfarrer meisterte Teufelin Angelika Krüger perfekt – die Hörner versteckte sie unter einer Kappe. Weil aber der Geistliche die Aufregung bei seiner ersten Predigt mit Wodka im Wasser besiegte, lief die Predigt zum Vergnügen der Zuhörer aus dem Ruder. Lachen war garantiert, aber der Bischof musste einiges ebenso witzig richtigstellen. Der närrische Spaß ging weiter mit Vorträgen und Stimmungsmusik. Hannelore Nowacki


















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