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Do., 18. Oktober 2018, 23:08 Uhr
Von der Hand in den Mund - Kräuter für das tägliche Frühstück und Beeren im Sommer
„Naschgarten“ in der Kita Pusteblume dank Spende von Gerhard Kirch
Viele leckere Beeren sollen an den Sträuchern wachsen. Kräuter werden täglich für das gemeinsame Frühstück in der Kita Pusteblume gebraucht. Gerhard Kirch (vorne), Geschäftsführer der Firma Kirch Wohnungsbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Weinheim und Botschafter der Town & Country Stiftung hat den Naschgarten gespendet, ein Projekt in Zusammenarbeit mit der Umwelt-Initiative der Town & Country Stiftung „Zukunft Stadt & Natur“. Mit den Kindern freuen sich Bürgermeister Felix Kusicka, Kita-Leiterin Christiane Müller (2. von rechts) und ihre Stellvertreterin Silke Kamprath. Foto: Hannelore Nowacki
BIBLIS – Basilikum, Petersilie und Schnittlauch im Kräuterbeet, daneben in einer Reihe die ebenfalls frisch gepflanzten Beerensträucher, Himbeeren, schwarze und rote Johannisbeeren und Stachelbeeren - ein kleiner gepflegter Garten, die Herbstsonne schaut herein und alle sind zufrieden. So war es am Donnerstagvormittag bei der symbolischen Spendenübergabe dieses „Naschgartens“ in der kommunalen Kindertagestagesstätte Pusteblume. Spender ist Gerhard Kirch, der Geschäftsführer der Firma Kirch Wohnungsbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Weinheim und Botschafter der Town & Country Stiftung ist. In Zusammenarbeit mit der bundesweiten Umwelt-Initiative der Town & Country Stiftung „Zukunft Stadt & Natur“ ist ein Stück Natur zu den Kindern gekommen. Unter dem Motto „Wir pflanzen Zukunft“ geht es um biologische Vielfalt, wie bei der „Dekade biologische Vielfalt“ der Vereinten Nationen, die noch bis 2020 läuft. Die Spende war schon umgesetzt. Am Vortag wurde die Erde aufgeschüttet, Kräuter, ein paar Dekopflanzen und die Beerensträucher gepflanzt - deshalb die „symbolische“ Spendenübergabe an die Kita Pusteblume, an der Bürgermeister Felix Kusicka, Leiterin Christiane Müller und ihre Stellvertreterin Silke Kamprath sowie Jessica Vollrath von der Umwelt-Initiative teilnahmen. Eine Besonderheit sprach Vollrath an: „Dies ist der erste Naschgarten, der übergeben wird“. „Ich habe noch nie einen Naschgarten im Obergeschoss gesehen“, wunderte sich Gerhard Kirch über die Lage. Dass diese Naturoase im Obergeschoss, aber im Freien, liegt, das hat seinen Grund, wie die Kita-Leiterin erklärte. Im Garten fehle es an Platz, auch könne hier oben nichts versehentlich Schaden nehmen, außerdem gehe es ohne Aufsicht von Erwachsenen nicht. Die Ernte sieht sie ganz unkompliziert: „Da es ein Naschgarten ist, wird es mit Sicherheit von der Hand in den Mund gehen“. So viele Kinder, die fröhlich draußen im Garten spielten und mit den Tretautos fuhren, auch das faszinierte ihn. Kirsch hat eigene Erfahrungen mit dem Garten zuhause, den er mit seiner Frau Heidrun pflegt, aber „die Nacktschnecken sind ganz brutal“, erzählte er, „nur Tomaten wollen sie nicht“. Zum Glück seien sie besiegt. Den Kindern werde es Spaß machen, meinte Kita-Leiterin Müller, vor zwei Jahren hatten sie an einem Kürbiswettbewerb teilgenommen und auch Tomaten und Gurken wurden angebaut. Die Wirkung dieser Nähe zur Natur hat sie dabei erlebt: „Die Kinder essen es ganz anders – und es ist gut, wenn nicht immer alles mundgerecht serviert wird“. Bürgermeister Kusicka dankte dem Spender für den Naschgarten und machte deutlich, wie wichtig der direkte Zugang zum Naturerleben sei. Hannelore Nowacki