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    BÜRGERBETEILIGUNG: Ideen und Anregungen zur Aufwertung des Biotops Flur 21/22 gesucht / Biotop-Rundgang am 26. März 

    Natur mitten in der Stadt entdecken und erleben

    Natur mitten in der Stadt, mit hoher Aufenthaltsqualität für Menschen, Insekten und Kleintiere – dies soll im Biotop im Flur 21/22 in Bürstadt entstehen. Anregungen seitens der Bürgerinnen und Bürger sind erwünscht. Foto: Benjamin Kloos


    BÜRSTADT – Ein Gewinn für die Natur und die Menschen, insbesondere für die Anwohner und die Kinder der anliegenden Kindertagesstätte Villa Kunterbunt, der Kinderkrippe Entdeckernest sowie der Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Schule ist das Biotop Flur 21/22. Der Natur auf der Spur sein, und das zentral in der Stadt, das soll künftig dank einer Aufwertung des Biotops noch besser als bisher möglich sein. Denn mit Fördergeldern aus dem Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt” soll dieses aufgewertet werden – und Bürgerinnen und Bürger können bei der Gestaltung mitreden und mitwirken.

    Hierzu findet am 26. März um 14 Uhr ein Biotop-Rundgang mit Mitgliedern des Agendatisches Natur statt, wobei der Entwurf direkt im Grünen näher erläutert wird. Zudem können seitens der Bürger vor Ort Ideen eingebracht werden, was sich diese für das Biotop wünschen. Treffpunkt ist bei den Altglascontainern in der Straße Im Röschen. 

    Bürgermeisterin Barbara Schader weist darauf hin, dass die Idee, das Biotop aufzuwerten, bereits aus der Bürgerschaft stammt. „Beim Rundgang durch Bürstadt zur Umsetzung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) war dies ein wichtiges Thema, mit dem Ziel, eine qualitativ hochwertige Grünfläche mit Aufenthaltsqualität zu bekommen. Der Agendatisch Natur hat sich federführend bei der Erstellung eines Entwurfs beteiligt, in den bereits viele Anregungen der Bürgerinnen und Bürger eingeflossen sind. Corona hat leider in den vergangen zwei Jahren verhindert, einen Rundgang mit den Menschen vor Ort durchzuführen, dies holen wir jetzt nach.” In der Zwischenzeit habe es aber keinen Stillstand rund um dieses Projekt gegeben, vielmehr seien beispielsweise die Schulen und die Kindertagesstätte mit in den Ideenprozesse eingebunden worden. Zudem wurde durch das Team des Quartiersbüro ein Film erstellt, der auf das Biotop und die Möglichkeiten zur Einbringen von Anregungen aufmerksam machen soll.

    Dieses knapp fünfminütiges Video nimmt die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf einen Rundgang durch das Biotop. Darüber hinaus stellt der Agendatisch Natur seinen Ideen-Entwurf zur Gestaltung des Biotopes vor – Ziel ist zudem, die Bürgerinnen und Bürger anzuregen, sich für das Grün Kleinod im Herzen von Bürstadt einzubringen. Das Video ist auf der Facebook-Seite des Quartiersbüro und auf den digitalen Plattformen der Stadt Bürstadt – unter anderem www.buerstadt.de – zu finden. Im Quartiersbüro in der Bürgermeister-Siegler-Straße 19 ist zudem der Entwurf zum Biotop ausgehängt, hier können gerne auch Anregungen persönlich abgegeben oder in den Briefkasten geworfen werden. Zudem sind Einreichungen von Ideen per E-Mail an info@quartiersbuero-buerstadt.de möglich.

    Ziel ist es, die Aufwertung des Biotops noch indem Jahr umzusetzen, entsprechende Mittel in Höhe von 150.000 Euro wurden bereits bereitgestellt. „Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist für uns sehr wichtig, denn diese sollen hier Natur erleben und entdecken. Der Natur auf der Spur ist hier das Motto. Vielen Dank an alle, die in dem Prozess beteiligt sind”, ergänzte Bürgermeisterin Schader, die betonte, wie wichtig es sei, Grünraum in die Städte zu bringen.  

    Der Plan für die Aufwertung des Biotops sieht bisher vor, den bereits hervorragenden Bestand zu erhalten. Dabei müssten jedoch tote Bäume gefällt und im Gegenzug neue Bäume gepflanzt werden. Die Eingangsbereiche sollen durch naturnahe Stauden und Wildblumen aufgewertet werden – wobei wie bei allen Maßnahmen die Insektenfreundlichkeit im Mittelpunkt steht. Daher wird es im Bereich der großflächigen Wiesen auch keine Rasenflächen geben, diese sollen vielmehr vielfältiger und blütenreicher werden, auch durch regionales Saatgut. 

    Weiterhin aktiv werden die Schulen und die Kita eingebunden. So könnte unter anderem ein Insektenhotel erbaut werden, ebenso wie ein Gehölzhaufen als Heimat für Kleintiere. Und auch bei der Streuobstwiese können Kinder bei der Bepflanzung eingebunden werden. Damit das Biotop auch in allen Bereichen genossen und Besucher die Natur und die Ruhe genießen können, werden weitere Bänke als Verweilmöglichkeiten geplant. Parallel zur Entwicklung des Plans wurde und wird darüber hinaus auch ein Pflegekonzept für das Biotop erstellt. 

    Ein Problem stellen derzeit Wildschweine dar, die besonders in der Nacht und der Dämmerung das Biotop besuchen, wie an vielen Stellen deutlich erkennbar ist. Hier finden noch Überlegungen statt, wie man die Wildschweine vom Gelände und auch vom nahen Spielplatz fern halten kann. Benjamin Kloos

     

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