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  • Fr., 12. August 2016, 11:30 Uhr
    Chaussee-Allee im zweiten Bauabschnitt – Wegebau und Begrünung beauftragt

    Naturpark wartet auf Vollendung

    Der lang ersehnte Naturpark „Chaussee-Allee“ im Norden von Bobstadt wird offenbar noch eine Weile eine Baustelle bleiben. Foto: Hannelore Nowacki


    BOBSTADT – In der Chaussee-Allee steht die weitere Umsetzung des zweiten Bauabschnitts an. Der Magistrat der Stadt Bürstadt hat mit seinem Beschluss vom 21. März den Auftrag für Wegebau- und Begrünungsmaßnahmen an den günstigsten Anbieter der Ausschreibung mit einem Angebotspreis von 71.796,27 Euro brutto vergeben. Acht Firmen wurden im Rahmen dieses „beschränkten Ausschreibungsverfahrens“ angeschrieben, drei Unternehmen gaben ein Angebot ab. Die Bürstädter Firma Gärten von Gärtner hat bereits Wege in dem Areal angelegt, wie der Blick durch die Bauzäune am Wendehammer „Im Bireck“ zeigt. Am Ende der Frankfurter Straße ist immer noch Schluss, doch auch hier weitet sich der Horizont nach Norden mit Blick auf  neue Wege und den Teich mit beginnendem Schilfwuchs. Allerdings sind die Erdarbeiten noch unfertig - die frisch aufgeworfenen Erdhaufen, das Baumaterial und die komplett unbegrünte Fläche weisen darauf hin, dass es noch eine Weile dauern kann, bis dieses Areal zum Naturpark und Naherholungsgebiet mit Wasserfläche wird, wie es am „Agendatisch Naturschutz“  erarbeitet und vorgeschlagen wurde. Wie Bürgermeisterin Barbara Schader im Magistratspressegespräch mitteilte, gehe es wegen der Sparmaßnahmen im städtischen Haushalt nur langsam voran, zunächst seien 50.000 Euro pro Jahr eingestellt, insgesamt stehen somit nun 100.000 Euro zur Verfügung. Im Winter 2014/2015 wurden die Arbeiten für die Teichanlage, die vom Grundwasser gespeist wird, durchgeführt und weitere Bodenmodellierungen angelegt. Hannelore Nowacki

     


    Kommentar

    Naherholung auf Sparflamme – ein Ärgernis

    Nach dem Besuch der Baustelle für den zweiten Bauabschnitt der Chaussee-Allee war der Vollständigkeit wegen eine Visite beim ersten Bauabschnitt angesagt. Ein paar Schritte im Grünen an einem schönen Sommertag im älteren und bereits mit Bäumen und Büschen bepflanzten Teil des Naturparks könnte eine erholsame Pause sein, dachte ich mir. Doch dann die Überraschung - oder eher ein Schock. Die Wildnis ist gerade dabei, diesen Teil der Chaussee-Allee  zurückzugewinnen. Anwohner beobachten diese Entwicklung mit Verärgerung, wie ich in einem Gespräch erfahren habe, nur Hundebesitzer scheinen ihre Freude zu haben. Pflanzenwuchs überzieht die teuer angelegten Wege, die ihre Konturen verlieren, die Wegwarte blüht auch auf dem Weg. Kürbisgewächse bilden Ausläufer über den angelegten Weg, das Rondell ist als solches kaum mehr erkennbar. Keine einzige Bank, wie in den Plänen einst vorgesehen, lädt zum Verweilen ein. Im hohen Wiesengrün blüht es zwar, Hummeln und Bienen summen, aber eine Augenweide ist es nicht, so wie es anderswo im Ried sogar am Wegrand üppig blüht. Nur ein unscheinbarer Trampelpfad in grüner Wiese führt dorthin, wo vor wenigen Jahren der erste Bauabschnitt des Naherholungsgebiets „Chaussee-Allee“ fast vollendet wurde. Wer nicht ortskundig oder besonders neugierig ist, würde kaum erwarten, dass dieser unebene Pfad in ein Gelände führt, in das bereits einiges Geld der Stadt Bürstadt investiert wurde. Den Wildwuchs auf den Wegen zu beseitigen, wird auch wieder etwas kosten. Während der Bauabschnitt 2 im Bereich des Naherholungsgebietes „Chaussee-Allee“ sichtbare Fortschritte gemacht hat, ist offenbar der Bauabschnitt 1 in Vergessenheit geraten. Aber wem, außer den Anwohnern und Hundebesitzern, sind diese Entwicklung und der trostlose Zustand  aufgefallen?  Hannelore Nowacki

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