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  • Fr., 02. Juni 2023, 15:16 Uhr
    IM STADTPARK: 14. Forschertag der Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen lockte viele Besucher an

    Naturwissenschaftliche Phänomene anschaulich erklärt und die Zuschauer begeistert

    Farben aus der Natur selbst herstellen und damit malen machte den Kindern am Stand des Waldkindergartens „Fuchsbau“ Spaß, dabei duftete es ganz wunderbar nach Lavendel, Rosen und Kräutern. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Ist es Zauberei oder steckt die Wissenschaft dahinter? Bei vielen der gezeigten Projekte und Experimente beim 14. Forschertag der Lampertheimer Kitas und Schulen wirkten offensichtlich unsichtbare Kräfte, doch es war kein Zauber, die Kinder und Jugendlichen hatten die Gesetze der Natur auf ihrer Seite - zum Beispiel das Hebelgesetz, die Schwerkraft oder den Magnetismus. Fazit: Um selbst Spaß zu haben und eine Zuschauermenge zu interessieren und zum Mitmachen anzuregen, muss man nicht zaubern können – die Möglichkeiten der Naturwissenschaften reichen völlig aus. Im Kindergarten und im Schulunterricht waren die Kinder und Jugendlichen den faszinierenden Phänomenen auf den Grund gegangen und für die Präsentation ihrer Projekte auch Geschick beim Werkeln, Malen und Basteln bewiesen. Die Klasse 4a der Goetheschule hatte zum Thema Reibung und Kraft zwei Experimente zum Ausprobieren aufgebaut, was an sich schon interessant wirkte, aber sie hatten auch perfekt gelernt, wie man die Menschen anspricht, nach dem Namen fragt und sich vorstellt. Deutlich wurde die Wirkung der Reibungskraft - der Puk saust bei geneigter glatter Strecke schnell herunter, Schmirgelpapier bremst ihn aus. Und je steiler eine Strecke ist, umso mehr Kraft ist beim Ziehen des Rollengefährts nötig. Auf den elektrischen Strom, die Magie des Magnetismus, das Hebelgesetz und noch mehr hatten sich die Klassen 10cR und 8bRder Alfred-Delp-Schule konzentriert. „Strom aus der Kartoffel“ bot die Kita Hüttenfeld an. Am umlagerten Stand des Waldkindergartens „Fuchsbau“ ging es um die Natur und Pflanzen, die im Mörser wunderbare Düfte entfalten und natürliche Farben zum Malen ergeben. Wie am Donnerstagnachmittag zwei Stunden im Stadtpark lang zu erleben war, geht von den Naturwissenschaften eine ganz besondere Faszination aus, die auch die zahlreichen Besucher erfasste. Das schöne Sommerwetter, der Stadtpark mit seiner grünen und blühenden Pracht und den abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten rundeten das Forschertag-Erlebnis ab. Das Spielmobil der Jugendförderung war zudem mit weiteren mobilen Spiel-Attraktionen und einer Kreativ-Ecke gekommen, wo das Bemalen und Basteln eines Kreisels auch Erwachsene angelockt hatte. Das Forschernetzwerk Lampertheim gibt es seit 2007, deren Netzwerkkoordinatorin Dr. Sabine Nieter auch beim 14. Forschertag die Organisation übernommen hatte. „Spaß und Forscherarbeit gehen Hand in Hand“, sagt sie und erklärt, dass so in spielerischer Weise wissenschaftliches Denken und wissenschaftliches Arbeiten zusammenkommen und beim Forschertag öffentlich fassbar und erlebbar werde, mit wieviel Spaß die Mintfächer in den Kitas und Schulen stattfinden.

    Die Magie des Magnetismus unter Anleitung von Schülern der Klasse 10cR der Alfred-Delp-Schule verlockte zum Ausprobieren. Foto: Hannelore Nowacki


    Durch die öffentliche Präsentation werde auch das Selbstbewusstsein gestärkt. Die Schulen orientieren sich mit ihren Projekten im Sachkundeunterricht am Lehrplan, es müsse auch passen, sagt sie. Kitas und Schulen nehmen auf freiwilliger Basis teil, betonte Nieter, insgesamt seien es 24 Einrichtungen. In ihrer Eröffnungsansprache wies sie die Zuhörerrunde auch auf den Kuchenverkauf des Abiturientenjahrgangs 2024 des Lessing-Gymnasiums hin. Erster Stadtrat Marius Schmidt, der nach seiner kurzen Ansprache einen Rundgang zu den Ständen der 17 teilnehmenden Einrichtungen unternahm, freute sich, dass das neue Konzept des Forschertages unter freiem Himmel im Stadtpark fortgeführt werde, aus den Bedingungen der Pandemie heraus sei es letztes Jahr entstanden. Die Stadt Lampertheim unterstütze den Forschertag im Stadtpark mit Wasser, Strom, Platz und der Jugendförderung, koordiniert von Fachbereichsleiter Michael Harres, zuständig für Frühkindliche Bildung. Auch die Stelle der Netzwerkkoordinatorin werde unterstützt. Hannelore Nowacki

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