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  • Do., 06. Dezember 2018, 12:19 Uhr
    Fertig gestellter Bauabschnitt von Dietz AG finanziert

    Neue Gewerbestraße und Kreisel an der B 44 offiziell freigegeben

    „Wir feiern heute den ersten Abschnitt einer innerörtlichen Verkehrsentlastungsspange für LKW-Verkehre“, sagte Bürgermeisterin Barbara Schader bei der offiziellen Verkehrsfreigabe und dankte allen beteiligten Partnern. Im Bild (von links): SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament Franz Siegl und SPD-Fraktionsmitglied Luciana Catalani-Wilhelm (beide im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss), Stadtrat Herbert Röchner, Andreas Moritz von Hessen Mobil, Bürgermeisterin Barbara Schader, Dietz-AG-Vorstand Markus Engelmann und Diplom-Ingenieur Carsten Scholz vom Planungsbüro Schweiger + Scholz. Anwesend waren Projektleiter Lutz Schäfer von Schweiger + Scholz, Bauamtsleiter Frank Lindemann und Harald Klotz, zuständig für Tiefbau. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Das rot-weiße Flatterband überspannte die neue Gewerbestraße zwischen Lilienthalstraße und neuem Kreisel auf der B 44 am Mittwochvormittag  nur für wenige Augenblicke, dann war es zur offiziellen Verkehrsfreigabe zerschnitten und der Lastwagenverkehr konnte wie schon zuvor ungehindert seinen Zielen entgegenrollen. Die Bauarbeiten dieses Bauabschnitts im Gewerbegebiet „Am Brückelsgraben Nord“ waren bereits seit 1. November abgeschlossen, eine Baumaßnahme, die mit mehreren Akteuren über mehrere Monate seit 2017 in erfolgreicher Zusammenarbeit durchgeführt wurde, wie Bürgermeisterin Barbara Schader und die weiteren Redner bei der feierlichen Freigabe übereinstimmend berichteten. „Die Stadt konnte sich zurücklehnen, denn wir haben nichts bezahlt“, erklärte Bürgermeisterin Schader zum städtebaulichen Vertrag mit der Dietz AG. Markus Engelmann vom Vorstand der Dietz AG, die als Investor und Bauherr für Kreisel und Straße mit zugehörigen Anlagen wie Verkabelung und Leuchten das Investitionsvolumen von 3,1 Millionen Euro netto aufgebracht hatte, blickte zurück auf den Gesprächsbeginn im Mai 2015. Aus einer Idee habe sich etwas ganz Großes entwickelt, wozu das perfekt aufgestellte Team gemeinsam beigetragen habe – alle hätten gut harmoniert, „mit allen Schwierigkeiten, die ein solches Gebiet mit sich bringt“. Die Logistikhallen von Rossmann und Goldbeck seien schon in Betrieb, eine große Nachfrage gebe es für die restlichen Flächen: „Wir könnten sie dreifach vermieten“, ließ Engelmann wissen. Dank der Genehmigung von Hessen Mobil für eine Baustraße, sei die Zufahrt zur Firma Goldbeck möglich gewesen. Lutz Schäfer, Projektleiter vom Planungsbüro Schweiger + Scholz, beschrieb den Weg von den Vorbereitungen und konkretem Planungsbeginn im Frühjahr 2017 bis zur Fertigstellung der 980 Meter Straße bis zum Kreisel mit einem 40-Meter-Durchmesser und 7,5 Meter Fahrbahnbreite, der durch Stahlfaserbeton und neuere Bauweise auf besondere Haltbarkeit, lange Nutzungsdauer und hohe Belastbarkeit ausgelegt sei. Nach dem Bau im März dieses Jahres musste der Beton noch 28 Tage aushärten. Zu Beginn der Oberflächenarbeiten am 1. September 2017 seien 5.000 Kubikmeter Boden der ursprünglich landwirtschaftlich genutzten Flächen abgetragen worden. Für die auch optisch erkennbare Höhenlage, ein Damm, der aus technischen Gründen notwendig sei, wurden 15.000 Kubikmeter Material aufgeschüttet, die Brücke über den Mühlgraben wurde gebaut und im Dezember letzten Jahres wurde der Asphalt fertig. Die mehrtägige Vollsperrung der B 44 im April 2018 habe Hessen Mobil gleichzeitig zur Fahrbahnerneuerung genutzt. Andreas Moritz, Regionaler Bevollmächtigter Südhessen von Hessen Mobil, befand die Zusammenarbeit mit der Stadt Bürstadt besonders gut, die Erschließung des Gewerbegebiets sei gut gelungen, die Betonbauweise des Kreisels beurteilte er als zukunftssicher. „Es ging darum Bürstadt als Wohnstadt zu entwickeln“, erläuterte Bürgermeisterin Schader rückblickend auf die Gespräche auch mit der Firma Furniture, die eine Fläche von 70.000 Quadratmetern zum Ausbau und Verbleib in Bürstadt braucht. Auch sei es darum gegangen, den LKW-Verkehr aus Bürstadt herauszuhalten, in diesem Zusammenhang nannte Schader auch den geplanten Rückbau des Bahnübergangs in Bobstadt. Mit dem neuen Kreisel könnten nun zwei Gewerbegebiete erschlossen werden, der LKW-Verkehr fließe über die B 44. Für den Bereich des Gewerbeausbaus sieht Schader weiteres Entwicklungspotenzial und Chancen für Bürstadt. Bei Sonnenschein schmeckten dann auch die heißen Fleischkäsweck. Hannelore Nowacki

     

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