Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Neue Ortsvorsteherin Beate Kettler einstimmig gewählt
Do., 07. September 2023, 10:40 Uhr
LOKALPOLITIK: Lobrede und Applaus für Karl Heinz Berg nach zehn Jahren als Ortsvorsteher
Neue Ortsvorsteherin Beate Kettler einstimmig gewählt
Die neue Spitze des Hüttenfelder Ortsbeirats: Ortsvorsteherin Beate Kettler und der stellvertretende Ortsvorsteher Michael Plößer (beide SPD). Foto: Hannelore Nowacki
HÜTTENFELD – Nachdem der 83-jährige Karl Heinz Berg (SPD) sein Amt als Ortsvorsteher nach zehn Jahren mit Wirkung zum 31. August niedergelegt hatte, musste in Hüttenfeld neu gewählt werden. Das geschah in der Sitzung des Ortsbeirats am Dienstagabend im Bürgerhaus im voll besetzten Sitzungsraum. Sitzungsleiterin Beate Kettler und Bürgermeister Gottfried Störmer freute dieses außergewöhnliche Interesse ganz besonders. Viele Hüttenfelder Bürger waren gekommen sowie zahlreiche Vertreter der Lokalpolitik aus den anderen Stadtteilen wie Stadtverordnetenvorsteher Franz Korb, Stadtverordnete und Magistratsmitglieder. Dass der evangelische Pfarrer Thomas Höppner-Kopf im Publikum war, merkte Störmer ebenfalls erfreut an. Einzige Kandidatin war die bisherige stellvertretende Ortsvorsteherin Beate Kettler (SPD), vorgeschlagen vom SPD-Ortsbeiratsmitglied Hans Peter Kilian.
Als Sitzungsleiter fungierte Anton Schugschdinis (FDP), der zuvor als Altersvorsitzender benannt wurde. Seinen Vorschlag, die Wahl nach Paragraf 55 der Hessischen Gemeindeordnung mit Handaufheben durchzuführen, nahm der Ortsbeirat ohne Einwände an. Damit ging die Wahl zügig vonstatten, da kein Wahlausschuss gebildet werden musste. Die 59-jährige Beate Kettler wurde einstimmig gewählt. Später bildete sich eine lange Reihe von Gratulanten, die ihre Freude auch mit Blumensträußen und Rosen ausdrückten.
Ebenso schnell verlief die Wahl ihres Stellvertreters Michael Plößer, der ebenfalls von der SPD vorgeschlagen wurde und einziger Kandidat war. Gewählt wurde der 59-jährige Plößer mit den Stimmen der SPD-Ortsbeiratsmitglieder, CDU und FDP enthielten sich. Beate Kettler gehört dem Gremium schon seit der vorigen Legislaturperiode an und wurde bei der Kommunalwahl 2021 als Stadtverordnete gewählt. Michael Plößer gehörte dem Ortsbeirat früher schon einmal für eine Legislaturperiode an, durch das Ausscheiden von Karl Heinz Berg rückte er im Ortsbeirat nach.
Bürgermeister Gottfried Störmer dankte dem ehemaligen Ortsvorsteher Karl Heinz Berg für sein langjähriges Engagement zum Wohl der Bürger mit einer Laudatio und Präsenten. Foto: Hannelore Nowacki
Karl Heinz Berg mit Dank und Anerkennung verabschiedet
Vor der Wahl stand die Verabschiedung des ehemaligen Ortsvorstehers Karl Heinz Berg auf der Tagesordnung. Bürgermeister Störmer übernahm die Rolle des Laudators. Berg habe sich über viele Jahrzehnte für das Wohl der Bürger engagiert, stets habe er sich für Gerechtigkeit und Solidarität eingesetzt. Seit 1985, also seit fast vierzig Jahren, sei Berg durchgehend Mitglied des Ortsbeirats gewesen. Als Ortsvorsteher habe er seit 2013 maßgeblich dazu beigetragen, Hüttenfeld noch lebenswerter zu machen.
Von den zahlreichen Projekten, die Berg erfolgreich umgesetzt habe, nannte Störmer die Busverbindung von Hüttenfeld nach Heppenheim, das Thema Geruchsbelästigung und die Einrichtung des Kulturparks. Als Politiker mache man das nicht alleine als One-Man-Show, betonte Störmer, doch Berg habe im Zusammenwirken immer Mitstreiter gefunden und zu überzeugen gewusst. Dafür gebühre ihm großer Dank.
Störmer erinnerte daran, dass Berg 1998 den Landesehrenbrief für sein außergewöhnliches Engagement erhalten habe. In zahlreichen Gremien habe Berg mitgearbeitet wie in der Kulturkommission, in diversen Arbeitskreisen und Ausschüssen sowie im VTL-Aufsichtsrat (Verkehr und Tourismus Lampertheim) und weiterhin in der Sportkommission – mit Herzblut und Leidenschaft. „Karl Heinz Berg verdient unser aller Respekt und Anerkennung“, sagte Störmer und sprach im Namen des Magistrats den Dank für die geleistete Arbeit aus: „Sie haben gezeigt, dass man viel bewegen kann, wenn man sich für eine Sache einsetzt und beharrlich bleibt“.
Am Gelingen und Erfolg ihres Mannes habe auch Ehefrau Marietta ihren Anteil, betonte Störmer. Am Ende bekräftigte das Publikum die Ausführungen mit Applaus. In seiner Stellungnahme machte Karl Heinz Berg deutlich, was sein Markenzeichen war, wie er seine Aufgabe als Ortsvorsteher verstand: Mit offenen Ohren durch den Ort laufen und stehen bleiben, um mit den Leuten zu reden und Dinge zu klären.
Warum der Abschied jetzt? Berg erinnerte daran, dass er vor zehn Jahren gezwungenermaßen das Amt übernommen habe. Mit klaren Worten habe er hier stehen und sich verabschieden wollen und seinen herzlichen Dank für die Mitarbeit aussprechen. Als Stadtverordneter werde er die Legislaturperiode zu Ende bringen. Hannelore Nowacki