ORTSBEIRAT WATTENHEIM: Amtsvorgänger Heinrich Ochsenschläger soll feierlich verabschiedet werden
Neue Ortsvorsteherin Sigrid Ambros gewählt
Die neue Wattenheimer Ortsvorsteherin Sigrid Ambros (CDU). Foto: Hannelore Nowacki
WATTENHEIM – Sigrid Ambros (CDU) wurde in der konstituierenden Sitzung des neuen Wattenheimer Ortsbeirats am Donnerstagabend zur neuen Ortsvorsteherin gewählt. Fünf Ja-Stimmen erhielt die einzige Kandidatin, die beiden Enthaltungen gelten als gültige Stimmen. Auch für die Wahl des Stellvertreters wurde geheime Wahl beantragt. Gewählt wurde Dieter Kern (SPD), der auch bisher stellvertretender Ortsvorsteher war, mit 4 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen. Ortsvorsteherin Ambros sprach von einer schweren Wahl. „Ich hoffe, dass wir es gut zusammen schaffen“. Bürgermeister Volker Scheib gratulierte und überreichte ihr „Vorschusstrauben“ in flüssiger Form. Bettina Cornelius wurde einstimmig zur Schriftführerin gewählt, zuvor war sie Stellvertreterin. Ebenfalls einstimmig und durch Handzeichen gewählt wurde Andrea Rzepka als stellvertretende Schriftführerin. Einig waren sich Ortsvorsteherin Ambros und Bürgermeister Scheib, dass der vorherige Ortsvorsteher Heinrich Ochsenschläger als langjährig engagierter Lokalpolitiker feierlich verabschiedet werden soll. Über die Art einer Corona konformen Ehrung wollen sie sich noch etwas einfallen lassen. „Dank ist etwas ganz Wichtiges und geht tatsächlich nur in Präsenz“, betonte Bürgermeister Scheib. Aus gesundheitlichen Gründen nahm Heinrich Ochsenschläger an der Sitzung nicht teil. Von 1972 bis 2021 war er in der Kommunalpolitik in verschiedenen Funktionen aktiv. Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes, Mitteilungen und Anfragen kamen unter anderem mehrere Verkehrsprobleme zu Sprache. Ein großes Anliegen sei die Verlängerung der Grünphase der Fußgängerampel in der Rheinstraße von 7 auf 10 Sekunden auch für die Zeit nach der Baustelle, teilte Scheib mit. Bei Hessen Mobil müsse er für dieses Ziel eine Hierarchiestufe höher gehen, nachdem die bisherigen Gespräche keine Lösung gebracht hätten. Eine Pflanzaktion mit zwölf Bäumen und 5.000 verschiedenen Pflanzen wurde als Pilotprojekt durch den Bauhof ausgeführt, auch einGrünstreifen sei angelegt worden. Das alles sei gut und kostengünstig verlaufen, berichtete Scheib, der dies als Hinweis für ein weiteres Vorgehen ohne Fremdvergabe solcher Aufgaben sieht. Den Verkehrsfluss im Blick, werde die Gemeinde im Rahmen eines Parkraumkonzepts für Biblis, Nordheim und Wattenheim das Parken in Straßen wie im Hofheimer Weg durch eingezeichnete Parkbuchten regeln, teilte Scheib mit. Denn in einigen Straßen sei für die Müllabfuhr kein Durchkommen. Andererseits gelte der Neuländer Pfad als Rennstrecke. Viele Baustellen, Abhol- und Bringzeiten und Neubaugebiete führten zur Überlastung der Straßen, meinte Scheib, zeigte sich aber zuversichtlich: „Ein dickes Brett, aber zusammen kriegen wir es hin“. Geprüft werden solle wegen der Parkprobleme die baurechtliche Situation hinsichtlich von Grundstückseinfahrten, ob diese noch existieren. „Wir müssen in Zukunftstatt 1,5 Parkplätzen zwei Stellplätze pro Grundstück fordern“, sagte Scheib, „das ist nur baurechtlich, nicht verkehrstechnisch, zu regeln – die Straßen sind wie sie sind“. In Sachen Umleitung wegen der Baustelle am Marsch-Kreisel hatte Scheib eine gute Nachricht: Man sei im Zeitplan. Die schlechte Nachricht: Es dauert bis September. Dabei treffe es Wattenheim hart. Scheib versicherte sein Mitgefühl für die Wattenheimer und kündigte verstärkte Geschwindigkeitskontrollen im Ort an, auch mobile Blitzer würden eingesetzt. Bei der Kita Glückskäfer entfallen durch die aufgestellten Container Parkplätze für die Erzieherinnen. EineLösung des Parkplatzproblems sieht Scheib im „Garagensharing“ – die wechselseitige Nutzung von Garagen durch die Anwohner und Erzieherinnen. Auch im Sandweg könnte geparkt werden. Hannelore Nowacki
Der neue Wattenheimer Ortsbeirat, bei der Kommunalwahl am 14. März gewählt (von links): Bianka Muhs (SDP), Sigrid Ambros (CDU), Thomas Kuhn (CDU), Dr. Moritz Försch (CDU), Dieter Kern (SPD), Ruven Kronauer (CDU), Sven Rzepka (CDU). Foto: Hannelore Nowacki