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  • Sa., 15. Oktober 2016, 23:17 Uhr
    Qualifizierungsprojekt „Altenpflege, Betreuung von demenzkranken Menschen und Hauswirtschaft erfolgreich abgeschlossen

    Neue Perspektiven für Arbeit in der Altenhilfe

    Nach dem offiziellen Teil der Abschlussfeier mit Ansprachen und Übergabe der Zertifikate waren die Kursteilnehmer und Projektbeteiligten zum gemütlichen Beisammensein beim Mittagessen eingeladen. Foto: Hannelore Nowacki


    BÜRSTADT – Viel Lob erhielt der Kurs mit elf Frauen und einem Mann bei der Abschlussfeier im Briebelsaal des Alten- und Pflegeheims St. Elisabeth. Sie hatten seit Mai 210 Theoriestunden, viele praktische Arbeitsstunden und einen Abschlusstest erfolgreich  absolviert. Dieser Kurs im Qualifizierungsprojekt „Altenpflege, Betreuung von demenzkranken Menschen und Hauswirtschaft“ bereitet auf einen Berufsweg vor, der mit guten Zukunftschancen aufwartet. Dies machte Caritasdirektor Franz-Josef Kiefer in seinem Grußwort bei der Abschlussfeier deutlich – während andere Berufe verschwinden, sehe er durch die demografische Entwicklung einen stetig steigenden Personalbedarf  in der Altenpflege. „Sie haben eine gute Wahl getroffen, sich in der Altenpflege zu engagieren“, machte er den Absolventen Mut. Diese Projekt-Kooperation von „Neue Wege Kreis Bergstraße“ als Kostenträger und dem Caritasverband Darmstadt bestehe seit elf Jahren „mit hoher Erfolgsquote“. Mit dem Zertifikat können die Kursteilnehmer in mehreren Funktionen tätig werden wie Helfer in der Hauswirtschaft, als Pflegehelfer sowie als Betreuungsassistent oder Alltagsbegleiter. So unterschiedlich die Einzelnen in der Gruppe auch waren, ihr starker Zusammenhalt beeindruckte nicht nur die Referentinnen, die sie in dieser Zeit begleiteten. Projektkoordinatorin Dorothee Spieß nannte auch den Ehrgeiz besonders beeindruckend, an der persönlichen Situation etwas zu verändern. Einen Rat gab sie den Kursabsolventen mit auf den weiteren Berufsweg: Es komme bei der Pflege und Betreuung auf die „Work-Life-Balance“ an, denn nur, wenn es gelinge für sich selbst zu sorgen, könne man es für andere tun. Bunt gemischt waren die Nationen mit Deutschland, Spanien und Bulgarien und auch die früher ausgeübten Tätigkeiten könnten unterschiedlicher kaum sein – in der Gastronomie und Pflege, im Garten- und Landschaftsbau und in der Computerbranche. Eine längere Arbeitslosigkeit ging dem Kursangebot voraus. In heiterer Stimmung nahmen die Kursmitglieder ihre Zertifikate entgegen. Zwei Kursabsolventinnen haben schon eine Arbeitsstelle gefunden, zwei Frauen werden sich im Bereich Betreuung weiterqualifizieren und eine Frau wechselt zur Weiterqualifizierung in die ambulante Versorgung. Markus Stehlik hofft, auch bald eine Zusage auf seine Bewerbungen zu bekommen. Sibylle Warmuth will nach Abschluss ihrer Qualifizierung zunächst als Teilzeitkraft im Caritasheim St. Elisabeth in Bensheim arbeiten und nächstes Jahr im Oktober mit ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin beginnen. Lyuba aus Bulgarien arbeitet nun als Betreuungsassistentin im Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Bürstadt. Heimleiter Günter Schwering nannte die Praxisstellen die Stärke des Projekts und gab zu bedenken, dass Qualifizierung Zeit brauche. Mehrere Projektteilnehmer hätten über die Jahre bei St. Elisabeth in Bürstadt eine Stelle gefunden. Referentin Birgit Mascetta berichtete aus ihren Kursstunden, in denen engagiert und kreativ gearbeitet worden sei. Die gleiche Erfahrung machte Referentin Silvia Haußer. Sie ist zudem überzeugt, dass ihre Kursteilnehmer das richtige Werkzeug mitbekommen haben, wie sie mit Demenzkranken umgehen. Mit „Zuwendung, Menschlichkeit, Verständnis und Geduld“ beschrieb Caritasdirektor Kiefer die seiner Meinung nach wichtigsten Merkmale in der Altenpflege. Annegret Feudtner-Romano vom Bereich Förderinstrumente vertrat den Eigenbetrieb „Neue Wege Kreis Bergstraße“ in Heppenheim. Im neuen Qualifizierungskurs, der im Januar 2017 beginnt, sind noch Plätze frei. Hannelore Nowacki

     

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