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  • So., 26. Januar 2020, 16:18 Uhr
    Tag der offenen Tür bei der Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried/ Zwei neue Koordinatorinnen packen mit an  

    Neue Räumlichkeiten eingeweiht und vorgestellt

    Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera (von links) bekommt seit Januar 2020 Unterstützung von den beiden neuen Koordinatorinnen in Teilzeit, Antje Egle und Petra Bauer. Fotos: Eva Wiegand


    BÜRSTADT – Große Freude herrschte am Wochenende bei der Palliativ- und Hospiz-Initiative im Ried (PaHoRi). Nach einer Umbau- und Sanierungsphase von nur drei Monaten, konnte die PaHoRi bereits ihre Gäste in die neuen, hellen und freundlichen Räumlichkeiten in die Schubertstraße 31 einladen. Zu den bisher genutzten Räumen ist die angrenzende Wohnung hinzugekommen. „Als die Wohnung hier kurz vor Weihnachten 2018 frei wurde, bot es sich an, bei der Pfarrei St. Michael anzufragen, ob wir diese übernehmen könnten“, blickte der Vorsitzende der PaHoRi, Wolfgang Zeißner, bei einer kleinen Feierstunde zurück. Dort musste man nicht lange überlegen. „Für uns war das keine Frage, die Räume an euch zu vermieten, als die Anfrage kam“, betonte Pfarrer Peter Kern, der gemeinsam mit seiner evangelischen Kollegin Johanna Gotzmann die anschließende Segnung der Räume vornahm. Schließlich habe er bereits seit vielen Jahren erleben, hören und sehen können, welcher Segen diese Einrichtung für die Menschen bedeute. Um die Räumlichkeiten den Anforderungen anzupassen wurde eine Wand entfernt, dort können nun Gruppenabende und Sitzungen problemlos stattfinden. Neben einem Mauerdurchbruch vom Büro in die Wohnung wurden zudem neue Fußböden verlegt, umfassende Maler- und Tapezierarbeiten vorgenommen, sowie ein neues Bad und neue Leitungen in dieser kurzen Zeit umgesetzt.

    Und eine Erweiterung war dringend notwendig, schließlich hat die PaHoRi ihren Zweck vor nicht allzu langer Zeit auf die Begleitung und Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen, die an einer lebensverkürzenden Krankheit erkrankt sind ausweitet. Auch für deren Familien stehen die Ehrenamtlichen ab Diagnosestellung und über den Tod hinaus mit Rat und Tat zur Seite. Die erste angebotene Kindertrauergruppe habe regen Zuspruch erfahren, berichtete Zeißner weiter. Inzwischen sei auch bereits ein „Letzte Hilfe Kurs“ durchgeführt worden, der sehr gut angenommen worden sei. In diesem Jahr wird die PaHoRi in den neuen Räumlichkeiten drei weitere „Letzte Hilfe Kurse“ anbieten. Außerdem wurde im Rahmen des Tags der offenen Tür an verschiedenen Stationen nicht nur das gesamte Angebot des Vereins, welches unter anderem das Trauer-Café, das Schulprojekt „PaHoRi for Teens“, das Trauer-Frühstück sowie die Jugendtrauergruppe umfasst, vorgestellt, sondern auch die beiden neuen Teilzeit-Koordinatorinnen Petra Bauer und Antje Egle, die seit Januar 2020 die hauptamtliche Koordinatorin Gaby Weiß-Szpera unterstützen. Während Bauer ihren Schwerpunkt auf die Arbeit mit Kindern legt, arbeitet Egle mit den Altenheimen zusammen. Beide waren bereits ehrenamtlich bei PaHoRi engagiert.

    Groß, hell und freundlich ist der neue Gruppenraum der PaHoRi. Bürgermeisterin Barbara Schader dankte dem Verein stellvertretend im Namen aller Bürgermeister des Rieds für deren großartiges Engagement.


    Schließlich konnten sich die Besucher auch über die Ausbildung als Begleiter/ Begleiterin informieren. Derzeit hat die PaHoRi 36 Ehrenamtliche, die schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen begleiten. „Wir müssen jedes Jahr neue Ehrenamtliche qualifizieren“, berichtete Weiß-Szpera. Das sei allerdings nur durch Spenden möglich. „Ohne Spenden ginge überhaupt nichts“, stellte die Koordinatorin fest. Schließlich muß die Miete bezahlt und die Ausbildungen finanziert werden. Außerdem kommt auch ein ordentlichen Sümmchen für Ausstattung, Arbeitsmaterial und einiges mehr zusammen. Gefördert werden nur rund zwei Drittel der Gesamtkosten, die die PaHoRi aufbringen muss, deshalb ist der Verein nach wie vor auf Unterstützung angewiesen. „Wir hoffen sehr, dass die Spendenbereitschaft, für die wir sehr dankbar sind, auch in Zukunft anhält, damit wir allen Menschen, die eine Begleitung brauchen auch in Zukunft helfen können“, so Zeißner. Eva Wiegand

     

     

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