Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Neue Sitzgelegenheiten für Radfahrer und Fußgänger
Fr., 12. Juni 2020, 13:42 Uhr
SITZBANKGRUPPE: Kurze Pausen am Bulldog Club sowie am Radweg zwischen Bürstadt und Bobstadt möglich
Neue Sitzgelegenheiten für Radfahrer und Fußgänger
Auf dem Gelände des Bulldog Club am Boxheimer Hof steht eine neue Sitzbank, die zur Pause einlädt – und einem herrlichen Blick Richtung Sonnenuntergang. Foto: Benjamin Kloos
BÜRSTADT – Bei strahlendem Sonnenschein konnten am vergangenen Freitag zwei weitere Sitzbänke an die Bürgerinnen und Bürgern von Bürstadt übergeben werden. Renate Gayer, Initiatorin der Sitzbankgruppe, hieß die Anwesenden beim Bulldog Club willkommen - im Namen der gesamten Gruppe.
Die erste Bank steht auf dem Gelände des Bulldog Clubs – ein idealer Standort, denn von hier kann man abends mit Blick nach Westen den Sonnenuntergang genießen, wie Renate Gayer erläuterte. „Vielen Dank an die Spender Patricia und Horst Kunkel – einem erfolgreichen Bürstädter Unternehmer –, die gemeinsam mit den Eltern von Patricia Kunkel und ihren beiden Patenkindern heute hierher gekommen sind. Was lange währt, wird endlich gut. Lange haben wir nach einem geeigneten Standort am Boxheimer Hof gesucht und ihn hier gefunden.” Dank richtete die Sitzbank-Gruppe neben den Spendern auch an die Stadt Bürstadt sowie den Bulldog Club. „Dieser hat sich dazu bereit erklärt, die Bank zu pflegen und darüber hinaus einen Bereich um die Bank zu pflastern, so dass man trockenen Fußes zu ihr gelangen kann. Die Bank wurde bereits gut genutzt und ist sowohl für Radfahrer als auch für Fußgänger ideal gelegen”, betonte Renate Gayer – denn der Bürstädter Wald befindet sich nur wenige Meter entfernt. Somit ist die neue Bank ideal für Pausen – ebenso wie die weitere Bank, die am Fahrradweg zwischen Bürstadt und Bobstadt aufgestellt wurde. Diese wurde von Oliver Kreider gesponsert, einem ehemaligen Bürstädter, der 1989 aufgrund mehrerer Zufälle im Osten der Republik landete und dort Karriere machte. Heute hat er ein Schloß und auch mehrere Farmen in Südamerika, im Herbst erscheint zudem ein Buch von ihm, in dem er seine Lebensgeschichte erzählt. Diese führte übrigens auch entlang des Radweges von Bürstadt nach Bobstadt, denn hier wohnte seine damalige Freundin – das Ende dieser Beziehung führte ihn schließlich spontan in die damalige DDR, wo er bei Karl-Marx-Stadt, dem heutigen Chemnitz, eine Panne hatte. Er blieb dort und fand sein Glück. „Auf meine Anfrage hin war er direkt bereit, eine Bank für seine Heimatstadt zu spenden”, freute sich Frank Gumbel von der Sitzbankgruppe. In den kommenden Wochen werden weitere vier Sitzbänke in und um Bürstadt folgen. Benjamin Kloos