BAUGENOSSENSCHAFT LAMPERTHEIM: Spatenstich für Bauvorhaben im Rahmen der Nachverdichtung in der Daimlerstraße 6a erfolgt / 18 neue Wohnungen entstehen
Neuer Wohnraum an vorhandenem Platz
Der Spatenstich ist erfolgt! In der Daimlerstraße 6a entstehen im Rahmen einer Nachverdichtung der Baugenossenschaft Lampertheim 18 neue Wohnungen. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM –Gute Nachrichten im Bereich sozialer Wohnungsbau: Die Baugenossenschaft Lampertheim realisiert in der Daimlerstraße 6a im Rahmen einer Nachverdichtung ein Mehrfamilienhaus mit 18 neuen Wohnungen, darunter zwölf im sozialen Wohnbereich. Am Donnerstag erfolgte der offizielle Spatenstich für das moderne und zeitgenössische Mehrfamilienhaus, welches neuen Wohnraum an vorhandenem Platz schafft.
Im Mai 2024 sollen die 18 neuen 2- bis 4-Zimmer-Wohnungen bezugsfertig sein, zu jeder Wohnung wird es einen Stellplatz geben. Insgesamt beträgt die Wohnfläche 1.433 Quadratmeter. Das Haus mit sechs Etagen wird sich in die Umgebung einfügen und über einen barrierefreien Zugang verfügen. Alle Wohnungen sind mit Balkon oder Terasse ausgestattet. Als Dach wurde ein extensiv begrüntes Flachdach gewählt, auf dem eine Photovoltaikanlage und ein Batteriespeicher installiert wird. Die überschüssig erzeugte Energie kann zwischengespeichert und später benutzt werden.
In gleicher Weise wie am Neubau Weinheimer Weg 19-23 werden auch in der Daimlerstraße 6a Photovoltaikmodule an den Balkonbrüstungen der Mietwohnungen installiert. Die sogenannten Balkonkraftwerke werden senkrecht anstelle der üblichen Balkonverkleidung montiert. Eine Elektrische Leistung von insgesamt 650 Watt pro Balkon kann mithilfe von Miniwechselrichtern direkt in der Wohnung durch die Verbraucher genutzt werden. Diese Innovation reduziert die Stromkosten der Mieter um circa 100 Euro im Jahr.
Die Müllentsorgung erfolgt durch das Unterflursystem, bei dem die Mülltonnen unter der Erde verschwinden – dieses Konzept ist nicht nur platzsparend, sondern auch barrierefrei erreichbar und sorgt für ein sauberes Wohnumfeld.
Auch in diesem Gebäude wird die BGLA ihr Mobilitätskonzept umsetzen. Um das gesamte Wohngebiet nachhaltig mobil zu gestalten, werden in naher Zukunft verschiedene Möglichkeiten der Fortbewegung angeboten. Über eine App lässt sich zum Beispiel das E-Lastenrad auf Sharing-Basis ausliehen oder das eigne E-Auto vor der Haustür laden.
DieGesamtkosten belaufen sich auf 5.260.000 Euro, wovon das Land Hessen einen Zuschuss in Höhe von 792.000 Euro leistet und die Stadt Lampertheim von 228.000 Euro. Die Eigenleistung beträgt 760.000 Euro.
„Wohnen ist ein Grundrecht und daher ist es ein wichtiges Ziel, preiswerten Wohnraum zu schaffen. Wir als Baugenossenschaft (BGLA) stellen uns dieser Verantwortung”, betonte Fritz Götz für den Vorstand der BGLA bei seiner Begrüßung. „Preiswerte Wohnungen zu bauen ist unsere DNA, daher bauen wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten immer weiter, so wieg hier in der Daimlerstraße 6a. Denn die Nachfrage nach Wohnungen ist ungebrochen, auch hier in Lampertheim.” Mit politischem Rückenwind könne noch mehr erreicht werden, stellte er klar und nannte beeindruckende Zahlen: 110 Wohnungen wurden durch die BGLA in den letzten vier Jahren gebaut, jetzt kommen 18 neue hinzu, ein Wohnraum für insgesamt 500 Menschen. „Wir setzen dabei bewusst auf Nachverdichtung, ganz im Sinne der Innen- vor der Außenentwicklung”, ergänzte Fritz Götz. „Wir haben das Bauvorhaben im Frühjahr noch einmal intensiv diskutiert und kalkuliert und uns dennoch dafür entschieden. Leider sind die Mietpreise höher als bisher üblich, mit 8,50 Euro bei der mittelbaren Belegung und bei 6,80 Euro im Bereich des sozialen Wohnungsbaus.”
Anfang 2020 fand eine Begehung sämtlicher Grundstücke der Baugenossenschaft statt, um festzustellen, ob eine Nachverdichtung möglich ist, wie Architekt Roland Träger betonte. Diese habe den großen Vorteil, „dass man keine neuen Grundstücke erwerben muss, stattdessen nutzt man eigene Grundstücke optimal aus. Hierbei muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Abstandsflächen zu den bereits auf dem Grundstück stehenden Gebäuden eingehalten wird, um die Wohnqualität nicht zu schmälern”.
Bürgermeister Gottfried Störmer richtete ein großes Dankeschön an die Baugenossenschaft – dafür, dass sie such mit dem Neubau von Wohnungen auseinandersetzt und auch dafür, dass sie im Bereich der Innenstadtverdichtung mit gutem Beispiel vorangeht. Gleichzeitig wünscht er dem Bauvorhaben einen erfolgreichen Verlauf. Benjamin Kloos